Nuno Pimenta – Kunst an der Schnittstelle zur Architektur.

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Der Künstler und Architekt Nuno Pimenta hat sich in seiner Heimatstadt Porto auf temporäre Architektur, Installationen und Kunst im öffentlichen Raum spezialisiert.

Kunst und Architektur: Zwei Disziplinen, ein gemeinsamer Nenner.

Nuno Pimenta steht am Arbeitstisch seines Ateliers und zieht konzentriert ein paar Schrauben an einer Leuchtstoffröhren-Konstruktion nach. Kunst und Architektur gehen bei seiner Arbeit Hand in Hand. Dass er das Zusammenspiel beider Disziplinen derart perfektioniert hat, ist dabei kein Zufall, sondern gelerntes Handwerk. Das Thema Konstruktion übte schon seit jeher eine gewisse Anziehungskraft auf ihn aus. Demnach lag es nahe, dass der gebürtige Portugiese schließlich die Architekturlaufbahn einschlug. Bald erkannte er jedoch, dass er die dort erlernte Methodik des Entwerfens auch für kreativere Projekte zweckentfremden konnte. Losgelöst von klassischer Architektur, fand er so einen Zugang zur zeitgenössischen Kunst. Das anschließende Kunststudium ermöglicht es dem Architekten, die Analyse gesellschaftlicher und politischer Themen in seine Arbeit einfließen zu lassen. „Die Verknüpfung von Kunst und Architektur ist gerade schwer im Kommen“, erläutert Pimenta. In seinen interdisziplinären Werken verknüpft er seine beiden Passionen gekonnt miteinander. Die Frage, die er sich beim Erstellen seiner Werke immer wieder stellt: „Wie kann man alltägliche Elemente in etwas Bedeutungsvolles verwandeln?“

  • Einkaufswagen sind rund um eine Stahlkonstruktion befestigt und ein paar Leute sitzen darin oder schieben sie an
  • Im Zentrum eines Raums befindet sich eine rechteckige Konstruktion, in deren Mitte ein Megafon befestigt ist
  • Zwei Personen stehen auf einer Holzkonstruktion am Meer
  • Goldfarbenes Miniatur-Haus, welches auf einem Gerüst in den Himmel ragt

Temporäre Kunst, die im Gedächtnis bleibt.

Der Architekt arbeitet in der Regel mit konventionellen Konstruktionsmethoden und -materialien. Dabei interessiere ihn vor allem der temporäre Ansatz. Das Ziel sei nicht, dass ein Kunstwerk lange physisch bestehen bleibt, sondern dass das Gefühl, das dieses bei den Betrachtern auslöst, fortdauert. Sein Interesse am Konstruieren wurde schon im Kindesalter geweckt: Von seinem Vater bekam er einst einen dieser Bastelbögen aus Pappe geschenkt, aus denen sich durch Ausschneiden, Falten und Zusammenkleben ein Modell – in seinem Fall eine Tankstelle – entwerfen ließ. Pimentas Arbeit knüpft noch heute an diese Herangehensweise an. So entwickelt er stets einen Bausatz mit unterschiedlichen Teilen, die zusammengefügt das komplette Kunstwerk ergeben. Ein wichtiger Part seines Schaffens sei es, die Einzelteile zu ihrem finalen Standort zu transportieren und sie vor Ort zusammenzubauen, schildert er.

Der Mercedes-Benz Vito Sport wird durch das Zentrum von Porto gefahren

Mit dem Vito Sport bringt Nuno Pimenta seine Kunstwerke zu ihrem Ausstellungsort.

Public Art – oder auch „Kunst für alle“.

Begründet durch seinen architektonischen Background, verortet Pimenta seine Arbeiten für gewöhnlich im öffentlichen Raum. „Kunst sollte öffentlich sein, damit sie für jeden zugänglich ist“, führt der Künstler aus. Und fügt mit leuchtenden Augen hinzu: „Es ist ein großartiges Gefühl zu sehen, wie der kreative Prozess nicht mehr nur in meiner Vorstellung existiert, sondern für die gesamte Stadt lebendig wird.“ Dies ist auch der Ansatz zeitgenössischer Museen. Diese expandieren ebenso in der Stadt, um ihre Kunst einem breiteren Publikum zu präsentieren und sie an verschiedenen Orten erlebbar zu machen.

“An der Idee von Kunst im öffentlichen Raum gefällt mir, dass sie nicht nur einem bestimmten Personenkreis vorbehalten ist.”
Nuno Pimenta schraubt an einer Leuchtstoffröhre

Die Werke des Künstlers und Architekten bestehen aus handelsüblichen Konstruktionsmaterialien und erfordern echte Handarbeit.

Nuno Pimenta hält zwei Leuchtstoffröhren hinter eine Schrifttafel

Der Künstler kombiniert in seinen Werken Objekte des alltäglichen Lebens mit Kunst im öffentlichen Raum.

