Sieben Handwerke, die immer noch bedeutsam sind.

Ein Mann erhitzt eine Glasröhre

MYVAN taucht in die Welt von sieben Handwerksbetrieben ein und begleitet die Herstellung von individuell gefertigten Produkten.

Die Leidenschaft fürs traditionelle Handwerk.

Im Laufe der Zeit wurde die klassische Handwerkskunst größtenteils durch computergesteuerte Produktionsverfahren abgelöst – frei nach dem Motto „Masse statt Klasse“. Doch auch in Zeiten von Massenproduktion und Fließbandarbeit bewähren sich einzelne Handwerksbetriebe, die qualitativ hochwertige Einzelstücke kreieren. Die Freude am Handwerk erkennt man meist an der Liebe zum Detail. Mit einer persönlichen Handschrift versehen, wird jedes so gefertigte Produkt zu einem Unikat. Sägen, Schleifen, Feilen, Schneiden, Nähen und Malen sind nur einige Beispiele der vielfältigen Tätigkeiten der sieben Handwerker, die MYVAN bei ihrer Arbeit begleitet hat. Die einzelnen Charaktere und Arbeitsschritte könnten unterschiedlicher nicht sein, jedoch haben alle eins gemein: ihre Leidenschaft für das klassische Handwerk.

  • Ein Mann verarbeitet an einer Nähmaschine ein Stück Leder
  • Ein junger Mann bearbeitet ein Stück Holz
  • Ein Mann feilt an einem Brillengestell
  • Ein Mann arbeitet an einer roten Neonröhre

Den alten Traditionen treu bleiben.

Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, sind für unsere Handwerker auch heute noch von großer Bedeutung. Beispielsweise reichen die Wurzeln der Whisky-Herstellung mehrere Jahrhunderte zurück. Die einzelnen Produktionsverfahren des Genussmittels unterscheiden sich enorm, wobei sich langjährige Traditionen bewährt haben. Schon als Kind war es der Traum von Jim McEwan, einmal in die Fußstapfen seiner Vorfahren zu treten und später in einer Brauerei zu arbeiten. Der heutige Brennmeister ist auf der schottischen Insel Islay, die für ihren legendären Whisky bekannt ist, aufgewachsen. Als er 2001 eine alte und verwüstete Destillerie auffand, spürte er volles Leben in den alten Gemäuern und sah großes Potenzial. Nach dem Wiederaufbau startete die Produktion des „Lebenselixiers“ Schottlands, welches nun zu einem der besten Whiskys weltweit zählt. Jim ist eine Whisky-Legende und widmete mehr als 50 Jahre der Whisky-Herstellung. Stolz erzählt er: „Das ist nicht bloß ein Drink. Das ist das Blut von Islay, das ist das Blut von Schottland! Es ist so viel mehr als bloß ein Drink!“

Eine Hand hält ein mit Whisky gefülltes Glas hoch

Durch regelmäßiges Riechen und Abschmecken entscheidet Jim McEwan, wann ein Whisky seinen vollendeten Geschmack erreicht hat.

Die Liebe zum Material.

Die Handwerker und Künstler sind bei der Verarbeitung natürlicher Werkstoffe mit Herz und Seele dabei. Im Gegensatz zu industriell hergestellten Produkten, widmen sie sich der liebevollen Handarbeit auf Basis hochwertiger Rohstoffe. Der Ledermacher Garvan de Bruir ist überzeugt von den vielseitigen Eigenschaften des zeitlosen Materials, welches zu den ältesten Werkstoffen der Welt zählt. Gegerbte Tierhaut ist atmungsaktiv, langlebig und aufgrund der natürlichen Flexibilität passt es sich den Bewegungen des Körpers sehr gut an. Der Ire schwärmt: „Leder ist natürlich, nachhaltig und hat alle Eigenschaften, die wir für unsere Produkte benötigen.“ Auch Schreiner, Designer und Architekt Ted Jefferis setzt auf hochwertiges Material für seine prämierten Meisterstücke. Er arbeitet ausschließlich mit britischem Hartholz und entwirft ästhetische, funktionale und nachhaltige Möbelstücke. „Holz ist mein liebster Werkstoff. Alles, was ich mache, beginnt mit einem Stück Holz und meinen Händen“, sagt Ted.

Ein Mann schleift ein Stück Leder

Mit speziellen Techniken verleiht Garvan de Bruir dem robusten Leder den letzten Feinschliff.

Eine Hand umfasst eine Ledertasche

Der Kunsthandwerker setzt mit geübter Hand die letzten Nadelstiche, um die langlebige Ledertasche fertigzustellen.

Zwei Holzstücke und mehrere Hobel liegen auf einem Holztisch

Inspiriert von der Architektur, entwirft Ted Jefferis Möbel aus eher untypischen Formen und erfreut sich daran, Gewohnheiten zu brechen.

Ein Mann führt einen Bleistift entlang einer Holzschablone

Präzision steht bei der Herstellung eines Möbelstücks an erster Stelle.

Inspirationsfindung auf unterschiedliche Art und Weise.

