Katch und Ben ziehen in ihren Sprinter um

Ein weißer Sprinter Van mit geöffneter Tür

Vor einem Jahr haben Katch und Ben ihren Sprinter zu einem Camper Van ausbauen lassen – und sich losgemacht von ihrem festen Wohnsitz. Im Interview erzählen die beiden Fotografen von ihrem Alltag als Van-Nomaden.

Fotografie bringt Katch und Ben zusammen

Vier Jahre ist es nun her, da liefen sich Katch (28) und Ben (29) auf einer Fotografie-Konferenz in Kalifornien über den Weg. Schon damals verdienten sich beide als Fotografen ihr Geld. Sie genossen es, unterwegs zu sein. Und beide mochten das Leben in der Natur. Deswegen beschlossen die beiden US-Amerikaner vor einem Jahr, sich einen Mercedes-Benz Sprinter zu kaufen, ihn ausbauen zu lassen – und fortan in ihrem Camper Van zu leben.

MYVAN: Was hat euch motiviert, euer normales Leben hinter euch zu lassen und stattdessen ein Leben im Van zu beginnen?

Ben: Im Grunde waren es zwei Dinge: Wir wollten öfter unsere Freunde treffen, die über die ganzen USA verstreut leben und die wir zum Teil nur noch selten zu Gesicht bekommen hatten. Durch den Van hat sich das geändert: Nun sind wir ständig unterwegs, bleiben manchmal Wochen, manchmal Monate in einer Stadt oder einer Gegend, treffen uns dort mit Freunden und Bekannten – und brauchen dazu nicht einmal ein Hotel, geschweige denn eine eigene Wohnung.

Ein weißer Van fährt durch eine Canyon-Landschaft

Reiz am Van-Nomadentum: das Draußen-Sein

Und der zweite Grund?

Katch: Das Leben in der Natur, das Draußen- und Unterwegs-Sein. Der Sprinter ermöglicht es uns, nicht nur ab und zu in der Natur zu sein, sondern sogar in dieser zu leben. Wo immer wir unser Lager aufschlagen, sind wir zu Hause. Ich klettere zum Beispiel sehr gerne und es war für mich immer mit einem enormen Aufwand verbunden, das ganze Equipment ins Auto zu packen, um dann noch meistens lange Strecken von Los Angeles aus in die Berge und wieder nach Hause fahren zu müssen. Die Hektik raubte dem Abenteuer den Reiz.

Der Plan stand, doch wie sollte er umgesetzt werden? Wie kann man den Alltag in einem Van meistern? Wie sollten die beiden Fotografen künftig arbeiten und wie müsste das Van-Zuhause eigentlich eingerichtet sein? Katch und Ben überstürzten nichts. Akribisch recherchierten sie, welcher Van am besten zu ihren Ansprüchen passt – nämlich gleichzeitig gemütliche Wohnung, mobiles Büro und flexibles Transportmittel zu sein. Das Ergebnis: der Sprinter von Mercedes-Benz. Die beiden schätzen ihren Reise-Transporter vor allem für dessen Zuverlässigkeit, Flexibilität und Geräumigkeit.

Das Leben im Van beeinflusst auch Gewohnheiten, die man vielleicht zunächst nicht auf dem Schirm hatte, die vermeintlich kleinen Dinge.

Ein Mann sitzt im Inneren eines Vans an einem Computer

Leben im Sprinter stellt den Alltag auf den Kopf

Hattet ihr damals Zweifel an eurem Vorhaben, euren Alltag in den Sprinter zu verlagern?

Katch: Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt Sorgen gemacht. Wir haben schon immer einen recht minimalistischen und unaufgeregten Lebensstil gepflegt. Im Camper Van finden wir die perfekte Mischung aus Arbeit und Alltag. Nur mit einer Sache wollte ich mich anfangs nicht recht anfreunden: Ich liebe es, ausgiebig heiß zu duschen. Ich dachte zuerst, darauf müsste ich wohl fortan verzichten. Zum Glück jedoch haben wir überall Freunde, die uns ihr Badezimmer gerne zur Verfügung stellen.

Welchen Rat würdet ihr jemandem geben, der ebenfalls in einen Van ziehen möchte?

Ben: Denkt euren Alltag genau durch, jeden Aspekt eures täglichen Lebens. Denn das Leben im Van beeinflusst auch Gewohnheiten, die man vielleicht zunächst nicht auf dem Schirm hatte, die vermeintlich kleinen Dinge.

Eine Frau sitzt in einem ausgebauten Van

Die Profis von Sportsmobile leisten super Job

Zum Beispiel?

Katch: Was brauche ich für meinen morgendlichen Kaffee? Wo bewahre ich meine schmutzige Wäsche auf? Koche ich gerne, was brauche ich dafür? Benötige ich manchmal auch meine Ruhe, wo kann ich diese bekommen? – Wenn man sich schon am Anfang solche Fragen stellt, merkt man schnell, ob das Leben in einem Camper Van das Richtige für einen ist, und wenn ja, wie man seinen Transporter am besten umbaut und einrichtet.