Eine Tafel mit Schriftzügen liegt auf einigen Leuchtstoffröhren

Pimentas transdisziplinäre Arbeitsweise verbindet den analytischen Ansatz der Kunst mit dem tektonischen Aspekt der Architektur.

Nuno Pimenta steht vor einem Kunstwerk, das aus drei Lichtsäulen aus Leuchtstoffröhren besteht

Nuno Pimentas Grundidee: Kunst, die für jeden zugänglich ist - wie bei seinem Werk "Unless (Rhythm of Twenty)" in einem Parkhaus.

Abseits barocker Baukunst und Weltkulturerbe: Portos Kreativszene boomt.

Seiner Heimatstadt ist Nuno Pimenta treu geblieben. „Porto ist eine sehr ehrliche Stadt“, sagt er, und biete sich daher bestens für Kunstprojekte an. Wer die Küstenstadt – die seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört – bislang nur mit ihrer historischen Altstadt in Verbindung gebracht hat, der hat etwas verpasst. In den letzten Jahren hat sich eine junge Kreativszene etabliert: Rund um die Rua Miguel de Bombarda finden sich Galerien für zeitgenössische Kunst, dicht an dicht mit lokalen Designer-Stores und hippen Bars. Einen lebhaften Einblick in Portos Kunstszene bekommt man jeden zweiten Monat, wenn die Galerien gemeinsam ihre neuen Exponate präsentieren.

Aussicht über die Dächer von Porto

Porto ist eine Stadt mit schönen historischen Gebäuden und obendrein ein Hotspot für Künstler und Kreative.

Contemporary art galleries in Porto

Portos Kunstszene gewinnt immer mehr an Bedeutung. Für einen authentischen Einblick in das aufstrebende Kreativleben der Stadt bietet sich ein Besuch dieser Galerien für zeitgenössische Kunst an:

Presença

DieGaleriebefindet sich mitten auf der berühmten Rua de Miguel Bombarda. Im Mittelpunkt steht die Förderung zeitgenössischer Künstler aus Portugal und dem Ausland. Diese präsentieren sich bei regelmäßigen Veranstaltungen sowie in Gruppen- und Einzelausstellungen

Galeria Nuno Centeno

Die von Nuno Centeno gegründete Galerie unterstützt mit ihrem Programm aufstrebende und etablierte Kunstschaffende. Sie arbeitet mit portugiesischen und internationalen Künstlern zusammen, die die zeitgenössische Kunst in Porto gefördert haben. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird ihr in der Szene eine hohe Bedeutung zugeschrieben.

A Certain Lack of Coherence

Von Künstlern für Künstler: Die selbstorganisierten und nicht kommerziellen Räumlichkeiten der Galerie dienen als Plattform, um Künstler aus verschiedenen Bereichen in einem kreativen Umfeld zusammenzubringen. Mit einem bunten Veranstaltungsprogramm aus Diskussionsrunden und Ausstellungen spielt die Galerie eine wichtige Rolle bei der Entwicklung zeitgenössischer Kunst in Porto.

Baugerüst, das zwei Ebenen einer Kunstausstellung miteinander verbindet

Das Werk "Beauty Knows No Pain" (2017) schafft verschiedene Blickwinkel auf die Ausstellung "Them Or Us!"

Konstruktion aus Holzpaneelen und gewellten Fiberglasplatten auf einem alten Steinwassertank, umringt von Bäumen

Bei "Hangover" (2015) handelt es sich um eine temporäre Bar für das Ignition Musikfestival.

Eine Person steht in der Mitte eines Raums, der Kopf ist von einem roten parametrischen Achteck verdeckt

Das Werk "The Decoy" (2017) wurde erstmals in der Ausstellung "The Medium is Not the Message" in Porto ausgestellt.

Ein Raum aus Paletten, Stahlstützen und transparenten, gewellten Glasfaserplatten steht auf einer Wiese am Flussufer

"The Hedonist" (2014) ist ein transformativer Raum, der sich den Bedürfnissen des Benutzers anpasst.

Ein Bauwerk aus Holz, bestehend aus zwei Ebenen, thront auf einer alten Mauer

"Untitled (The Unknown)" (2017) beherbergt auf zwei Ebenen spezifisches Wissen über das Dorf Torre de Moncorvo.

Konstruktion aus Beton-Barrieren, Sicherheitsnetzen und LED-Flutlichtern auf dem Dach eines Gebäudes

Beton-Barrieren, Sicherheitsnetze und LED-Flutlichter ergeben "The Host" (2012), eine Konstruktion, die spontanen Darbietungen eine Bühne gibt.

Mehr Links zum Entdecken: Nuno Pimenta, Nuno Pimenta @ Instagram, Nuno Pimenta @ Facebook

Vito

Der Vito bringt Sie weiter – auf der Straße wie auch beim Erfolg Ihres Unternehmens. In Sachen Wirtschaftlichkeit und Qualität ist er ebenso vorbildlich wie bezüglich Flexibilität und Sicherheit.

Mercedes-Benz Vito
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