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Mercedes-Benz Unimog – der Alleskönner.

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Der Unimog gilt als Legende unter den Allradfahrzeugen. Wir sind seinen Spuren von den Anfängen bis in die Gegenwart gefolgt.

Unimog – der Sportwagen unter den Lastentieren.

Es ist schon etwas paradox. Denkt man an einen Sportwagen, blitzen sofort Bilder langer, gerader Straßen auf. Die große Freiheit, begleitet vom Sound eines aufheulenden Motors. In der Realität hat die Freiheit ihre Grenze am Straßenrand erreicht. Wer unaufhaltsam frei sein möchte, sollte sich in einen Unimog setzen. Lasten, Steigungen, Matsch, Wasser und Felsbrocken sind für den Unimog und seinen Fahrer leichte Spielgefährten. Man könnte nun sicherlich die berechtigte Frage einwerfen, warum eine Van-Plattform über den Unimog schreibt. Aber ganz im Ernst: Wer kümmert sich denn schon um Kategorien? Der Unimog sicherlich nicht. Obwohl er als Traktor geboren ist und die Kraft eines Lkw in sich trägt, ist es die Vielseitigkeit eines Van, die den Dreiklang abrundet. Grund genug, dem außergewöhnlichen Arbeitshelden Tribut zu zollen.

Ein Unimog Typ S auf einem steilen Berghang einer Erprobungsstrecke.

Der Unimog Typ S war für Extremsituationen geschaffen und wurde zum Fahrzeug der Wahl für das Militär und den Einsatz in Krisengebieten.

Sie kennen die Mercedes-Benz Personenwagen. Aber kennen Sie diesen Traumwagen hier?

Vom Allzwecktraktor zum Universal-Motor-Gerät.

Die Geschichte des Unimog reicht 70 Jahre in die Vergangenheit und beginnt 1945. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ist Deutschland ein Agrarstaat. Der Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Albert Friedrich, Ingenieur für Flugmotoren der Daimler-Benz AG, sucht nach einer Möglichkeit, die schwere körperliche Arbeit etwas leichter und Lasttiere entbehrlich zu machen. Seine Idee ist so einfach wie genial. Ein Allzwecktraktor mit einer Spurweite von zwei Kartoffelbahnen. Das Prinzip dieses Gefährts findet sich auch in heutigen Unimogs: Vier gleich große Räder, Allradantrieb, Portalachsen, Leiterrahmen und Schraubenfedern sowie Differentialsperren an beiden Achsen gehören seit jeher zum Erfolgsrezept.

Mithilfe seiner Freunde Hans Zabel und Heinrich Rössler tüftelt Friedrich weiter an der Umsetzung seiner Skizzen. In der Firma Erhard & Söhne findet das Trio schließlich den ersten Partner. Eine merkwürdige Allianz, handelt es sich bei dem Unternehmen doch eigentlich um eine Schmuckmanufaktur und einen Türklinkenhersteller für exklusive Daimler-Fahrzeuge. Umso bemerkenswerter ist daher, dass schon Anfang 1946 der erste Prototyp des Unimog das Licht der Welt erblickt. 1948 beginnt schließlich die Serienproduktion.

Der Böhringer Unimog steht in einer ländlichen Umgebung.

Ohne Stern, dafür mit Ochsenkopf. Der 25 PS starke Böhringer Unimog mit Daimler-Motoren.

Vom Ochsenkopf zum Mercedes Stern.

Vier Jahre später, 1949, verlangt der Unimog nach mehr. Die Kapazitätsgrenze von Erhard & Söhne ist endgültig erreicht und die Produktion des Unimog verlagert sich zu Boehringer nach Göppingen. Der Zulieferer der Daimler-Benz AG produziert den Unimog bis zum Herbst 1950 bereits mit Motoren von Daimler, ehe auch hier der finanzielle Rahmen zu platzen droht. Damit kommt der Unimog endgültig zu Hause an und zieht in das Lkw-Werk von Daimler-Benz nach Gaggenau. So ganz wie ein Mercedes-Benz sieht der Unimog da aber noch nicht aus. Seine Front ziert das von Hans Zabel entworfene Ochsen-Icon mit Hörnern in U-Form. Ein Dach fehlt ebenfalls, lediglich ein Klappverdeck schützt die Insassen. 1953 ändert sich das und der Unimog wird endgültig zu einem Mercedes-Benz Fahrzeug. Neben dem Stern am Kühlergrill bekommt der Unimog ein geschlossenes Fahrerhaus von Westfalia spendiert, welches das Design aller kommenden Unimog-Generationen bis heute prägt.