Um einzigartige Produkte herstellen zu können, braucht es Kreativität und Ideenreichtum. Doch jeder Mensch hat andere Herangehensweisen, um Inspiration zu finden. Der britische Möbeldesigner Ted Jefferis greift dazu gerne auf die Natur zurück und lässt sich von seiner gewohnten Umgebung inspirieren. „Ich war schon immer von Holz und Bäumen umgeben“, sagt Ted. „Ich bin in einem Holzhaus aufgewachsen, das mitten im Wald steht. Ich brauche das.“ Seine Werkstatt liegt ebenfalls inmitten eines Waldes, wo er die Einsamkeit und Stille sehr genießt und für seine Ideenfindung nutzt. Statt von Ruhe und Einsamkeit lässt sich Neonkünstler Andy Doig von der Farbenpracht der Neonlichter verzaubern und anregen. „Sie verwandeln die triste Dunkelheit in ein lebenslustiges Schauspiel aus Lichtern, Linien und Farben. Es ist, als liefe man direkt in eine Fantasiewelt hinein“, schwärmt er.

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2:40

Ein fließender Übergang vom klassischen Handwerk zur Kunst.

Lassen sich traditionelles Handwerk und Kunst eindeutig voneinander trennen? Oder sollte man eher von Kunsthandwerk sprechen? Die sieben Spezialisten verdeutlichen, dass klassische Handwerkstätigkeiten mit kunstvollen Interpretationen und Ausführungen einhergehen. Der Spanier Hugo Jose Maria Corral – bekannt unter dem Künstlernamen „Brusco“ – bezeichnet sich selbst als Kunsthandwerker. Er bemalt Schilder, Kleidung und verschiedene Objekte in seinem eigenen provokativen und humorvollen Stil. Eines seiner Meisterwerke ist ein zum Food Truck umgebauter Mercedes-Benz 406 D. Mit einer ausgefallenen Farbkombination und einer besonderen Typografie schaffte er es, indisches Flair aufzugreifen und den Van auf Barcelonas Straßen in neuem Design leuchten zu lassen. Auch der Whisky-Destillateur Jim betont, dass sein Handwerk eine eigene Kunstform ist, die nur wenige Menschen beherrschen. Die Schwierigkeit liege darin, zu entscheiden, wann ein Whisky seinen vollendeten und einzigartigen Geschmack erreicht hat.

Die Kunst, aus der Masse herauszustechen.

Tätowierte Mitarbeiter, lautstarker Rock ’n’ Roll und 50er-Jahre-Stil – mit seinem Friseursalon für Männer und einem Angebot von nur sechs verschiedenen Haarschnitten setzt der Niederländer Robert Rietveld ein Statement. Doch das eher ungewöhnliche Konzept ging auf – nach nur zwei Wochen lag die Wartezeit für einen Haarschnitt schon bei fünf Stunden. Der Barbier betont, dass es in seinem Laden nicht um Trends gehe, sondern um Stil. Robert hat mit seiner Geschäftsidee eine Marktnische gefunden, die schnell viele Interessenten anlockte. Dabei orientiert er sich nicht so sehr an Kundenwünschen als vielmehr daran, was er und sein Team für gut befinden. Generell bedarf es Mut und Stärke, um neue, originelle Konzepte und Ideen erfolgreich umzusetzen und somit aus der Masse herauszustechen. Und das zahlt sich aus – wie unsere sieben Handwerker beweisen.

Der Barbier hält einen Spiegel hinter dem Kopf des Kunden hoch

Der Barbier Robert Rietveld präsentiert seinem Kunden den neuen Haarschnitt.

Misserfolge sind Teil des Prozesses.

Um ein Handwerk vollkommen beherrschen zu können, bedarf es der Übung. Viel Übung. Verschiedene Techniken und Herangehensweisen müssen erst einmal erlernt und sicher gemeistert werden, bevor es ans Experimentieren und Individualisieren geht. Der französische Brillenmacher Jérôme Aupin hat sich das Verständnis für verschiedene Materialien und deren Verarbeitung in jahrelanger Ausbildung angeeignet. Nun entwirft er originelle und einzigartige Brillengestelle aus Büffelhorn, Acetat, Metall oder massivem Gold. Bei seiner Arbeit stellt er sich gerne neuen Herausforderungen und experimentiert mit innovativen Techniken, Materialien und Designs. Seine Handarbeit erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl und höchste Konzentration. Dabei muss er auch einige Fehler in Kauf nehmen und teilweise wieder ganz von vorne beginnen. Doch das macht den Job so interessant und spannend: „Es ist ein Job, bei dem ich jeden Tag dazulerne“, sagt der Handwerksmeister begeistert.

Ein Mann bearbeitet den Metallrahmen des Brillengestells

Mit dem letzten Feinschliff bringt der Brillendesigner Jérôme Aupin den goldenen Rahmen zum Glänzen.

Ein Mann malt mit einem Pinsel einen Schriftzug auf eine Holzplatte

Mit ruhiger Pinselführung vervollständigt Brusco den MYVAN-Schriftzug.

Ein Mann erhitzt eine rote Glasröhre

Der Neonkünstler Andy Doig arbeitet hochkonzentriert an einem neuen Meisterwerk.

Fotos: Nadine Laux, Brusco Artworks & Damaris Riedinger, Matthias Sastedt

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