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Was hast du mit dem Fass gemacht?!

Der Mercedes-Benz Sprinter von ralf Mattern.

Es gibt ihn noch, den Beruf des Küfers. Ralf Mattern verkörpert mit seiner Fassmanufaktur echtes deutsches Traditionshandwerk. Der Laden floriert. Alles könnte so schön sein, ja, wenn da nicht...

Der Mercedes-Benz Sprinter als Visitenkarte

Küfermeister Ralf Mattern ist einer jener Glücklichen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Er baut Weinfässer mit Leib und Seele. Doch eine Sorge treibt ihn ständig um und an. Was, wenn ihm doch irgendwann einmal ein Fass misslingt? Oder es einfach kein Gefallen findet? Wenn vielleicht irgendwann das Telefon klingelt und eine Stimme fragt: Was hast du mit dem Fass gemacht?! „Die Weinwelt ist relativ klein“, weiß der Fassbauer. Da sprechen sich gute Nachrichten schnell herum. Und schlechte noch viel schneller. „Annerschder geht’s a net“, sagt Küfermeister Mattern in bester Rödersheimer Mundart. Er wuchtet ein stattliches Holzfass direkt vor die Brust und lässt es butterweich auf die Ladefläche gleiten. Warum er vor Kurzem die Automarke gewechselt habe? „Wenn ich meinen Kunden das bestmögliche Produkt bieten will, dann brauche ich auch das bestmögliche Fahrzeug für die Anlieferung. Das ist meine Visitenkarte.“

Der perfekte Transporter zur Auslieferung der Fässer: Ralf Matterns Mercedes-Benz Sprinter

Der perfekte Transporter zur Auslieferung der Fässer: Ralf Matterns Mercedes-Benz Sprinter

Fässer “Made in Hassloch”

Seine Weinfässer fährt er seit drei Monaten im Sprinter zu den Kunden. Früher wurde er mal auf einem exquisiten Weingut mit den Worten begrüßt: „Danke, aber wir nehmen keinen Schrott“, erzählt der Rheinland-Pfälzer und verfällt in schallendes Gelächter. Ralf Mattern lacht gerne. Am lautesten über sich selbst. Aber: wenn es um seinen Beruf geht, macht er keine Kompromisse. Die Außendarstellung war damals nicht mit seinem Anspruch an die eigene Arbeit vereinbar: „Es geht immer nach vorn und keinen Schritt zurück. So steht’s in meinem Businessplan und so bin ich auch.“ Nun ist der Verweis auf den eigenen Qualitätsanspruch bei Gewerbetreibenden so selbstverständlich wie ‘Hallo’ und ‘Auf Wiedersehen’ zu sagen. Bei Ralf Mattern sind diese Aussagen dennoch erwähnenswert. Denn entweder ist er ein begnadeter Schauspieler, dem bisher lediglich die Pfälzer Weinberge den Weg nach Hollywood verstellt haben, oder er meint es tatsächlich ernst. In der Fassmanufaktur in Hassloch finden sich zahlreiche Anhaltspunkte für Letzteres. Hier baut Ralf Mattern mit Hilfe von mittlerweile zwei Festangestellten und zwei Lehrlingen Holzfässer. Gerade einmal dreieinhalb Jahre ist es her, dass man seine Kreditanfrage bei einer lokalen Bank mit bedauerndem Kopfschütteln quittierte. Da halfen weder Meisterbrief noch zehn Jahre Berufserfahrung, kein Businessplan und schon gar keine Bundessiegertitel. Zweiter Anlauf. Zweite Bank. Volltreffer. In der Fassmanufaktur werden seitdem kleine und große Winzerwünsche wahr. Egal, ob 600-Liter- oder 20.000-Liter-Fass, Ralf Mattern und seine Männer machen’s möglich. Heute schlummern Weinfässer Made in Hassloch in den Kellern von Weingütern in Deutschland, Italien, Frankreich, Chile…

