Möbelstücke mit Charakter und mit Service aus dem Vito – die Schreinerei Zwinz.

Der Vito mit dem Zwinz-Schriftzug fährt durch eine grüne Landschaft

In der Schreinerei Zwinz in Stuttgart werden noch „echte“ Möbelstücke hergestellt. MYVAN hat den modernen Handwerksbetrieb für einen Tag besucht.

Das Bohnenviertel in Stuttgart – ein Ort mit Tradition.

Verwinkelt, geheimnisvoll, urig – so lässt sich das Bohnenviertel beschreiben. Der älteste Stadtteil Stuttgarts ist bekannt für seine alten Fachwerkhäuser, für Straßenfeste und Kunstateliers. Vor allem aber für eines: echtes Traditionshandwerk. Neben Schlossern und Goldschmieden befindet sich hier die Schreinerei Zwinz, die seit 1992 unter der Leitung von Rudolf Zwinz anspruchsvolle Möbelstücke und Raumkonzepte gestaltet. Wir haben dem kleinen Betrieb in der Weberstraße einen Besuch abgestattet und Erstaunliches über Holz und den Schreinereialltag gelernt.

Aufeinanderliegende Meterstäbe mit Zwinz-Schriftzug

Zwinz ist in der Region ein Qualitätssiegel für Möbel und Raumkonzepte.

Das Holzhandwerk ist direkt.

Aus dem Bauch heraus und ohne langes Überlegen entschied sich der gebürtige Stuttgarter damals für die Ausbildung zum Schreiner. Anschließend folgten der Meistertitel und ein längerer Auslandsaufenthalt in Indien. „In Indien können die Handwerker, ohne Werkbänke oder teure Maschinen und nur mit einem Stück Holz auf dem Boden sitzend, Großartiges vollbringen“, berichtet uns Rudolf Zwinz, während er mit Freude auf diese Zeit zurückblickt. Denn es ist gerade diese Nähe zum Holz und die direkte Art und Weise, wie man dieses bearbeiten kann, was den Schreinermeister bis heute an dem Material fasziniert.

Rudolf Zwinz befindet sich in einem Arbeitszimmer und blickt freundlich in die Kamera

Rudolf Zwinz ist Gründer und Geschäftsführer der Schreinerei.

Die Geschichte des Holzes – ein kleiner Exkurs.

Tatsächlich hat der Werkstoff Holz eine weit zurückreichende und überaus bedeutsame Vergangenheit, wie uns Rudolf Zwinz bewusst macht. Begriffe unseres alltäglichen Sprachgebrauchs wie etwa „Nachhaltigkeit” würden dem Forst- und Holzgewerbe entstammen. Über Jahrtausende hinweg diente Holz dazu, Kochstellen anzuheizen und Wärme zu spenden. Denkt man an das Handwerk, so bestand beispielsweise auch der erste Webstuhl aus Holz. Sogar die ersten motorisierten Kutschen von Daimler waren aus diesem Werkstoff gefertigt. Und nicht einmal der Kölner Dom würde existieren, hätte man damals keine Holzkräne und -gerüste gehabt. Bis heute hat dieser nachwachsende Rohstoff einen der geringsten Energiebedarfe in der Verarbeitung und ist trotzdem vielfältig einsetzbar und zudem langlebig. „Angenommen, jemand würde den Werkstoff Holz erst heute entdecken, so würde er den Nobelpreis dafür gewinnen“, führt uns Zwinz plakativ vor Augen.

  • Ein Schreinergeselle greift nach einem raumhohen Holzbrett in einer Ablage
  • Zwei Hände legen einen Meterstab an ein Holzbrett an
  • Ausschnitt der Treppe hoch in das Büro der Schreinerei
  • Arthur schneidet ein Holzbrett zu

Vom Unechten zum Echten.

Heutzutage würden häufig unnatürliche Werkstoffe wie Stahlbeton oder Kunststoffe verwendet und auch im Holz stecke nach dessen industrieller Verarbeitung nicht mehr viel vom Ursprünglichen. „Wir machen komische Dinge, wie Holz zu häckseln und es chemisch wieder zusammenzukleben, sodass es nicht mehr recycelt werden kann“, gibt Zwinz zu bedenken. Das „echte Holz“ werde beispielsweise bei Dekors nur noch imitiert. Für den Schreinermeister erscheint es daher plausibel, dass sich die Kunden bei all dem auf das Ursprüngliche zurückbesinnen möchten und Vintage als Design-Trend plötzlich wieder ganz hoch im Kurs steht. „Echt“ zu sein und „echte“ Produkte herzustellen, gehört daher zu seiner Philosophie, was mit dem Firmenmotto „Echt Zwinz“ ausgedrückt wird.

Der Geselle Adrian zieht eine Schublade mit Werkzeugen aus dem Heck des Vito

Im Vito wurden praktische Schubladensysteme verbaut.

