Nicholas Wray – im Sprinter durch die Nationalparks der USA

Der Mercedes-Benz Sprinter von Nicholas Wray

Auf der Suche nach Kletterabenteuern reist der US-amerikanische Fotograf Nicholas Wray von einem Nationalpark seiner Heimat zum nächsten. Immer mit dabei: sein Sprinter.

Zum höchsten Punkt des Yosemite-Nationalparks

Die schmale Straße, auf der Nicholas Wray seinen Mercedes-Benz Sprinter steuert, führt in Schlangenlinien durch dichte Fichtenwälder. Nur selten lassen die Baumketten Platz für eine lichte Stelle. Vereinzelt tauchen kleine Seen auf – ihr Wasser so rein wie die Luft im Yosemite-Nationalpark. Fast eine Stunde dauert die Fahrt vom im Tal gelegenen Yosemity Village hinauf zum Glacier Point. Nicolas stellt seinen Sprinter ab und geht die paar Meter zum Aussichtspunkt zu Fuß. Das sind sie – die beiden Kolosse, die dem Park ihr Gesicht geben: der mächtige El Capitan (2.307 Meter) und der noch gewaltigere Half Dome (2.693 Meter). Sie thronen über der schier unendlichen Berglandschaft des kalifornischen Naturparadieses. Ihre Felswände sind glatt, schnörkellos und steil. Diese beiden steinernen Giganten zu besteigen: eine Herausforderung für jeden ambitionierten Kletterer. Nur logisch, dass Nicholas sich diese Aufgabe nicht entgehen lässt.

Sprinter verbindet Leidenschaften

Ob im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien, im Red Rock Canyon in Nevada oder im Grand-Teton-Nationalpark in Wyoming – wo Berge sind, fühlt sich der 35-jährige Fotograf und Abenteurer zu Hause. 2006 habe ihn ein Freund das erste Mal zum Klettern mitgenommen, erzählt Nicholas. Seither könne er von Extremsport jeder Art nicht mehr genug bekommen. 2016 entschied sich der US-Amerikaner schließlich dazu, einen Sprinter zu kaufen. Extremsport in der Natur die eine, Fotografie die andere Leidenschaft – mit dem Mercedes-Benz Van lassen sich beide perfekt verbinden, findet Nicholas.

Berge, Ebenen und Sternenhimmel

Als Kind hatte Nicholas’ Onkel seinem Neffen ein Abo der bekannten Zeitschrift „National Geographic“ geschenkt. Mit Begeisterung blätterte der junge Nicholas darin, auf jeder Seite faszinierte ihn ein anderes Motiv. „Ich habe fortan immer davon geträumt, Fotos für diese Zeitschrift zu schießen“, berichtet er heute. Der Wunsch prägte seine Motivwahl: raue Berglandschaften, weite Ebenen und glitzernde Sternenhimmel, seine Bilder zeigen die unberührten Flecken Nordamerikas in ihrer wilden, natürlichen Schönheit. Seine Mission: „Ich versuche, den Menschen das Gefühl zu geben, selbst an meinem Platz zu stehen.“

Nicholas Wray macht ein Selfie am Berg

Ich versuche, den Menschen das Gefühl zu geben, selbst an meinem Platz zu stehen.

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Neue Geschäftsidee: Eigene Salbe für Kletterer

Seit März versucht sich Nicholas zudem an einer neuen Geschäftsidee: Er vertreibt eine handgemachte Salbe, speziell für Kletterer. Nach einem harten Tag am Fels hatte er oft mit blutig geschürften Händen zu kämpfen. Um schnell wieder fit für den nächsten Aufstieg zu sein, suchte er nach einer Salbe, die die Heilung unterstützt. Doch von den Produkten, die auf dem Markt waren, überzeugte ihn keines. Eine Freundin aus Thailand zeigte ihm schließlich eine Rezeptur, die Nicholas begeisterte. „Mir war klar: Die Gelegenheit muss ich nutzen“, erinnert er sich. Seitdem vertreibt Nicholas Wray FNGRJAM. „Die Salbe riecht fantastisch, klebt nicht und ist komplett natürlich.“

Leidenschaft als Beruf

Mit seinem Sprinter ist der Mittdreißiger immer auf der Suche nach den schönsten Landschaften seiner US-amerikanischen Heimat. Auf die Idee, sich einen Mercedes-Benz Van zu besorgen, kam der abenteuerlustige Fotograf, als er gerade auf Wohnungssuche war. Nicholas schaute sich parallel auch nach einem Van um ­– und landete beim Sprinter. „Mich haben die Verlässlichkeit und Langlebigkeit des Mercedes-Benz Vans überzeugt“, betont er. Gemeinsam mit seinem Stiefvater baute er den Transporter zu einem mobilen Zuhause um. „Ich habe noch ein paar Projekte mit dem Sprinter vor, auf die ich mich total freue“, erzählt Nicholas. „Aber der Sprinter ist schon jetzt das bequemste Fahrzeug, in dem ich je geschlafen habe.“

Nicholas Wrays schönste Orte zum Klettern in der Nähe seiner Heimat Kalifornien:
1. Yosemite Valley, Kalifornien: Ein Klassiker – immer und immer wieder schön. Der Nachteil: die vielen Touristen. Doch die wenigsten von ihnen verlassen die gepflasterten Wege. Aber diejenigen, die es tun, werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.
2. Joshua Tree, Kalifornien: Es erwartet einen ein enorm anspruchsvolles Rissklettern und eine schwer zu bewältigende Felsoberfläche – ich bin mir nicht sicher, ob Letzteres eher ein Vor- oder ein Nachteil ist.
3. Lake Tahoe, Kalifornien: Ein sehr breites Spektrum an Klima, Wetter, Landschaften, kurzen Wänden, langen Routen, Bouldern, klassischem Klettern – hier ist für jeden etwas dabei.
4. Bishop, Kalifornien: Hier habe ich meine Liebe zum Bouldern entdeckt. Ein großartiger Ort!
5. Red Rocks, Nevada: Ein fantastisches Abenteuer erwartet einen hier – mit langen Routen und in weichem Sandstein.
6. Smith Rock, Oregon: Ich bin nur einmal dort gewesen, hatte aber eine tolle Zeit. Ich muss bald mal wieder hin, um alles auf dem Monkey Face zu besteigen!
7. Indian Creek, Utah: Noch war ich nicht dort, aber ich weiß, warum ich dort hinmöchte: Felsspalten, Felsspalten und noch mehr Felsspalten.
8. Squamish, British Columbia: Ein weiterer Ort, wohin ich es noch nicht geschafft habe – und dieser ist in Kanada: Die moosigen Felsbrocken und ein traumhafter Dschungel lassen mir schon seit Jahren das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ich kann es kaum erwarten, mal dort zu klettern.

Nicholas Wray
www.nicholaswray.com

Photos: Nicholas Wray


Grauer Mercedes-Benz Sprinter Kombi in einer Lagerhalle

Als größtes Mitglied der Mercedes-Benz Vans Familie fährt der Sprinter seit 1995 vorneweg. Seine Eigenschaften werden kontinuierlich weiterentwickelt, um stets an der Spitze des Wettbewerbs zu stehen.