Der Meister der Fässer Ralf Mattern bei der Arbeit

Der Meister der Fässer Ralf Mattern bei der Arbeit

Das Geheimnis eines guten Weins

Weinfässer sind mehr als nur reine Behälter. Sie sind Veredler. Genauso ist, wer Weinfässer baut, mehr als nur ein Handwerker. Er muss die Fähigkeit besitzen, der Stimme des Holzes lauschen zu können. Denn von dem Ausgangsstoff für die Fassherstellung hängt das Gelingen des Weines entscheidend mit ab. Bevor das Eichenholz zu Dauben – den Fassbrettern – geschlagen wird, durchleuchtet Ralf Mattern seine Geschichte. „Eichen, die auf trockenen Böden gedeihen, liefern gutes Holz. Sie wachsen langsam, haben feine Jahresringe, die die Dichtigkeit erhöhen und die Verarbeitung erleichtern. Aber auch das Alter des Holzes und die Dauer der Lagerung sind entscheidende Faktoren für die Qualität der Weinfässer.“ Der Fassbauer kennt die Herkunft aller seiner Hölzer. Beim Gang über den Hof legt er einen kurzen Stopp ein und zeigt auf einen aufgeschichteten Dauben-Turm aus dunklem Holz: „Pfälzer Eiche, drei Jahre alt, bei Vollmond kurz vor Weihnachten geschlagen.“ Zugegeben, einen flüchtigen Rundumblick kann sich der Besucher nicht verkneifen. Knoblauchzehen? Holzkreuze? Getrocknete Chamäleons? Fehlanzeige! Der letzte Hauch vermuteten Okkultismus wird durch wissenschaftliche Erkenntnis verweht. „Geringer Schädlingsbefall und niedriger Feuchtigkeitsgehalt.“ Somit hat dieses Holz schlicht beste Eigenschaften für die Fassherstellung.

Geschmacksnuancen sind entscheidend, damit der Wein im Fass den gewünschten Charakter erhält. Auf Rückmeldung muss Küfermeister Mattern manchmal so lange warten, wie der Winzer auf die Reifung seines Weines.

Lob mit viel Anlauf

In der Werkstatt werden bis zu 70 Dauben in einen Fassreif gestellt und dann eben geschlagen. Um die Bretter biegen zu können, müssen sie erhitzt werden. Mit dem Gabelstapler wird das noch bodenlose Fass in den Hof gefahren und über ein offenes Feuer gestülpt. Es geht dabei nicht nur um Geschmeidigkeit. Das Toasten des Holzes, die Verweildauer im Feuer und die Temperatur haben großen Einfluss auf die spätere Veredelung des Weines im Fass. „Das geht Richtung Kaffee…“, murmelt der Fassbauer. Ralf Mattern bearbeitet einen gerösteten Holzspan mit seiner Zunge, wie andere ein Stück Schokolade. „Nee, das geht schon fast Richtung Mokka!“ Geschmacksnuancen sind entscheidend, damit der Wein im Fass den gewünschten Charakter erhält. Auf Rückmeldung muss Küfermeister Mattern manchmal so lange warten, wie der Winzer auf die Reifung seines Weines. Erst wenn der edle Tropfen nach Jahren der Fasslagerung seinen Weg in die Flaschen gefunden hat, klingelt bei Ralf Mattern das Telefon: Wenn es dann wieder heißt: „Was hast du mit dem Fass gemacht?!“, rutscht dem Perfektionisten immer noch kurz das Herz in Hose. Doch bisher folgten das Lob und die Erleichterung gleich im Anschluss. Auf der Fahrt zum Probekosten indes ist er eine weitere Sorge los. Ralf Mattern hat die Erfahrung gemacht: „Mit dem neuen Firmenwagen kann ich mit ruhigem Gewissen bei den Kunden auf den Hof fahren.“

Der Meister der Fässer Ralf Mattern bei der Arbeit

Der Meister der Fässer Ralf Mattern bei der Arbeit

Das Team von Ralf Mattern und deren Fässer

Ralf Mattern bei der Arbeit

Materialien zur Herstellung der Fässer

Der perfekte Transporter zur Auslieferung der Fässer: Ralf Matterns Mercedes-Benz Sprinter

Der perfekte Transporter zur Auslieferung der Fässer: Ralf Matterns Mercedes-Benz Sprinter

Bei der Arbeit: Ralf Mattern und sein Mitarbeiter

Ralf Mattern belädt seinen Mercedes-Benz mit den Holzfässern

Sprinter

Egal, welchen Job Sie erledigen müssen – der Sprinter erleichtert Ihnen die tägliche Arbeit. Dabei können Sie ihm auch Schweres zumuten. Und gemeinsam viel bewegen. Dank zahlreicher Varianten und über 600 Sonderausstattungen erfüllt der Sprinter die unterschiedlichsten Ansprüche.

Mercedes-Benz Sprinter
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