Der Sohn des L 319

The Mercedes-Benz L 408.

Der L 408, auch bekannt als „Düsseldorfer Transporter“, ist eine Ikone wie sein Vorgänger. Jahrzehntelang war er für viele Unternehmen als tapferer und treuer Packesel unverzichtbar.

Die Erfolgsgeschichte

Die Düsseldorfer können nicht nur großartig Karneval feiern, sie bauen auch seit Jahrzehnten sehr erfolgreich Transporter für Mercedes-Benz. Nachfolger des beliebten Nachkriegstransporters L 319 waren der L 408 und sein Pendant L 406 D. Der Transporter wurde von 1967 bis 1986 insgesamt ungefähr eine halbe Million Mal gefertigt. Wie der Sprinter heute war er zu seiner Zeit eine Klasse für sich. Die Großtransporter gab es in Varianten zwischen 3,5 und 6,5 Tonnen bis hin zum Omnibus. Mercedes-Benz beabsichtigte damals, ein Fahrzeug zu entwickeln, das größer und stärker als ein herkömmlicher Lieferwagen war, gleichzeitig jedoch wendiger und leichter als ein Lkw. Dies gelang den Ingenieuren mit Bravour und bildete zugleich den Schlüssel zum Erfolg.

Die technischen Details des L 408

Die Düsseldorfer Transporter setzten in ihrem Segment von Anfang an Maßstäbe, besonders bei der Nutzlast. Die Dieselausführung L 406 D bekam den bereits aus dem L 319 bekannten Zweiliter-Vorkammerdiesel namens OM 621 und erzielte eine Leistung von 55 PS. Der im L 408 verbaute 80 PS starke 2,2-Liter-Benziner war ebenfalls bereits aus dem L 319 bekannt. Der Fahrkomfort des L 408 war deutlich besser als bei seinem Vorgängermodell. Das führte beinahe zu einer Monopolbildung in dieser Gewichtsklasse bei Kranken- und Rettungswagen. Ein U-Profil-Rahmen mit Querträgern sowie blattgefederte Starrachsen vorn und hinten machten das Fahrwerk ideal und einzigartig.

Der L 408 im Einsatz

Die Transporter waren universell und anpassungsfähig dank des ausgeklügelten Baukastensystems. Für Sonderaufbauten und Spezialfahrzeuge bot der Hersteller je sechs Fahrgestelle mit oder ohne Kabine an. Die Deutsche Post setzte im Paketdienst unzählige Kastenwagen in sattem Gelb und mit seitlichen Schiebetüren ein. Möbelhäuser schätzten das Fahrzeug besonders mit voluminösem Kofferaufbau. Der Pritschenwagen mit Doppelkabine erwies sich für Bauarbeiter als unverzichtbar – die ganze Kolonne fand im Fahrerhaus Platz. Das unermüdliche Arbeitstier leistete seine treuen Dienste für Kommunalbetriebe in Knallorange und bei der Feuerwehr in Rot. Banken bauten es zu mobilen Filialen aus, Betreiber von Verkaufsmobilen konnten es üppig mit Vorräten bestücken. Der Kleinbus machte als kompaktes Fernreisevehikel eine steile Karriere. Aufbauhersteller wie Ernst Auwärter verwandelten den „Düsseldorfer“ in luxuriöse Club-Busse wie den legendären Teamstar.

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