Ein Unimog U 401 auf einem Feldweg.

Der Unimog U 401 mit geschlossenem Fahrerhaus und „Froschaugen“.

Dauerbrenner mit Modellvielfalt.

In den Folgejahren gewinnt der Unimog rasch an Popularität und wird zu einem der wichtigsten Nutzfahrzeuge der jungen Bundesrepublik. Ab 1955 erlebt er eine weitere Hochzeit mit der Gründung der Bundeswehr. 1960 erobert der Unimog als kraftvolles Zweiwege-Fahrzeug sogar die Schiene. Bis heute wurden rund 400.000 Exemplare in 30 Baureihen verkauft. Jede einzelne Baureihe durchzugehen, wäre ein aufwändiges Unterfangen und die Nomenklatur der Baureihen und Modelle ist ziemlich verwirrend. Für alle, die keine Zeit haben, ins Unimog-Museum nach Gaggenau zu fahren, haben wir eine kleine Bestenliste mit den prägendsten Unimog-Modellen in der Infobox zusammengestellt.

Die Geschichte des Unimog.

Die Geschichte des Unimog

Unimog (1949 – 1951)

Der erste Unimog in Serie von Boehringer darf hier natürlich nicht fehlen. Mit 25 PS und dem Ochsen auf der Motorhaube ist er sozusagen der Ur-Unimog.

Unimog U 401 & U 402 (1953 – 1957)

Dem ersten Unimog mit Mercedes-Stern auf dem Kühlergrill sieht man die Ähnlichkeit zu heutigen Modellen schon deutlich an. Er war auch der erste Unimog mit Fahrerhaus aus Stahl. Aufgrund seines Scheinwerferdesigns hatte er den Spitznamen Froschauge inne.

Unimog U 404 Typ S (1955 – 1975)

Der erste hochgeländegängige Benziner-Unimog machte den Ackerschlepper auch für das Militär interessant. Die Bundeswehr und ausländische Armeen zählten zu den größten Kunden. Hier diente er unter anderem als Panzerattrappe. Er gehört zur meistgebauten Unimog-Reihe aller Zeiten. 1975 wurde er als Verkaufsschlager vom U 435 abgelöst. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sanken die Absatzzahlen des Unimog jedoch stark.

ATF Dingo (ab 1990)

Streng genommen handelt es sich hier nicht um einen Unimog. Dennoch setzen die gepanzerten Allschutz-Transportfahrzeuge der Bundeswehr bis heute auf das robuste Fahrgestell des Unimog und zeigen, wie einzigartig und gefragt die Basis des Unimog ist.

Unimog U 300 & U 3000 (ab 2002)

Diese beiden Modelle stehen stellvertretend für das neue Zeitalter der Unimog-Produktion. 2002 wird die Produktion nach Wörth am Rhein verlegt. Fortan werden die Baureihen in Geräteträger (U 300 etc.) und hochgeländegängige Unimogs (U 3000 etc.) aufgeteilt. Optimierte Produktionsabläufe erzeugen bis heute die Unimogs, wie wir sie kennen.

Fold in
Fold out
Ein Unimog fährt durch ein flaches Gewässer in einem Wald.

Mit dem Unimog braucht man nicht lange im Trüben fischen. Die Baureihe 437.4 wurde auf der IAA 2002 vorgestellt und umfasst die hochgeländegängigen Modelle U 3000, U 4000 und U 5000.

Eine Erfolgsgeschichte à la Hollywood.

Ein weiterer genialer Aspekt des Unimog-Konzepts sind die drei Nebenabtriebe (auch Zapfwellen genannt). Sowohl vorne, in der Mitte als auch hinten konnten an den Zapfwellen weitere Gerätschaften, wie Mähbalken und Pumpen, betrieben werden. Dieses System und die hohe Nutzlast des Unimog machen ihn zu einem Multitalent. Die Bildergalerie zeigt, wie vielfältig und unterschiedlich die Einsatzgebiete des Unimog sind.

