Ein L 309 D mit dem Namen „Mr. White“.

Der Mercedes-Benz L 309 D fährt eine Straße am Berg entlang

Mit seinem Ace Cafe Luzern hat Dany Kunz in Rothenburg ein Eldorado für Motorenthusiasten und Musikfans geschaffen. Seinen Van nutzt er, um sich neben dem anspruchsvollen Eventbetrieb Auszeiten im Grünen zu gönnen.

Grüezi aus dem Engadin.

Tagesanbruch irgendwo im Engadin – fernab von Stadt und Straßen. Hier ist die Natur noch sich selbst überlassen: Dicht bewaldete Hänge münden in glasklare Bergseen. Inmitten des Hochtals zwischen schroffen Gipfeln und sanften Alpweiden öffnet Dany die Schiebetür seines schneeweißen Mercedes-Benz L 309 D. Der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee strömt heraus. Sein Hund springt aus dem Van und reckt sich in alle Richtungen. Dany macht es sich auf der Treppe bequem und blickt in die Ferne. „Meistens steht eine Wanderung an oder ich genieße es, unter der Markise bei guter Musik zu lesen oder am Laptop zu arbeiten“, erzählt der Schweizer.

  • Der Mercedes-Benz L 309 D fährt eine bewaldete Passstraße entlang
  • Blick auf den Van mit Dany, seinem Motorrad und einem Lagerfeuer im Vordergrund
  • Der Mercedes-Benz L 309 D aus der Vogelperspektive in einem Wald
  • „Mr. White“ steht vor einem schneebedeckten Berg mit See

Der Schritt in die Selbstständigkeit.

Der 35-Jährige ist in einem kleinen Dorf im Luzerner Hinterland aufgewachsen. Nach der Ausbildung zum Mediamatiker verbrachte er ein Jahr in Australien. Beim Erkunden der Westküste von „Down Under“ entdeckte er das Reisen im Van für sich. Zurück in der Heimat folgte der Berufseinstieg im Marketingbereich. Sein unermüdlicher Schaffensdrang und der Wunsch, seine eigenen Ideen in die Tat umzusetzen, gaben ihm schließlich den Anstoß für den Schritt in die Selbstständigkeit. Doch wie kam es dann zum Ace Cafe Luzern? Als er das ursprüngliche Ace Cafe in London das erste Mal besuchte, fragte er sich, warum es einen solchen Ort in der Schweiz nicht gibt. „Das war der Zündstoff für die Entscheidung, alles auf eine Karte zu setzen.“

Zwei Kinder fahren vor dem Ace Cafe Luzern in einem Miniatur-Oldtimer

Dany hat mit seinem Ace Cafe einen Treffpunkt für kleine und große Autofans geschaffen.

Motorräder, Autos und jede Menge Rock’n’Roll.

In Danys Ace Cafe Luzern in Rothenburg sitzen Harley-Fahrer Seite an Seite mit Fans von amerikanischen Oldtimern oder Sportwagen. Unterschiedlicher könnten die Fahrzeuge nicht sein – aber die Passion ist bei allen die gleiche. „Was zählt, ist der Spirit“, sagt der Schweizer. Pro Jahr werden in dem Lokal 130 Events rund um das Thema „Motorenthusiasmus“ veranstaltet. Auch Van-Freunde kommen auf ihre Kosten: „Wir haben ein Camper- und Wohnmobil-Treffen, ein Van- und ,Büssli‘-Meet und sogar ein Treffen für Expeditionsfahrzeuge!“ Bei diesen Treffen stößt man auf Gleichgesinnte und tauscht sich über den Innenausbau des Vans oder die bevorstehende Reise aus.

Im Ace Cafe zu sein, bedeutet, Freiheit zu zelebrieren.
Der Mercedes-Benz L 309 D steht vor dem Ace Cafe Luzern

Beim „Van & Büssli Meet“ im Ace Cafe Luzern kommen Van-Enthusiasten zusammen.

Mit dem L 309 D auf Reisen.

Seine damals bevorstehende Skandinavien-Reise war der Auslöser dafür, sich einen Van anzuschaffen. „Zuerst hatte ich die Reise im Kopf, dann kam der Gedanke mit dem Van auf“, erzählt er. Für den Autoliebhaber kam nur ein einziges Modell infrage: „Mir war wichtig, dass es ein L 309 D von Mercedes-Benz ist, denn der eignete sich perfekt für mein Vorhaben.“ Fündig wurde er bei einem jungen Paar, das den Van nur spartanisch ausgebaut hatte. Ob er etwas von der Geschichte seines Vans wisse? „Wir gehen davon aus, dass der L 309 D mit 4×4-Antrieb im Militär eingesetzt wurde und danach in einen Malerbetrieb ging, wo er laut alten Fotos ein tüchtiges Arbeitstier war.“

Dany sitzt im Inneren seines holzverkleideten Vans am Tisch

Die Skizze vom Ausbau seines Vans hat Dany selber entworfen, für die Umsetzung hat er sich Hilfe geholt und tatkräftig unterstützt.

