Der perfekte Ski

Tradition und Handwerk statt Kunststoff und Massenproduktion. Der 28jährige Tiroler Sebastian Strobl fertigt Skier aus Zirbenholz. Mit Erfolg: seine „ZiarmRocker“ sind heißbegehrte Unikate.

Handgefertigte Ski aus Zirbenholz

Sebastian Strobl, der von allen in Ladis nur ‚Sebi‘ genannt wird, baut keine gewöhnlichen Skier. „Ich hatte keine Lust mehr, ausschließlich Maschinen zu bedienen und günstige Materialien aus China zu verwenden. Einen Allround-Carvingski kannst du heute komplett aus Kunststoff herstellen, doch nichts geht über die Qualität von Holz. Es hält die Spannung am besten und ist langlebiger als Kunststoff.“ Nach seiner Ausbildung zum Ski-Entwickler findet der 28jährige zurück zur Tradition seiner Familie und fertigt Skier wieder von Hand. Den Rohstoff dafür findet Sebi dabei direkt hinterm Haus. Ein benachbartes Sägewerk liefert grob zugeschnittenes Zirbenholz. „Die Zirbe ist eine typische Baumart im Tiroler Hochgebirge. Ihr Holz ist besonders widerstandsfähig und trotzt Kälte und Frost - beste Voraussetzungen für Holzskier. Trotzdem hat vor mir noch kein Hersteller Zirbenholz verwendet“, erklärt Sebi.

Die handgemachten "ZiamRocker" von Sebastian Strobl.

Tradition trifft Moderne

Mit Kreissäge, Hobelmaschine und einer selbstgebauten Presse zieht Sebi in eine urige Schreinerwerkstatt in seinem Heimatdorf. Er tüftelt lange am perfekten Holzkern, der den Ski leicht steuern lässt und dennoch stabil ist. Anschließend bringt er das Zirbenholz mit einer computergesteuerten Fräsmaschine in die richtige Form. Zur Stärkung des Holzkerns folgen weitere Materialien des professionellen Skirennsports: Hochwertiges Aluminium, Carbon und Fiberglas werden ebenfalls gefräst, vorgeleimt und in einem zwölfstündigen Pressvorgang mit der Holzbasis verbunden. Ganz auf die modernste Skitechnologie verzichtet Sebi damit nicht, doch im gelingt eine perfekte Verbindung zum klassischen Handwerk des Skibauens.

Die handgefertigen Ski im Einsatz auf der Schneepiste.

Der Name ist Programm

40 Stunden Handarbeit stecken in jedem Paar. „Bereits meine ersten selbstgebauten Zirben-Ski rockten die Jungfernabfahrt und auch die Skilehrer aus Labis grinsten nach einer Probefahrt über beide Ohren“, erinnert sich Sebi. Ein Name für sein Start-Up ist gleich gefunden: „ZiarmRocker“, eine Mischung aus dem Tiroler Mundartwort für Zirbenholz und der im Profiskisport bekannten „Rocker-Shape-Form“. Hierbei sind die Ski-Enden vorne und meist auch hinten stark abgerundet und leicht nach oben gebogen. Somit ist die Kontaktfläche zum Schnee verkleinert, engere Radien lassen sich fahren und der Skifahrer erhält im Powder mehr Auftrieb. Kurz gesagt: Der Ski rockt! Für das perfekte Fahrgefühl passt Sebi jedes Paar individuell Gewicht, Größe und Fahrkönnen des Kunden an. Die Unikate haben allerdings ihren Preis: Ein Paar der „ZiarmRocker“ kosten zwischen 1600 und 5000 Euro. Trotz großer Nachfrage kommt für Sebastian Strobl keine Serienproduktion in Frage. „Ich fertige maximal 18 Paar Ski im Jahr. Die Arbeit muss mir Spaß machen und dafür brauche ich meine ganze Leidenschaft. Damit ich die habe, brauche ich Zeit für mich und die Berge: zum Skifahren, Klettern oder Gleitschirmfliegen.“

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