Bis heute nimmt das Universal-Motor-Gerät einen ganz besonderen Platz im Unternehmen Mercedes-Benz ein. Mit großer Begeisterung wird der Klassiker seit 2002 im Werk bei Wörth am Rhein fast ausschließlich von Hand zusammengebaut. Ans Band dürfen nur ausgewiesene Unimog-Spezialisten, denn das robuste Gerüst braucht besondere Zuwendung. Die Zusammenarbeit mit unzähligen Aufbau- und Geräteherstellern führt Mercedes-Benz in guter Tradition fort und „verleiht“ den Unimog-Rahmen an Spezialisten aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen.

Ein Unimog mit zwei Mäharmen fährt an einer Straße entlang.

Wie eine riesige Spinne mäht das Unimog Spezialfahrzeug das Autobahngrün im Handumdrehen und umschifft dabei die Leitpfosten automatisch.

Ein Unimog hängt an einer Seilbahn.

Ein U 25 der Baufirma STUAG wird mittels Seilbahn in die Hochalpen gebracht. In Skigebieten ist die Gondelbahn ein beliebtes Mittel, um Unimog-Müllautos an ihren Einsatzort zu befördern.

Der Funmog steht vor einem Opernhaus.

Mit dem Unimog in die Oper? Wir haben es ja gesagt, der kann einfach alles. Der sogenannte Funmog von 1994 war eine Konzeptstudie, die den Unimog als Freizeitmobil dachte.

Der Unimog Black Edition auf der Straße.

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Der Unimog Black Edition von Brabus zeigt den Unimog als Luxusgefährt, Lederausstattung inklusive.

Ein Unimog im Gebirge an einer Hochstromleitung.

Beim Unimog sind hochspezielle Fahrzeugvarianten möglich. Beispielsweise eine Hebebühne für die Arbeit an Hochspannungsleitungen im Gebirge.

Ein geländegängiger Unimog am Filmset von „Jurassic World“.

Am Filmset des Blockbusters „Jurassic World“ stahl der Unimog den entfesselten Urzeitviechern glatt die Show.

Der neue Unimog.

Die Zielgruppe des Unimog ist im Laufe der Jahrzehnte unbestritten kleiner geworden. Höhere Anschaffungskosten und die Notwendigkeit eines Lkw-Führerscheins mögen Gründe dafür sein. Dennoch lohnt sich der Unimog als langlebige Investition in die Zukunft. 2013 wurde er komplett überarbeitet und erstrahlt seitdem in neuem Glanz. Dank der effizienten Motorengeneration mit Abgasnachbehandlung ist der Unimog im Vergleich zu den meisten Traktoren eine saubere Lösung und erfüllt die Abgasnorm Euro VI. Den Unimog gibt es in zwei Varianten: als Geräteträger und als Hochgeländegänger.

Seitliche Aufnahme eines U 423.

Der U 423 vereint einige der Offroad-Eigenschaften der Hochgeländegänger mit der Flexibilität und Zugkraft der Geräteträger.

Der Unimog U 218 steht auf einer Teststrecke.

Der U 218 Geräteträger ist besonders wendig und kompakt, dank kleiner Bereifung und kleinem Wendekreis.

Innenaufnahme des Cockpits des Unimog Geräteträgers.

Das Lenkrad lässt sich mitsamt der Pedalerie auf die gegenüberliegende Seite des Fahrerhauses verschieben.

Der Unimog Geräteträger.

Der Geräteträger ist besonders vielfältig. Bis zu 1.000 Anwendungen sind mit ihm möglich. Das große Freisichtfahrerhaus mit komfortabel gestaltetem Innenleben hebt den Unimog von seinen Vorgängern ab. Neben den Unimog-typischen Anschlussmöglichkeiten und Allrad-Vorteilen verfügt der Geräteträger über ein Kamerasystem in der Front. Das erleichtert das Arbeiten mit externen Geräten erheblich. Für viele Modelle wie den U 218 sind kleinere Bereifungen möglich, der U 423 kommt diesbezüglich abenteuerlicher daher. Zudem sind die Unimogs auch mit kleinen Radständen ab 2.800 Millimeter erhältlich. Der Vorteil: ein kleinerer Wendekreis. Die Variabilität des Unimog wird mit einem verschiebbaren Lenkrad auf die Spitze getrieben. Mit wenigen Handgriffen kann das Lenkrad samt Pedalerie auf die gegenüberliegende Seite verschoben werden. In erster Linie ist der Geräteträger aber ein enormes Kraftpaket. Seine durchzugsstarken Motoren leisten bis zu 220 kW/299 PS. Auf der Straße schafft der Unimog 90 km/h. Auf der Schiene, als Zweiwege-Fahrzeug der Firma ZAGRO, kann er sogar unfassbare 1.000 Tonnen Anhängelast bewegen.