Enge Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Und wie muss man sich den Ablauf eines Projekts vorstellen? „Erfahrungsgemäß ist es am besten, wenn uns der Kunde für ein erstes Gespräch in der Werkstatt besucht“, erklärt uns Lutz Bremer, der für die Planung und Koordinierung von Projekten zuständig ist. Hat man ein paar Fotos oder sogar einen Grundriss im Gepäck, so kann das insgesamt elfköpfige Schreinereiteam schon früh einen Entwurf erstellen und einschätzen, was möglich ist und was nicht. „Der schönste Moment im Laufe eines solchen Prozesses ist immer, wenn aus einer losen Anfrage eine spannende Zusammenarbeit wird“, berichtet Bremer. Und hierbei gleicht kein Projekt dem anderen. Einmal wünschte sich ein Kunde ein Möbelstück aus einem Zwetschgenbaum, den dessen Großmutter einst im Garten gepflanzt hatte. Für ein anderes Projekt reiste das Team bis nach Nizza, um dort ein Ferienhaus einzurichten.

Angenommen, jemand würde den Werkstoff Holz erst heute entdecken, so würde er den Nobelpreis dafür gewinnen.

Handwerker-Etikette statt Klischees.

Doch was macht einen guten Handwerker wirklich aus? Für Bremer sind es neben der fachlichen Kompetenz die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Dazu gehört für ihn, pünktlich beim Kunden zu erscheinen, saubere Schuhe zu tragen, nett zu grüßen und sich beim Pinkeln hinzusetzen, wie er uns mit einem Schmunzeln erzählt. Damit möchte er zahlreichen Handwerker-Klischees entgegenwirken, die seiner Meinung nach leider immer noch in den Köpfen vieler Kunden existieren. Und wenn bei der Arbeit doch mal etwas schiefgeht? „Fehler können immer mal passieren. Wichtig ist hierbei, dass man dem Kunden ehrlich mitteilt, warum etwas nicht geklappt hat, anstatt eine Ausrede zu erfinden“, so Bremer. „Denn schlussendlich geht es doch ‚nur‘ um Holz und nicht etwa um Leben oder Tod.“

Schreiner Lutz Bremer steht in der Werkstatt

Schreiner Lutz Bremer hat über die Projekte stets den Überblick.

Aus Sicht eines Kletterers.

Ein hohes Risiko ging Rudolf Zwinz ein, als er um die 2000er-Wende eine andere Schreinerei mit 20 Mitarbeitern übernehmen wollte. Die geplatzte Dotcom-Blase hatte einen allgemeinen Konsumrückgang bewirkt, der sich nicht zuletzt auch auf die Möbelindustrie auswirkte. „Derartige unternehmerische Entscheidungen können schnell existenzielle Folgen nach sich ziehen“, macht Zwinz deutlich. In seiner Freizeit war der Schreinermeister über viele Jahre hinweg ein ambitionierter Kletterer. Für sein Handeln als Unternehmer konnte er hieraus eine wichtige Lektion ziehen: „Es ist immer besser, nach dem Motto ‚Steigen, sichern, steigen, sichern‘ vorzugehen, als mit dem Fahrstuhl hochzufahren. Über die eigene maximale Fallhöhe sollte man sich immer im Klaren sein und die beträgt auf diese Weise dann nur einen Meter.“

Blick in einen Teil der Werkstatt

Manchmal ist dieser Teil der Werkstatt von einem schwarzen Vorhang verhüllt, da er als Theaterbühne dient.

Handwerk meets Kultur.

Es seien die Selbstbestimmtheit und die gestalterische Freiheit, die Rudolf Zwinz am Schreinerdasein über all die Jahre am meisten schätze. Und bei wem nun das Interesse an der Schreinerei Zwinz oder an diesem Berufsfeld allgemein geweckt wurde, der kann am alljährlichen Bohnenviertelfest dort auf einen Drink an der Bar vorbeikommen. Oder man schaut sich ein Theaterstück an, das ebenfalls in der Werkstatt aufgeführt wird!

Adrian zieht eine Staukiste aus dem Heck des Vito

An den Seitenwänden des Vito befinden sich weitere Stauraumsysteme.

Der Vito parkt in einem modernen Wohngebiet

Der Vito unterstützt das Team täglich bei seiner Arbeit.

Verschiedene Kleberollen hängen innen an der Seitenwand des Vito

Im Vito haben alle Arbeitsmaterialien ihren Platz.

Blick auf das Lenkrad und den Schalthebel des Vito

Hinterm Lenkrad des Vito geht es zu den Kundenprojekten.

Die gezeigten Umbauten wurden von unabhängigen Drittanbietern vorgenommen. Die Anbieter und Umbauten wurden nicht durch Mercedes-Benz überprüft. Die Abbildungen stellen insofern keine Bewertung des Anbieters und/oder der Umbauten durch Mercedes-Benz dar.

Photos: Dennis Blass, Lennart Voß

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