Zwischen Tradition und Moderne: Ein Ofenbauer mit Sprinter Flotte.

Uwe Seidl steht vor seinem Mercedes Benz Sprinter

Der österreichische Ofenbauer Uwe Seidl gibt einen Einblick in das Handwerk eines Hafners. Seine Spezialität: individuelle Öfen, die nicht nur behagliche Wärme spenden, sondern auch toll aussehen.

Ein Ofenbauer in der österreichischen Idylle.

Leise plätschert der Pesenbach an der abgelegenen Sagmühle in der oberösterreichischen Gemeinde St. Johann am Wimberg. Umringt von Wald und Wiesen, ist es ein Ort, an dem sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Und ein Ort, an dem wundersame Objekte entstehen: kreisrund mit Spitzhüten oder geometrisch-modern. Es handelt sich um die Meisterstücke des Ofenbauers Uwe Seidl. Seit 1994 ist die Mühle die Wirkungsstätte seines gleichnamigen Betriebs.

Das Firmengebäude von Uwe Seidl bei Nacht unterm Sternenhimmel

In der oberösterreichischen Firmenzentrale von Uwe Seidl entstehen Meisterstücke des Ofenbaus.

Das Handwerk steckt ihm in den Genen.

Geprägt durch den Steinmetz- und Fliesenlegerbetrieb seines Vaters, wusste Seidl schon früh, dass er in dessen Fußstapfen treten möchte. Mit nur zwölf Jahren meldete er sich in der Landesfachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob an und erlangte nach seiner Berufsausbildung den Meistertitel. Mit zusätzlichen Schulungen im Bereich Persönlichkeit, Management und BWL war er schließlich gut gerüstet, seine eigene Firma zu gründen.

  • Geometrisch geformter Kamin in einem rustikalen Wohnzimmer
  • Eine Hand vermauert einen Ziegelstein
  • Nahaufnahme einer Hand, die Fliesen verfugt
  • Moderner Ofen inmitten eines Wohnzimmers

Faszination Ofenbau: Das Wissen weitergeben.

Es sind vor allem die Vielfalt und die kreativen Möglichkeiten, die Seidl bis heute am Ofenbau und an den dabei verwendeten Materialien faszinieren. Aus Überzeugung gibt der Handwerksmeister daher sein Wissen an die Lehrlinge weiter, die der Betrieb seit über 20 Jahren ausbildet. Doch bekanntlich droht der Fachkräftemangel sich auf nahezu alle Handwerksbereiche auszudehnen. Um auch in Zeiten des Umbruchs junge Nachwuchskräfte zu einer entsprechenden Ausbildung zu ermutigen, erinnert Seidl gerne an das Sprichwort: „Das Handwerk hat goldenen Boden.“

Ein Sprinter von Uwe Seidl, bedruckt mit dem Firmenlogo

Zuverlässiger Partner im Handwerkeralltag: der Sprinter von Uwe Seidl.

Qualität, auf die man bauen kann.

Das Ofenbauer-Team bezieht seine Materialien vorwiegend aus dem eigenen Land. Bei der Herstellung gilt für sie: „Wir bauen nur Dinge, die wir auch für uns selber bauen würden.“ Und Seidl hält Wort: Einmal begann ein Bauherr, mit ihm zu diskutieren, da er das Planungskonzept für seinen Ofen anzweifelte. Irgendwann wurde es dem Handwerker zu bunt, woraufhin er seinem Gegenüber eine Wette anbot: Sollte der fertige Ofen einen Riss bekommen, so würde er die gesamten Kosten an den Bauherrn zurückbezahlen. Hält der Ofen jedoch, was er verspricht, so solle er den doppelten Lohn für seine Arbeit erhalten. Schlussendlich traute sich der Kunde nicht, sich auf den Deal einzulassen. Er ließ Seidl den Ofen nach dessen Plan bauen und konnte sich in den über 20 Jahren bis heute noch über keinen Riss beklagen. Inzwischen sind Seidl und der Bauherr übrigens gute Freunde.

Uwe Seidl steht mit seinem Team vor der Mercedes-Benz Fahrzeugflotte

Für hervorragende Leistungen als Hafnermeister erhielten Uwe Seidl und sein Team den ersten Preis des Rotary-Innovationswettbewerbs.

Jeder Ofen ein Unikat – und der Sprinter stets eine Bank.

Zur Produktpalette zählen Öfen mit runden, geschwungenen Formen ebenso wie schlichte Designs, bei denen die lodernde Glut von schwarzem Marmor und Glas umgeben ist. Der aktuelle Trend gehe vor allem zu geradlinigen Modellen, erklärt uns Seidl. Grundsätzlich seien seine Öfen aber so unterschiedlich wie seine Kunden. So durfte er auch schon mal einen über sechs Meter hohen Ofen mit freitragender Glastreppe bauen, der an drei Halbetagen angeschlossen werden musste.

Bei der Produktion stehen dem Team mehrere Sprinter 316 und 516 zur Seite. „Es ist seit Jahren das einzige Fahrzeug, das unseren Anforderungen entspricht. Und glauben Sie mir, ich habe schon fast alle anderen ausprobiert“, so der erfahrene Handwerker.

Der Sprinter ist seit Jahren das einzige Fahrzeug, das unseren Anforderungen entspricht.

Mit dem Tablet in die Werkstatt.

Trotz seiner verhältnismäßig kleinen Größe nimmt der Betrieb Entwicklungen wie die Digitalisierung nicht auf die leichte Schulter. So hat Seidl nicht nur den gesamten administrativen Bereich digitalisiert, sondern auch seine Mitarbeiter mit Tablets ausgestattet, um ihnen uneingeschränkten Zugriff auf alle relevanten Daten zu ermöglichen.

Wir verlassen Uwe Seidls Werkstatt mit einer Reihe spannender Eindrücke. Die essenzielle Frage haben wir uns jedoch für den Schluss aufgehoben: Wie baut man überhaupt einen Ofen? Zusammen mit Uwe Seidl haben wir die groben Schritte für den Laien einmal zusammengefasst:

In fünf Schritten zum individuellen Ofen

  1. Klein anfangen: Zuerst wird in Absprache mit dem Kunden ein Modell im Maßstab 1:10 modelliert.
  2. Sockel setzen: Steht das Design, geht es an das Mauern des Sockels.
  3. Das Herz des Ofens: Anschließend wird der Feuerraum inklusive der Rauchgaszüge gemauert, die wiederum mit dem Kamin verbunden werden müssen.
  4. Kreativ werden: Es folgt die Außenhülle des Ofens, für deren Form der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.
  5. Finish: Verputzen des Ofens und Gestaltung der Oberfläche.

Minimalistischer Ofen, in dem ein Feuer brennt

Die Bandbreite der Kamine und Öfen reicht von modern bis traditionell.

Zwei Hände bedienen einen Tablet-PC

Auch das Handwerk wird digital.

Uwe Seidl hält bei einer Preisverleihung eine Auszeichnung in den Händen

Mit gutem Beispiel voran: Uwe Seidl bildet die nächste Generation von Ofenbauern aus.

Photos: Uwe Seidl, Jacqueline Macou, pexels.com, gettyimages.com

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Sprinter

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Mercedes-Benz Sprinter
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