Die Reifendruckregelanlage des Unimog im Einsatz.

Mit der Reifendruckregelanlage lässt sich der Druck auf den Boden breiter verteilen. Das kann in der Landwirtschaft von Vorteil sein, da der Boden weniger tief zusammengedrückt wird.

Der hochgeländegängige Unimog.

Der Bergsteiger lässt jeden Lkw und Geländewagen alt aussehen. Dank der typischen Portalachsen hat der Unimog eine Bodenfreiheit von einem halben Meter. Auch vor einem Ausflug ins Wasser scheut er nicht zurück mit einer Wattiefe von 1,20 Meter. Sein Klettertalent stellt er dank großer Federwege mit Achsverschränkungen von bis zu 30 Grad und einer Steigfähigkeit bis zu 110 Prozent (circa 45 Grad) unter Beweis. Dank kurzer Rahmenüberhänge sind große Böschungswinkel von maximal 50 Grad (je nach Ausstattung) kein Hindernis.

Bei seinem letzten Update wurde dem Geländegänger nicht nur eine optionale Doppelkabine, sondern auch ein leicht modifiziertes Motor-Layout verpasst. Durch die Positionierung etwas weiter vorne wird der Schwerpunkt des Fahrzeugs tiefergesetzt, was ihm einen weiteren Vorteil bei vollbeladenen Offroad-Fahrten verschafft. Den Unimog gibt es in zwei Varianten, U 4023 und U 5023. Die beiden Modelle unterscheiden sich primär hinsichtlich der Rahmen- und Achsausführung. De facto bedeutet das eine um viereinhalb Tonnen erhöhte Nutzlast für den U 5023 auf 14,5 Tonnen.

Der Unimog an einer Steigung auf einer Teststrecke.

Steigungen bis zu 110 Prozent (etwas mehr als 45 Grad) sind für den Unimog möglich.

Der hochgeländegängige Unimog durchfährt einen Wassergraben.

Mit allen Wassern gewaschen. Wattiefen bis zu 1,20 Meter durchfährt der Unimog mühelos. Bei solch einer Tiefe würde ein Mercedes-AMG GT beinahe ganz im Wasser verschwinden.

Der Unimog auf einer Verschränkung einer Teststrecke.

Der verschweißte Rahmen des Unimog hält Verwindungen bis zu einem halben Meter Stand.

Noch lange nicht am Ende.

Wir könnten jetzt ewig so weitermachen. Allein schon in einem Unimog zu sitzen, während er sich über einen Offroad-Parcours wälzt, macht riesigen Spaß. Der Unimog übt in jeder Situation eine große Faszination aus. Wahrscheinlich liegt es daran, dass mit diesem Fahrzeug tatsächlich nichts unmöglich erscheint. Die Geschichte des Unimog ist genauso aufregend wie seine Gegenwart, denn die Ausnahmetalente sind langlebige Dauerbrenner und auch die ältesten unter ihnen machen heute noch die Straßen und Geröllpisten unsicher. Welcher Sportwagen kann das schon von sich behaupten?

Technische Daten – Geräteträger und hochgeländegängiger Unimog im Vergleich.

Geräteträger

Motor

Vierzylinder in Reihe stehend

Leistung (kW/PS)

115/156 – 220/299

Getriebe

Permanenter Allradantrieb

Höchstgeschwindigkeit

89 km/h

Böschungswinkel

25° – 35° (vorne)

Radstand

2.800 – 3.900 mm

Zulässiges Gesamtgewicht

10 t – 16,5 t

Wendekreis

12,6 – 16,9 m

Fold in
Fold out

Hochgeländegängiger Unimog

Motor

Vierzylinder in Reihe stehend

Leistung (kW/PS)

170/231

Getriebe

Zuschaltbarer Allradantrieb

Höchstgeschwindigkeit

89 km/h

Böschungswinkel

42°/46° – 46°/50° (vorne/hinten)

Radstand

3.850 mm

Zulässiges Gesamtgewicht

10,3 t – 15 t

Wendekreis

16,3 m

Fold in
Fold out

Fotos: Mercedes Benz

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