Van Steckbrief: Ein spanischer Alleskönner – der MB 100

Mercedes-Benz Typ MB 100 D Kombi, 1987

Robust, verlässlich und die Basis für viele Sonderaufbauten sowie für das erste Fahrzeug mit Brennstoffzelle: Der MB 100 war in vielen Aspekten seiner Zeit voraus.

Hersteller

Daimler-Benz AG

Nachfolgemodell

MB W 638

Motoren

Dieselmotoren: 2,0–2,4 Liter

Bauformen

Pritschenwagen, Kastenwagen, Kleinbus

Leistung

43-53 kW (58-72 hp)

Länge

4.652–5.066 mm

Breite

1.845 mm

Höhe

2.050-2.367 mm

Nutzlast

1,0-1,8 t

Zul. Gesamtgewicht

2,65–3,50 t

Beliebte Basis

Zwischen 1988 und 1995 baute Daimler-Benz den Kleintransporter MB 100. Das Vorgängermodell des Mercedes-Benz Vito war mit Frontantrieb und Frontmotor ausgestattet. Dadurch eignete er sich gut für diverse Aufbauten. Erhältlich war er als Pritschen- und Kastenwagen sowie als Minibus. Durch sein großes Chassis war er auch bei Wohnwagen-Aufbauherstellern beliebt. Die niedrige Rahmenhöhe und die weiten Schiebetüren erleichterten den Einstieg in die Fahrerkabine. Beliebt war der MB 100 außerdem durch seinen großzügigen Innenraum. Wer Komforteinbußen in Kauf nahm, konnte bis zu neun Personen in dem Transporter unterbringen. So hatte der MB 100 sogar einen größeren Frachtraum und eine höhere Nutzlast als das nächstgrößere Modell, der MB 207.

Im Jahr 1991 wurde der Transporter insbesondere optisch überarbeitet: Die Scheinwerfer sowie die gesamte Kühlerpartie wurden abgeschrägt. Darüber hinaus wurde der Motor den damaligen Abgasnormen entsprechend angepasst. Mit Frontscheibenbremsen und dem automatischen Lastabbremsungssystem verfügte der MB 100 außerdem über zwei neue, wichtige Sicherheitssysteme.

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Im Jahr 1994 präsentierte Daimler-Benz das NECAR 1 (New Electric Car). Der auf Basis des MB 100 gebaute Transporter war das erste Brennstoffzellenauto der Welt. Die in dem Fahrzeug verbaute Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser um, wodurch elektrische Energie entsteht. Der MB 100 diente somit als Basis für das erste Elektroauto der Welt. Allerdings hatten in der Elektro-Ausführung nur noch Fahrer und Beifahrer in dem sonst großen Transporter Platz. Die 800 Kilogramm schwere Brennstoffzelle beanspruchte die gesamte Ladefläche. Der elektrisch betriebene Motor kann sich aber sehen lassen: Mit seinen 41 PS Leistung schafft er es, das Fahrzeug auf bis zu 90 km/h zu beschleunigen. Eine Tankfüllung reichte für etwa 100 Kilometer. Über den gesamten Produktionszeitraum galt dieser Mercedes-Benz Transporter als besonders zäh und belastbar.