Bunte Burger aus dem Mercedes-Benz 307 D.

Der Mercedes-Benz Foodtruck unterwegs in Köln

Ein Kölner Foodtruck aus den 80ern bietet Veganern in der Mittagspause eine köstliche Alternative zum Kantinenessen. Die Burger aus dem Mercedes-Benz Van treffen den Nerv der Zeit: Alles hier ist bio, regional und saisonal.

Bio und rein pflanzlich: die Alternative zum Kantinenessen.

Mit schwungvoller Geste verteilt Ulrich Glemnitz fein gehackte Oliven und geröstete Pinienkerne auf dem bereits reichlich belegten Brötchen, das gleich als Don-Corleone-Italo-Burger über den Tresen wandern wird. Währenddessen richtet Dr. Mario Binder Radieschen und rote Beete für den König-Ludwig-Alpen-Burger an. Bei „Bunte Burger“, dem fahrenden Bio-Restaurant im Mercedes-Benz 307 D in Köln, gibt es jede Menge prominenter Namensgeber für die extravaganten Brötchen. Die Geschmackspalette: von Bayern bis Fernost.

Dr. Mario Binder und Ulrich Glemnitz bei der Essenszubereitung im D 307.

Dr. Mario Binder (links) und Ulrich Glemnitz (rechts) nehmen das Credo an der Wand ernst: „Work hard and be nice“.

Kreative Kreationen rund ums Burger-Glück.

„Jeder Burger ist eine Komposition für sich“, verrät Ulrich Glemnitz, der 2014 zusammen mit Mario Binder den Bio-Burger Truck ins Leben gerufen hat. „Hauptsache, es kommt nie Langeweile auf.“ Eintönigkeit beim Essen, das war der Antrieb für die Gründung der mobilen Chefküche. Denn was soll man als Veganer mittags zu sich nehmen, wenn die Kantine mal wieder nur Sauerbraten anbietet? „Bestes Streetfood à la Carte“ wollten Binder und Glemnitz dem entgegensetzen.

Die Lebensqualität im Alltag steigern, wenn auch im Kleinen, das war ihr innerer Antrieb. Und so tauschten sie das Büro gegen den Van und Hierarchien gegen Teamplay.
Dieser Burger heißt Don Corleone Italo und überzeugt mit Rucola und Oliven.

Dieser Burger heißt Don CorleoneItalo und überzeugt mit Rucola und Oliven.

Teamplay anstelle von Hierarchien.

Bevor sich Binder und Glemnitz dem Streetfood verschrieben haben, arbeiteten sie im Management. Doch der eingeschlagene Weg erfüllte sie nicht. Die Lebensqualität im Alltag steigern, wenn auch im Kleinen, das war ihr innerer Antrieb. Und so tauschten sie das Büro gegen den Van und Hierarchien gegen Teamplay. „Zusammen macht die Arbeit einfach Spaß und die Stimmung ist selbst in der größten Hektik gut“, erzählt Glemnitz begeistert und schiebt sich die schwarze Kochmütze aus der Stirn. Als Team haben die beiden schon so manch heikle Situation gemeistert. Etwa, als sie einmal von Köln nach Stuttgart reisten, um dort auf dem Evangelischen Kirchentag zu verkaufen. Der Truck blieb auf halber Strecke liegen. Und während in Stuttgart schon die Mägen knurrten, setzten Binder und Glemnitz gemeinsam mit dem Mercedes-Benz Notfalldienst und dem ADAC alles daran, dass die Burger doch noch den Weg über den Tresen finden konnten. Es klappte. „Das Ganze war eine extreme Prüfung, um Gelassenheit zu üben“, fasst Glemnitz den Vorfall lapidar zusammen und kann ein Schmunzeln nicht unterdrücken.

Den Widrigkeiten des Foodtruck-Geschäfts mit guter Laune begegnen.

Die besondere Herausforderung im Foodtruck-Geschäft? „Passende Standorte und Events finden, wo unser Konzept von veganen Bio-Burgern gut angenommen wird.“ Und natürlich das Wetter. „Einmal waren wir auf das Amphi-Festival in Köln eingeladen“, erinnert sich Glemnitz und schneidet grinsend ein Brötchen auf, „ein Musikfestival mit einer alternativen Szene, in der es viele Veganer und Vegetarier gibt.“ Ambiente und Kunden stimmten also schon mal. „Doch am ersten Tag wehte ein derart starker Wind, dass Verkauf und Veranstaltungen abgeblasen werden mussten. Keinen einzigen Burger wurden wir los.“ Glemnitz schüttelt den Kopf. „Als wir dann am nächsten Tag eröffnen durften, wurden wir regelrecht überrannt und haben die ganze geplante Menge für beide Tage verkauft.“ Sein Credo fürs Foodtruck-Geschäft: „Man muss improvisieren können“, sagt er und fügt lachend hinzu: „Und darf nie die gute Laune verlieren.“ Er verteilt noch ein paar Sojabohnen auf dem Happy-Buddha-Asia-Burger. Wieder ein Mittagessen gerettet.

Profil Mercedes-Benz Sprinter 602-D

Typ

Mercedes-Benz 602 D 32

Handelsbezeichnung

307 D Sonderverkaufsfahrzeug

Tag der Erstzulassung

14.4.1981

Motor

Dieselmotor mit 48 kW

Fold in
Fold out
Der „Bunte Burger“-Foodtruck auf einem Kölner Marktplatz

Reger Betrieb auf dem sonnigen Marktplatz: Der Foodtruck verkauft vegane Burger.

Der „Bunte Burger“-Foodtruck versorgt Büros in Köln in der Mittagspause

Der Oldtimer aus den 80ern fährt mit seinem Dieselmotor die Büros der Stadt an.

Burger mit frischen Kartoffelecken

Dieser Burger heißt König Ludwig und begeistert mit bayrischem Flair.

Fotos: Geli Klein

Mehr Links zum Entdecken: www.bunteburger.de

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