Mobilität neu definiert: Mercedes-Benz kooperiert mit dem Start-up HERE.

Blick auf das Steuer eines Fahrzeugs mit modernem Fahrassistenzsystem

Gemeinsam mit dem Berliner Online-Kartendienst HERE entwickelt Mercedes-Benz intelligente Karten als Schlüsselelement für autonomes Fahren.

Intelligente Karten sind Wegbereiter für die Zukunft.

Die Landkarte der Zukunft ist selbstlernend. Sie aktualisiert sich kontinuierlich von alleine und gibt dadurch ein möglichst reales Abbild der Straße wieder. Man spricht deshalb auch von „intelligenten Karten“. Sie bilden die Grundlage für moderne Fahrerassistenzsysteme (ADAS, Advanced Driver Assistance Systems) und für das autonome Fahren. Entwickelt werden sie von dem Unternehmen HERE, mit dem sich Daimler im Februar 2018 zusammengeschlossen hat. Die maschinenlesbare und cloudbasierte HERE HD Live Map ermöglicht es einem Fahrzeug, quasi „um die Kurve“ zu denken. Dadurch weiß ein autonomer Fahrassistent bereits einige hundert Meter bis zu wenigen Kilometern im Voraus, welche Fahrsituationen entstehen können und wie er auf diese reagieren muss.

Dreidimensionaler Ausschnitt aus einer HERE HD Live Map

Die HERE HD Live Map spiegelt die Realität in 3D wider.

Mit der Cloud sicher um die Kurve.

Wie das funktioniert? Mit Big Data und Machine Learning. Die HERE HD Live Map nutzt hierbei ganz unterschiedliche Informationsquellen und verknüpft diese sinnvoll miteinander. Der wichtigste Unterschied zum herkömmlichen Navigationssystem besteht wohl darin, dass sie nicht nur auf bereits gegebene Informationen wie zum Beispiel gespeichertes Kartenmaterial zurückgreift, sondern diese um dynamische Echtzeitinformationen ergänzt. Und diese Ergänzungen gehen weit über aktuelle Staumeldungen oder Angaben zum Wetter hinaus: Mithilfe von Sensordaten erforscht die Karte sozusagen eigenständig, was unmittelbar um das Auto herum und hinter der nächsten Wegbiegung passiert. Das System setzt auf Hightech: Ultraschallmessgeräte und Präzisionskameras geben dem Fahrzeug Augen und Ohren. Den Weitblick auf die kommenden Kilometer ermöglicht hingegen eine Cloud. In dieser treffen die Informationsströme aus mehreren Fahrzeugen zusammen, sodass intelligente Vorschläge für einzelne Streckenabschnitte errechnet werden können. So kann die HD Live Map eine gefährliche Kurve beispielsweise daran erkennen, dass andere Autos hier für gewöhnlich langsam fahren, woraufhin der autonome Fahrassistent die Geschwindigkeit anpassen kann.

Innenansicht eines Fahrzeugs, das mit der HERE HD Live Map ausgestattet ist

Im Auto der Zukunft muss niemand mehr auf die Straße schauen.

Der Autofahrer wird zum Passagier.

Und was sieht man als Autofahrer auf der intelligenten Karte? Das Ergebnis ist ein dreidimensionales, hochpräzises Echtzeitabbild der Umgebung, in der das Auto bis auf wenige Zentimeter genau verortet werden kann. Das klingt erst mal nach viel Information für einen Bildschirm. Tatsächlich wird aber nur das hervorgehoben, was im jeweiligen Kontext auch wichtig ist. Nach Ola Källenius, Entwicklungschef bei Daimler, und Edzard Overbeek, CEO von HERE, ist das Kartenmaterial eine der wesentlichen Schlüsseltechnologien, um das autonome Fahren in den nächsten Jahren auf die höchsten beiden Entwicklungsstufen (nach SAE International) zu bringen: Vollautomatisierung und fahrerloses Fahren. Konkret bedeutet das, dass man sich als Fahrer entspannt zurücklehnen und bei Bedarf die Augen schließen kann. Das klingt nach einer Floskel, wie man sie sonst nur als Zug- oder Flugzeugpassagier zu hören bekommt. Und tatsächlich: Auf der letzten Stufe des autonomen Fahrens zählt man nicht länger als „Autofahrer“, sondern als „Passagier“ des autonomen Fahrzeugs.

Ein intelligenter Van?

Für Daimler ist es eine logische Konsequenz, auf das zukunftsweisende Kartenmaterial zu setzen. Zwar wird der Entwicklungsprozess bis hin zum fahrerlosen Fahren noch einige Jahre andauern. „Wir können Fahrzeuge [aber] heute schon intelligent machen, indem wir Dinge wie das aktuelle Wetter und Bremslichter direkt vor uns integrieren“, so HERE CEO Overbeek. In den aktuellen Modellen der A-, E- und S-Klasse werden bereits HERE-Karten eingesetzt. Und wie steht es mit intelligenten Vans? In Verbindung mit Mercedes PRO connect, der neuen Konnektivitäts- und Flottenmanagementlösung, finden HERE-Kartendaten nun auch in den Transportern als Navigationslösung Anwendung. Hieraus können sich für alle Anwender, vom Handwerker bis zum Vanlifer, neue, ungeahnte Möglichkeiten ergeben.

Drei Varianten des neuen Mercedes-Benz Sprinter

Zukünftige autonom fahrende Mercedes-Benz Vans wären mit HERE HD Live Maps ausgestattet.

Fotos: Daimler

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