Van-Steckbrief: Mercedes-Benz 209 D Marco Polo

Das Marco Polo Wohnmobil setzt bei seiner Markteinführung im Jahr 1977 neue Maßstäbe in Sachen Komfort und gilt heutzutage längst als „lebende Legende“.

Hersteller

Daimler-Benz AG

Produktionszeitraum

1982 – 1988

Nachfolgemodell

Sprinter (T1N)

Bauform

Wohnmobil

Motor

Dieselmotor OM 617, 2,3l, 5 Zylinder, 65 kW (88 PS)

Länge

4.755 mm

Breite

1.975 mm

Radstand

3.050 mm

Nutzlast

2.550 kg

Gesamtgewicht

2.800 kg (208 D)

Höchstgeschwindigkeit

125 km/h (mit Dieselmotor OM 617, 65 kW/88 PS)

Mercedes-Benz 209 D Marco Polo

1984 wird der venezianische Entdecker Marco Polo zum Namensgeber einer der bekanntesten Kooperationen von Westfalia und Mercedes-Benz. Der Marco Polo ist ein Umbau des sogenannten Bremer Transporters und seinerzeit das Wohnmobil schlechthin. Das Hochdach des Marco Polo misst in der Länge fast drei Meter und macht mit dem darunter entfaltbaren Bett jede Reise im Marco Polo zum komfortablen Erlebnis. Die Küche mit Spüle, Kühlschrank und Zweiflammkocher lässt Campingträume wahr werden. 

 

Angetrieben wird der Marco Polo vom Vorkammerdiesel OM 617. Fünf Zylinder, drei Liter Hubraum und 88 PS sorgen bei 80 km/h Geschwindigkeit zwar für eine ordentliche Lautstärke, die Federung hingegen ist einem Ausflug in die Berge durchaus gewachsen. Bis heute erkennt man den Marco Polo an der charakteristischen beige-braunen Farbgebung und der Stummelhaube.

Was ist nun das Vermächtnis des Marco Polo? Besonders die Mischung aus Komfort und Kompaktheit zeichnete den Mercedes-Camper schon damals aus. Jeder Zentimeter vom Innenraum wird optimal genutzt. Selbst wenn die Ausstattung heute niemanden mehr mit der Zunge schnalzen lässt, so war sie damals das Nonplusultra für anspruchsvolle Campingurlauber. Diese Ideale hält Mercedes-Benz bis heute hoch. Sieht man den modernen Marco Polo auf V-Klasse-Basis denkt man keineswegs mehr an den hochgewachsenen „Bremer“. Betrachtet man beide Modelle im Spiegel der Zeit erkennt man doch das verbindende Ideal: maximaler Komfort im straßentauglichen Format.

Fotos: Kai Knörzer