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Wie der “Tempo Matador” zum L 206 D wurde.

Ein blauer Mercedes-Benz L 206 D auf einer Landstraße am Waldrand

Ab 1970 ergänzte der Mercedes-Benz L 206 D das Nutzfahrzeugprogramm von Mercedes-Benz Vans. Doch bis dahin war es ein langer Weg.

Mercedes-Benz L 206: Eine Metamorphose.

Der L 206 blickte schon zum Zeitpunkt seiner Markteinführung auf eine lange Historie zurück. In seiner insgesamt 22-jährigen Laufbahn wechselte er außerdem dreimal seinen Hersteller. Doch wie kam es dazu? Und was machte den charmanten Kleintransporter so attraktiv für Mercedes-Benz?

Das Urmodell, der „Tempo Matador“ aus Hamburger Fertigung war ab 1966, nach Übernahme durch die Konzernmutter Rheinstahl AG, unter der Marke „Rheinstahl – Hanomag“ bekannt. Nach der Gründung der Hanomag – Henschel Fahrzeugwerke 1968 und anschließender Übernahme durch die Daimler- Benz AG 1970, wurden die Dieselmodelle der Baureihe mit Mercedes- Benz Dieselmotoren ausgerüstet. Ein Jahr später wurde der Transporter parallel als Mercedes-Benz Produkt angeboten. Im selben Jahr noch wurden im Daimler-Benz Werk in Düsseldorf die neuen Leichttransporter L 206 D und L306 D präsentiert, die im Gegensatz zu den weiterhin angebotenen Hanomag-Henschel-Modellen einige neue Ausstattungsmerkmale aufwiesen.

Sepia-Bild eines Mercedes-Benz L 206 D

Der Mercedes-Benz L 206 D blickt auf eine 22-jährige Laufbahn zurück.

Eine attraktive Erweiterung des Transporter-Modellprogramms.

Für Mercedes-Benz waren die Harburger Transporter optimal. Sie boten eine willkommene Abrundung des vorhandenen Modellprogramms. Der Harburger Transporter besaß Frontmotor und Frontantrieb, was einen durchgehend ebenen Ladeboden ermöglichte. Damit unterschied er sich von den Modellen der Mitbewerber, die auf einen Heckmotor setzten. Die ab 1970 verwendeten Mercedes-Benz Dieselmotoren stammten aus den Pkw-Modellen: Der OM 615 aus dem 200 D/8 mit 40 kW/55 PS, ab 1972 dann die hubraumstärkere Variante des OM 615 mit 44 kW/60 PS aus dem 220 D/8. Die Austin Vergasermotoren wurden bis Produktionsende 1977 in den Benzinermodellen der Baureihe weiterverbaut.

Interieur eines Mercedes-Benz L 206 D

Der rundum verglaste Minibus bietet einen großen Vorteil:
Eine tolle Sicht auf die Außenwelt für den Fahrer und bis zu acht Passagiere.

Schritt für Schritt zum Meisterwerk.

Im Januar 1973 erstrahlte der L 206 D in neuem Glanz: Farben wie Bastgelb, Columbiablau oder Perlgrau perfektionierten die überarbeitete Modellreihe. Sowohl das Gesicht des Fahrzeugs, als auch der alterprobte Frontantrieb blieben gleich. Der Mercedes-Benz L 206 D wurde modifiziert und kam nun in neuen Varianten zum Einsatz.

Schon 1972 bieten ein verbesserter Sitz, hängende Pedale und neue Außenspiegel mehr Fahrkomfort und Sicherheit auf der Straße. Auch im Fahrzeuginneren wurden Lenkung und Bremse optimiert, so ließen sich auch schwerere Straßenverhältnisse souverän bestreiten. Die Kleintransporter nahmen mit einer Nutzlast von 1.000 kg bis hin zu stolzen 2.000 kg so einiges auf sich. Bis zu acht Passagiere hatten im urigen Fahrzeug bequem Platz.

Heute noch wird der L 206 D stolz als „Leichtgewicht“ Transporter der 70er Jahre bezeichnet und macht nicht nur auf Oldtimer Rallys eine gute Figur. Als Minibus ergänzte er das Nutzfahrzeugprogramm unterhalb seines „großen Bruders“, dem L 407, der bis heute weltweit als Camper Van zum Einsatz kommt.

Lenkrad eines Mercedes-Benz L 206 D

Da es zur Zeit des L 206 D eine Servolenkung bei Transportern
noch nicht üblich ist, ist das Fahrgefühl direkter.

Fahrzeugsteckbrief L 206 D

Produktionszeitraum

1970–1977

Produktionsstandort

Hamburg-Harburg und Bremen

Zugrunde liegendes Modell

Matador

Nachfolgemodell

"Bremen van"/TN/T 1

Bauformen

Bauformen Minibus, Kastenwagen, Hochlader-Pritschenwagen

Motor

OM 615, 2 l, 4 Zylinder, Vorkammer-Diesel

Leistung

44 kW (60 PS)

Länge

4.490 mm oder 5.030 mm (Kastenwagen und Minibus)

Breite

1.820 mm

Radstand

2.400 mm oder 2.920 mm (Kastenwagen und Minibus)

Nutzlast

bis 1,3 t

Zulässiges Gesamtgewicht

2,4–2,8 t

Fold in
Fold out
Lenkrad und Motor eines Mercedes-Benz L 206 D

Ab 1972 wird der L 206 D mit dem 44 kW (60 PS) starken 2,2-Liter-Dieselmotor OM 615 ausgestattet.

Hinteransicht eines blauen Mercedes-Benz L 206 D

Durch die flache Ladekante am Heck war der L 206 D besonders bei Handwerkern beliebt.

BEin blauer Mercedes-Benz L 206 D von der Seite

Der L 206 D wurde als Minibus oder Kastenwagen angeboten.

Fotos: Kai Knoerzer, Daimler

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