Gut gepackt ist halb geliefert!

Wer sein Fahrzeug effizient belädt, schafft mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und spart außerdem Zeit bei der Warenauslieferung.

Ein Treffen mit Knowhow

In Zeiten, in denen immer mehr Güter über die Straßen rollen, spielt Ladungssicherheit eine zentrale Rolle. Die IAA Nutzfahrzeuge 2012 in Hannover bot daher einen passenden Rahmen für dieses Thema. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung, kurz BGL, lud daher gemeinsam mit dem Verband der Automobilindustrie, VDA, zu einer Vortragsreihe ein. Sechs Vertreter der Logistikbranche stellten aktuelle Gesichtspunkte der Ladungssicherung vor.

Geteilte Verantwortung

Damit die Fracht unbeschadet beim Empfänger ankommt, muss der Fahrer sie im Laderaum sorgfältig befestigen. Aber nicht nur die Sicherheit der Ware ist entscheidend, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer. Wer sein Fahrzeug sorgfältig belädt und die Ladung gut festzurrt, vermeidet Unfälle. Und spart damit Kosten durch verlorene Zeit und mögliche Sach- oder Personenschaden. In Deutschland liegt die Verantwortung für Ladungssicherung bei allen an einem Transport beteiligten Instanzen. Fahrer, Transportunternehmer und der Verladende tragen sie also gemeinsam. Der Gesetzgeber legt verbindliche Rechtsnormen fest und integriert sie in die Straßenverkehrsordnung. Wie diese Normen praktisch umzusetzen sind, geben Institute wie das Deutsche Institut für Normung, DIN, und der Verein Deutscher Ingenieure, VDI, vor. Der BGL rät Transporteuren, die  VDI-Norm 2700-4 beim Sichern der Ladung unbedingt zu beachten.

Gut gepackt ist halb geliefert! Mercedes-Benz Sprinter

Regeln für die Praxis

So lange ein Spediteur diese Richtlinien einhält und mit moderner Ausrüstung arbeitet, kann er bei einem Unfall zumindest nicht rechtlich belangt werden. Der BGL hat in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft Verkehr das „Praxishandbuch Ladungssicherung“ veröffentlicht. In diesem Regelwerk sind sämtliche Details zum Umgang mit den unterschiedlichsten Typen von Gütern zusammengefasst. Behörden wie Polizei, Bundesamt für Güterverkehr (BAG), Gewerbeaufsichtsämter und Ämter für Arbeitssicherheit setzen es auch bei der Strafverfolgung ein. Ein Logistikmitarbeiter muss darauf achten, dass er bei der Beladung eines Fahrzeugs die zulässigen Achslasten einhält und die Fracht gleichmäßig auf alle Achsen des Fahrzeugs verteilt. Nur so kann der Fahrer das Fahrzeug sicher im Straßenverkehr handhaben. Jede Ware stellt spezielle Anforderungen an die Ladungssicherheit. Das hängt in erster Linie von der materiellen Beschaffenheit der Ladungseinheiten ab. Weiche und aufgrund ihrer Verpackung instabile Fracht ist besonders schwer im Fahrzeug zu befestigen.

Hilfe per Computer

Moderne Computerprogramme helfen hier. Die Software „LVP 4.0“ unterstützt Disponenten und Fahrer Schritt für Schritt im Fahrzeug die vorgeschriebenen Achslasten einzuhalten. Der interaktive Lastverteilungsplan ist auf viele unterschiedliche Fahrzeuge anwendbar: Lastkraftwagen, Gelenk- oder Starrdeichselanhänger, Sattelanhänger und Kurierdienst-Fahrzeuge. Spezielle Ladegüter lassen sich individuell erstellen und in der Programmbibliothek speichern und verwalten.

Gut gepackt ist halb geliefert! Mercedes-Benz Sprinter

Alles automatisch

Neben der Unterstützung durch Computerprogramme bieten verschiedene Hersteller interessante Lösungen zur automatisierten Ladungssicherung an. Die Firma Allsafe Jungfalk zeigt dies für Fahrzeuge der Sprinter-Klasse. Ein an vertikalen Holmen befestigtes, elektrisch bewegtes Netz legt sich per Knopfdruck über die Fracht und sichert sie automatisch – ohne dass der Mitarbeiter mühsam ringsherum mit Spanngurten, Haken und Ösen hantieren muss. Durch diese Technik spart der Fahrer viel Zeit beim hektischen Be- und Entladen im Alltag. Die lästige Suche nach Paketen entfällt. Jede Sendung ist noch genau da, wo sie zuletzt gelegen hat. In einem Youtube-Video demonstriert der Anbieter eindrucksvoll, wie diese Technik funktioniert.

Ein relevantes Thema

Das MYVAN-Fazit: „Gut gepackt ist halb geliefert“. Bei verantwortungsbewusstem Umgang mit der Beladung spart der Lieferant Zeit, Geld und Nerven. Nicht zuletzt auch die Gesundheit der anderen Verkehrsteilnehmer sollte ein schlagkräftiges Argument dafür sein, sich mit modernen Techniken der Ladungssicherung näher zu befassen.

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Mercedes-Benz Sprinter
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