Ausbau vom Profi.

Beim Ausbau seines L 309 D hat sich Dany professionelle Unterstützung geholt: „Ich war oft in den Werkstätten und habe mitgefiebert.“ Bevor die Isolierung durchgeführt wurde, musste das Fahrzeug dicht und rostfrei sein. Währenddessen hat er seine „Must-haves“ notiert und eine Skizze vom Ausbau entworfen. Der Anspruch, autark zu sein, war Dany besonders wichtig. Demnach wurden ein großes Solarpanel und ausreichend Batterievorrat einkalkuliert. „In meinem Job kann ich 50 Prozent der Arbeit mit Laptop und Telefon erledigen. Ich bin also ein digitaler Nomade, wenn ich möchte.“ Beim Innenausbau war er der Handlanger des Schreiners. Sein Hauptaugenmerk richtete Dany darauf, ein warmes Ambiente mit viel Holz zu kreieren. „Nun sieht Mr. White im Inneren aus wie eine kleine Wohnung im Bug eines alten Bootes.“ Die verwendeten Materialien sind aus vergangenen Zeiten, die Details hat er auf Flohmärkten in London erstanden. „Es gibt viele kleine Objekte, die mich als Persönlichkeit in dem Fahrzeug widerspiegeln.“

Danys ultimative Tipps für den Van-Ausbau:

  1. Sich ausreichend Zeit lassen. Wenn man mit sechs Monaten Ausbau plant, sollte man sich ein Jahr Zeit geben. Es tauchen so viele unvorhergesehene Dinge auf, die dann schnell mal Nerven kosten können.
  2. Beim Budget sieht es ähnlich aus: Es wird meistens teurer als geplant!
  3. Last but not least: Sich den Van so ausbauen, dass er für die Reisen gemacht ist, die man plant. Es bringt nichts, ein „Offroad-Monster“ zu bauen, wenn der Weg sowieso nur auf dem Asphalt zurückgelegt wird. Ich wollte raus ins Grüne, deswegen waren mir Allradantrieb, Seilwinde und ein höhergelegtes Fahrwerk wichtig.

Expeditionen in den Minimalismus.

Um sich vom arbeitsintensiven Alltag zu erholen, flüchtet der Schweizer regelmäßig in die Natur. Dort findet er die Ruhe und den Antrieb für neue Projekte. Sich den Verhältnissen der Natur anpassen und die Bedürfnisse danach ausrichten – das erdet ihn. „Vielleicht ist es das Thema Minimalismus, welches ich beim Reisen intensiv lebe und liebe. Mit wenig auskommen und doch eigentlich alles dabeihaben, was man braucht“, erläutert er. Danys erste Reise ging über Dänemark bis zu den Lofoten in Norwegen, die „Malediven Europas“. Dann fuhr er über Finnland, Lappland und Schweden wieder zurück Richtung Heimat. Vor ein paar Wochen folgte dann die zweite Reise mit „Mr. White“: Für eine Woche ging es ins idyllische Engadin. „Mr. White“ sei für ihn wie ein Kumpel, mit dem er viele Orte der Welt erkunden kann. „Mit dieser Art Mini-Expeditionsmobil kann ich überall dort hinfahren, wo die langweiligen Wohnmobile nicht hinkommen“, resümiert er schmunzelnd.

Am Ende des Tages ist es ,mein‘ Van geworden, der genau meinen Bedürfnissen entspricht.
Dany steht mit seinem Hund auf einem steinigen Hügel und blickt auf die norwegischen Fjorde

Natur pur: Mit seinen Reisen in die Wildnis will Dany seinen Horizont erweitern.

Dany liegt bäuchlings auf dem Bett seines Mercedes-Benz L 309 D und blickt durch die geöffneten Hecktüren

Ein Tiny House auf Rädern: Durch den abgetrennten Innenbereich wirkt der Van wie eine kleine Hütte.

Der Mercedes-Benz L 309 D mit der Aufschrift „Mr. White“ steht am Strand

„Mr. White“ ist für Dany der perfekte Reisebegleiter.

Der Mercedes-Benz L 309 D steht neben einer Kuhherde in den Bergen

Den hydraulischen Heckträger für sein Motorrad hat Dany von einer Firma aus Deutschland.

Dany sitzt vor seinem Van am Lagerfeuer

Nach einer ausgiebigen Wanderung in den Bergen folgt ein entspannter Abend am Lagerfeuer.

Die gezeigten Umbauten wurden von unabhängigen Drittanbietern vorgenommen. Die Anbieter und Umbauten wurden nicht durch Mercedes-Benz überprüft. Die Abbildungen stellen insofern keine Bewertung des Anbieters und/oder der Umbauten durch Mercedes-Benz dar.

Photos: Dany Kunz

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