HELDTH X MYVAN: Spirit of Jura – edler Whisky von der einsamen Insel.

Jura ist eine Insel vor der Westküste Schottlands. Wer Ruhe und Einsamkeit sucht, ist hier richtig. Bekannt ist Jura für die „Jura Distillery“ – und deren edlen Whisky.

Jura – mehr Hirsche als Menschen

Die Insel Jura gehört zu den Inneren Hebriden. Hier leben cirka 200 Menschen – und über 5.500 Hirsche und Rehe. Wegen ihnen erhielt die Insel, die im Schottisch-Gälischen „Diùra“ geschrieben wird, auch ihren Namen: Jura – das bedeutet übersetzt „Hirschinsel“. Lediglich eine einzige Straße durchquert Jura und nur einen Pub gibt es auf diesem abgelegenen Eiland. Doch neben den tierischen Bewohnern ist die Insel vor der Westküste Schottlands noch für etwas anderes bekannt – und dies führt uns nach Craighouse, in die größte Siedlung von Jura. Wenn man durch Craighouse geht, riecht man ihn schon von weitem: den Duft von Whisky. Er kriecht aus den Topfdestillen der „Isle of Jura Distillery“, einem großen, weißen Gebäudekomplex mit schwarzen Dächern. Fast schon majestätisch liegen die alten Gebäude mit den eckigen Fenstern und hohen Kaminen auf der linken Straßenseite. Sie bilden eine kleine Gemeinde innerhalb der Siedlung. Zur rechten Hand erstrecken sich die raue, felsige Küste und der Atlantik.

Weiße Häuser in einer wilden Küstenlandschaft

Ein Gebäude ohne Dach ist kein Gebäude

Nachdem 1781 ein Dekret den Inselbewohnern verbot, ihren eigenen Whisky zu brennen, wurde die Destillerie 1810 von Archibald Campbell in Betrieb genommen. Die Familie Campbell hatte die Wirtschaft der Insel damals fest im Griff – und somit auch die Produktion des Whiskys. Anfang des 20. Jahrhunderts machten die Campbells die Brennerei jedoch dicht. Sie entfernten das Dach, denn nach britischem Gesetz sind Gebäude ohne Dach eben keine Gebäude – und bleiben damit unbesteuert. Die Folge jedoch: Die alte Brennerei verfiel immer mehr und damit auch der Mittelpunkt von Craighouse, das in dieser Zeit zusehends ungemütlich wirkte.

Zwei Männer unterhalten sich in einer Brennerei

„Jura Distillery“ erscheint in neuem Glanz

Robin Fletcher und Tony Riley-Smith konnten das nicht länger mit ansehen. Also kamen die beiden Anfang der 1960er-Jahre auf die Idee, der „Jura Distillery“ zu neuem Glanz zu verhelfen. Viel Zeit, eine gute Portion Schweiß und noch mehr Herzblut steckte das schottische Duo in sein Projekt. Und 1963 war er dann abgeschlossen: der Wiederaufbau der Jura Whisky-Brennerei. Noch heute hat das Gebäude den Charme der Sixties. Wunderschöne, große „Pot “ sorgten schon damals für den legendären Ruf des Single Malts und die Produktion wurde seinerzeit direkt auf Stückzahlen umgestellt, die nicht nur den Bedarf der Inselbewohner deckten.

Whisky-Fass aus Holz mit Aufdruck

Vier Whisky-Sorten für den vollen Geschmack

Heute werden vier Standardversionen des Jura-Whiskys gebrannt. „Origin“ ist ein zehn Jahre alter, leicht torfig schmeckender Scotch, der einen hervorragenden Einstieg in die Welt von Jura bietet. Das Aroma der Eichenfässer vermischt sich hier mit Honig, Karamell und einem Hauch Lakritz. „Diurach’s Own“, ein 14 Jahre alter Single Malt, ist angeblich die bevorzugte Sorte der Inselbewohner. Nachdem er erst in Weißeichefässern reift, verbringt er abschließend zwei Jahre in Fässern, die ehemals für die Reifung von Amoroso-Sherry genutzt wurden. Das Ergebnis: eine harmonische Komposition aus dunkler Schokolade, Orange und Honig. „Superstition“ ist 21 Jahre alt und verbindet einen leicht torfigen Charakter mit Honig- und Piniennoten, die von Meersalz und Gewürzen begleitet werden. „Prophecy“ komplettiert das Quartett.

Ein Mann steht in einer Destillerie

Der Name der Sorte „Prophecy“ kommt von einer Weissagung, nach der die mit harter Hand regierende Familie Campbell eines Tages alles verlieren würde und der letzte Campbell, ein Einäugiger, sein Hab und Gut auf einen kleinen Karren, der von einem weißen Pferd gezogen wird, laden würde, um die Insel zu verlassen. 1938 verließ Charles Campbell, der ein Auge im Krieg verloren hatte, die Insel tatsächlich. Sein ganzer Besitz passte auf eine kleine Pferdekutsche, die von einem Schimmel gezogen wurde – so wie die Prophezeiung es vorausgesagt hatte. Der torfigste der vier Whiskys vereint frischen Zimt und würzige Meeresgischt in seinem Geschmack, ein echtes Erlebnis.

Das richtige Fass macht den Unterschied

Die Brennerei aus Jura hat die zweithöchsten „Pot Stills“ in Schottland – einer der Hauptgründe, warum der Whisky hier besonders weich im Geschmack ist. Denn nur so können die wirklich feinen Nuancen destilliert werden. Das Können von drei echten Whisky-Experten ist aber ebenfalls maßgeblich. Willie Tait, Willie Cochrane und Richard Patterson haben die wunderbaren Single Malts mit viel Hingabe und Sorgfalt komponiert. Die Wahl der richtigen Fässer ist ebenfalls entscheidend für das Ergebnis. Und auch das Inselklima mit seiner herben Seeluft hat großen Einfluss auf die Entwicklung des Geschmacks. Jeder der Whiskys hat eine Salznote, mal mehr und mal weniger stark ausgeprägt. Es gehören halt nicht nur das Wissen über den Vorgang des Destillierens und die Wahl der richtigen Fässer dazu. Auch der Ort, an dem die Destillerie steht, ist eine wichtige Komponente. Und einen schöneren Ort als die Insel Jura findet man garantiert nicht so schnell wieder.

Der Anfang vom Aufschwung: Die stillgelegte Destillerie wurde ab Anfang der 1960er wieder aufgebaut und 1962 eröffnet.

Hier drin passiert die Magie: in der Whisky-Destille.

Kork, Holz, Fässer – die Basis eines guten Whiskys.

Majestätisch sieht es im Inneren der Destillerie aus.

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