Aus Alt mach Neu: vom Feuerwehrauto zum Camper-Van.

Der Mercedes-Benz 310 D steht auf einem Campingplatz

Im Zuge ihrer Bachelorarbeit hat Nele einen Mercedes-Benz 310 D in einen Camper-Van verwandelt. Den Prozess hielt sie auf ihrem Instagram-Kanal fest.

Van-Umbau als Studienabschlussprojekt.

Eine Lagerhalle in Nordrhein-Westfalen. Aus einem alten Feuerwehrauto, das sich in der Mitte des Raums befindet, sind immer wieder Bohrgeräusche zu vernehmen. Durch die offenen Seitentüren ist eine junge Frau zu erkennen, die eifrig an dem Fahrzeug werkelt und ganz in ihrem Element zu sein scheint. Es handelt sich dabei um Nele Geke. Die Studentin hat es sich zur Aufgabe gemacht, den tomatenroten Mercedes-Benz 310 D in einen Camper-Van zu verwandeln. Und das im Rahmen ihrer Bachelorarbeit. Dabei waren zwei Faktoren entscheidend: ein überschaubares Budget und ein begrenztes Zeitfenster.

Der Mercedes-Benz 310 D steht in einer Lagerhalle

Mit dem Umbau des ausrangierten Feuerwehrautos hat sich Nele einen Traum erfüllt.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Nele studierte bis vor kurzem noch Produktdesign an der Hochschule Niederrhein. Praktische Projekte wie dieses sind hier als Abschlussarbeit nicht unüblich. Doch wie kam sie gerade auf die Idee, einen Camper-Van auszubauen? „Ich reise sehr gerne, liebe den Freiheitsgedanken und habe ein gutes technisches Grundverständnis“, erklärt Nele. Bewusst entschied sie sich daher für dieses Projekt, das das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet: Denn jetzt hat sie nicht nur ihren Bachelorabschluss in der Tasche, sondern obendrein einen fertigen Camper-Van zum Verreisen.

  • Der 310 D von vorne auf dem Parkplatz vor einem Gebäude
  • Der Mercedes-Benz 310 D steht mit geöffnetem Heck auf einem Parkplatz
  • Die Fahrerkabine des 310 D

Heimwerker-Know-how zahlt sich aus.

Bei einem Händler in Frankfurt am Main fand Nele den knapp 30 Jahre alten Mercedes-Benz 310 D. Ursprünglich war der Transporter als Feuerwehrauto in Österreich im Einsatz gewesen und schien in einem guten Zustand zu sein. Von seinem früheren Verwendungszweck war noch einiges übriggeblieben. So waren Sitzbänke sowie Halterungen für diverse Werkzeuge im Fahrzeuginneren montiert. Diese entfernte Nele zunächst. Dann machte sie den Van TÜV-fertig und begann anschließend mit dem Wohnmobilausbau.

Durch ihr praktisches Studium sowie durch ihren Vater hatte Nele bereits einige handwerkliche Erfahrungen gesammelt. Viele der Arbeiten am Van konnte sie daher selbst bewerkstelligen. Für kompliziertere technische Aufgaben holte sie sich Hilfe bei verschiedenen Profis aus der Kfz-Branche und auch Freunde und Familie standen ihr bei der Umsetzung tatkräftig zur Seite.

Mit Geduld und Improvisationstalent zum Ziel.

Die fachmännische Unterstützung konnte Nele vor allem dann gut gebrauchen, wenn sie während des Ausbaus unerwartet auf Rostschäden und teils große Löcher stieß. Außerdem brachte das Alter des Fahrzeugs weitere Schwierigkeiten mit sich: „Nichts war so richtig gerade, weshalb Teile des Innenausbaus immer wieder angepasst werden mussten. Doch irgendwie musste es weitergehen, schließlich war es meine Bachelorarbeit!“ Hier und da war Improvisationstalent gefragt: So dient als Spülbecken beispielsweise eine Salatschüssel in der gewünschten Größe.

Blick auf die Küchenzeile des ausgebauten Vans

Die fertige Küchenzeile umfasst ein Spülbecken, eine Spülmaschine, einen Herd und praktischen Stauraum.

Upcycling par excellence: Holz sorgt für Gemütlichkeit.

Nach drei Monaten harter Arbeit konnte Nele das Projekt fertigstellen. Und der Aufwand hat sich gelohnt: Der Van verfügt nun über einen Schlafplatz für zwei Personen sowie über eine kleine Küchenzeile. Durch die rustikale Holzverkleidung wirkt er wohnlich und gemütlich, nicht aber kitschig, wie es in Neles Augen bei anderen Wohnmobilen sonst oft der Fall ist. Für ihre erste Reise mit dem Van soll es in die nahe gelegenen Niederlande gehen. Hat das Fahrzeug seine Jungfernfahrt bestanden, möchten Nele und ihr Freund nach Spanien und Portugal zum Surfen.

Steckbrief Mercedes-Benz 310 D

Modell

310/33

Länge/Höhe/Breite

5.235 cm/2.400 cm/1.975 cm

Baujahr

1989

Kilometerstand

51.000 km

Zulässiges Gesamtgewicht

3,5 t

Fold in
Fold out
Sicht auf den Van von schräg hinten bei geöffnetem Heck

Im Bett liegen und die Aussicht genießen – das geht am besten im Camper-Van.

Das Bett im ausgebauten Mercedes-Benz 310 D

Die gemütliche Einrichtung ist ganz nach Neles Geschmack.

Der 310 D steht auf einer Wiese mit ausgeklapptem Sonnensegel

Nele steigt nur dort aus, wo es ihr gefällt.

Der 310 D von der Seite, parkend in einem Wohnviertel

Der 310 D eignet sich für kurze wie für lange Trips.

Die gezeigten Umbauten wurden von unabhängigen Drittanbietern vorgenommen. Die Anbieter und Umbauten wurden nicht durch Mercedes-Benz überprüft. Die Abbildungen stellen insofern keine Bewertung des Anbieters und/oder der Umbauten durch Mercedes-Benz dar.

Fotos: Nele Geke

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