Der Sprinter 170 D: Eine Zahnarztpraxis im Feuerwehr-Look.

Dr. Grunstein vor seinem Sprinter und einem Jet

In New Jersey sorgt eine mobile Zahnarztpraxis in einem Sprinter dafür, dass auch die Zähne von Kindern aus schlechteren Verhältnissen behandelt werden.

Helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Paterson im US-Bundesstaat New Jersey ist eine multikulturelle Stadt mit hoher Arbeitslosenrate. Viele Familien müssen hier unter der Armutsgrenze leben. Diese Familien sind zwar staatlich krankenversichert, die Eltern bringen die Kinder jedoch häufig nicht zum Arzt. Es fehlt an Zeit, Ressourcen und vielleicht auch am nötigen Verständnis dafür, wie wichtig regelmäßige Untersuchungen sind. „Vor zehn Jahren war Paterson aus zahnärztlicher Sicht eine echte Katastrophe“, sagt Dr. Robert Grunstein. Als der Zahnmediziner dort damals seine Kinderklinik eröffnete, fehlten ihm trotzdem die Patienten. „Ich wollte den Kindern helfen, die die Hilfe am meisten benötigen, aber genau diese sind leider häufig nicht die, die zum Zahnarzt gebracht werden.“ Um sie dennoch medizinisch versorgen zu können, kaufte Dr. Grunstein zunächst einen alten Feuerwehr-Truck, den er als mobile Zahnarztpraxis umfunktionierte. So wurde „Smile Central Dental“ ins Leben gerufen.

Anfangsidee: ein alter Feuerwehr-Truck als mobile Praxis.

Ein alter Feuerwehr-Truck mit eingebauter Zahnarztpraxis.

Wurzelbehandlung im Feuerwehrauto.

Seit Dr. Robert Grunstein den Feuerwehr-Truck hat, muss er nicht mehr darauf warten, dass die Eltern und ihre Kinder in seiner Praxis einen Termin machen – er kommt einfach zu ihnen. Mit seinem Team fährt er beispielsweise an Schulen, wo er den Kindern mithilfe eines Puppenspiels Zahnhygiene erklärt. Im Laderaum des Trucks behandelt er dann kleinere Probleme wie Karies und alles, was sonst dringend erledigt werden muss. Bei weniger akuten Fällen spricht er mit den Eltern und rät ihnen, in seine Klinik zu kommen. Die spielerische Art, mit der er das ernste Thema anspricht, kommt bei den Kids gut an.

Top 3 der Tipps zur Zahnhygiene von Kindern

  1. Kinder sollten nie mit einer Flasche Milch ins Bett gebracht werden. Das Einzige, was Kinder (und auch Erwachsene) nachts trinken sollten, ist Wasser.
  2. Es klingt simpel, ist aber unglaublich wichtig: Mindestens zweimal pro Tag Zähneputzen!
  3. Auch wenn alles in Ordnung zu sein scheint, regelmäßige Untersuchungen beim Zahnarzt helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Außerdem haben die Kinder so bereits ein gutes Verhältnis zum Zahnarzt, falls später mal Probleme auftreten sollten.

Der Sprinter als ideale Lösung.

Für Dr. Robert Grunsteins persönliche Gesundheit war der alte Feuerwehr-Truck jedoch nicht optimal: „Feuerwehrmänner fahren diese Trucks nie länger als ein paar Minuten – ich fuhr ihn stundenlang“, sagt er. „Damit unterwegs zu sein, war, als würde man auf einem Pferd reiten. Es war langfristig gesehen einfach zu anstrengend.“ Auch Spritverbrauch und Größe des Trucks waren nicht ideal. Nach einiger Recherche fand er die Lösung seiner Probleme mit dem Feuerwehr-Truck in einem 2009er Sprinter. „Das hat mein Leben verändert. Jetzt ist alles viel leichter. Der Spritverbrauch und der Fahrkomfort im Sprinter sind fantastisch. Der Unterschied ist einfach riesig“, so Dr. Grunstein. Das ehemalige Flughafentaxi aus Orlando hat er über Ebay ersteigert. Um beim Feuerwehrthema zu bleiben, baute er nicht nur den Innenraum zu einer mobilen Praxis um, sondern bearbeitete auch das Exterieur. So gleicht der Sprinter nun optisch wieder einem Kommandowagen der Feuerwehr. In den Laderaum des Sprinter passen neben dem Arzt, dem Assistenten und dem Equipment auch bis zu 20 Kindergartenkinder. Jetzt, wo das schiere Fahren keine körperliche Belastung mehr darstellt, können noch mehr Schulen besucht und zahlreiche weitere Kinder untersucht werden.

Der Sprinter hat mein Leben verändert. Jetzt ist alles viel leichter. Der Spritverbrauch und der Fahrkomfort im Sprinter sind fantastisch. Der Unterschied ist einfach riesig.

Der 4×4 Sprinter hilft dem Doktor auch ländliche Gebiete zu besuchen.

Jedes Kind behandeln, als wäre es das eigene.

Die harte Arbeit des Zahnarztes und seines Teams zahlt sich aus: Fast 35.000 Kinder aus Paterson sind inzwischen seine Patienten. „Was die Stadt Paterson angeht, haben sich die Dinge geändert, seitdem wir unser Programm gestartet haben. Darauf bin ich wirklich stolz“, so Dr. Grunstein. Aber das genügt ihm noch nicht: Im letzten Jahr hat er sich einen Sprinter 4×4 zugelegt. So kann das Team auch ländlichere Gegenden problemlos befahren und dort provisorische Kinderkliniken aufbauen. Dabei hält er sich immer an sein Motto: Behandele jedes Kind, als wäre es dein eigenes.

Team mit Kindern vor dem Mercedes-Benz Sprinter.

Dr. Grunstein hält sich immer an sein Motto: Behandele jedes Kind, als wäre es dein eigenes.

Eine Gruppe von Kindern in der mobilen Zahnarztpraxis.

Spaß an der Zahnpflege: eine Gruppe von Kindern in der mobilen Zahnarztpraxis.

Fahrzeuge des fahrenden Zahnarztes.

Die kleine Fahrzeugflotte des Zahnarztes.

Fotos: Dr. Robert Grunstein

Mehr Links zum Entdecken: Smile Central Dental Paterson | New Jersey www.smile-central-dental.com

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