Um den Sprinter als mobiles Zuhause nutzen zu können, brauchten die beiden ein paar individuelle Anpassungen an ihrem Fahrzeug. Also überließen sie ihren 4WD 2016 Sprinter den „Profis“, wie Katch sagt: dem Aufbauhersteller Sportsmobile. Das Ergebnis überzeugte die beiden vollauf. Es habe unglaublich viel Spaß gemacht, mit den Van-Experten von Sportsmobile zusammenzuarbeiten. „Sie haben den schwierigen Spagat gemeistert, den Van ästhetisch und gleichzeitig praktikabel zu gestalten“, sagt Ben.

Ein weißer Van steht in einer Steppenlandschaft mit Bergen im Hintergrund
Eine Frau und ein Mann sitzen auf der Trittstufe ihres Camper Vans
Ein Mann und eine Frau entspannen auf einem Felsvorsprung
Eine Frau grillt, neben ihr parkt ein weißer Sprinter

Perfekte Mischung aus Privatleben und Arbeit

Nehmt uns mit in euer „Van Life“. Wie sehen eure Tage aus?

Katch: Unser Alltag ändert sich fast monatlich. Wir haben Aufträge im ganzen Land, meistens jedoch im Westen der USA. Es kann also sein, dass wir mal einen Monat zum Beispiel in der Gegend um San Francisco sind, um dort zu arbeiten. Danach geht’s für uns womöglich in Richtung Portland oder Washington. Solche langen Fahrten nutzen wir dann für uns: für Ausfahrten in die Wildnis, für unsere Hobbys oder um Freunde zu besuchen.

Das darf im Sprinter nicht fehlen

Auf was wollen Katch und Ben in ihrem Van nicht mehr verzichten? Die Antwort überrascht nur auf den ersten Blick: auf die Solarmodule an ihrem Sprinter. Denn: Die Photovoltaikanlagen liefern dem Fotografen-Paar Strom für Alltag und Arbeit. „Ohne diese Module könnten wir das meiste nicht machen“, sagt Katch. Und weil die beiden als Fotografen verstärkt auch beruflich in den Sozialen Medien unterwegs sind, hier ein weiteres Must-Have: der Smartphone-Hotspot im Sprinter, um ins Internet zu kommen. Für Katch sind zudem ein Camping-Herd und ein Grill essenziell. „Ich liebe es, draußen zu sitzen, zu kochen und zu essen“, sagt sie.

Heizung kaputt: In Utah werden Fremde zu Freunden

Wie hat sich euer Leben konkret verändert?

Katch: Man wacht natürlich nicht jeden Morgen vor einer traumhaften Naturszenerie auf und geht dann einem entspannten Alltag nach. Manchmal heißt das Leben im Van auch, den Sprinter über Nacht auf einer Raststätte zu parken, sich den Kaffee am Morgen bei der Tankstelle zu besorgen und dann mehrere Tage stundenlang Auto fahren zu müssen. Dennoch: Meistens leben wir das einfache Leben, das wir uns immer gewünscht haben.

Habt ihr eine Anekdote für uns, die man nur als Van-Nomade erlebt?

Ben: Die gibt es und diese spielt in Utah. Damals war unsere Heizung ausgefallen – mitten im Winter. Obwohl wir schon oft bei solchen Bedingungen gecampt und gefroren hatten, war die Situation natürlich alles andere als ideal. Wir sollten noch weitere zwei Tage im kalten Utah bleiben, also machten wir auf Instagram einen Post und fragten, ob wir bei irgendjemandem unterkommen könnten. Zahlreiche Leute schrieben uns. Zu sehen, wie komplett Fremde einen zu sich einladen, war wirklich großartig.

Ein Mann und eine Frau liegen gemütlich in einem Van, die Frau umarmt den Mann

Ein Jahr unterwegs – und kein Ende in Sicht

Das klingt so schön wie anstrengend. Wart ihr schon mal an der Schmerzgrenze, an der euch das Leben im Van auf die Nerven ging?

Katch: Die Utah-Geschichte von der ausgefallenen Heizung war wohl unser bisheriger Tiefpunkt. Und trotzdem sind wir noch nie an diesen Punkt gekommen, wer weiß, vielleicht ist es irgendwann einmal so weit. Ursprünglich lautete unser Plan, vorerst ein Jahr in den Sprinter zu ziehen. Diese Marke haben wir geknackt – und es macht noch immer Spaß. Wahrscheinlich hängen wir daher noch ein Jahr dran …

Ihr seid bekennende Naturliebhaber und in eurem Sprinter schon ganz schön herumgekommen. Welchen Ort sollte man sich in den USA nicht entgehen lassen?

Katch: Den Badlands-Nationalpark in South Dakota. Ich mag es nicht, wenn die Nationalparks von Menschen überflutet sind. Wir hatten damals ein paar Wochen frei, der Park war einfach atemberaubend schön und menschenleer.


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Ben Sasso @ Instagram
Katch Silva @ Instagram
Ben Sasso
Katch Silva
Van Life

Photos: Katch and Ben

Regardless of what job you have to tackle – the Sprinter will make your day-to-day tasks easier. And even if those tasks are weighty ones, together, you'll move mountains. Thanks to a host of different variants and over 600 optional features, the Sprinter can meet a wide variety of requirements.

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