EinStückLand: Hochwertiges Galloway-Fleisch aus Norddeutschland.

Ein Mercedes-Benz Sprinter wird mit Paketen beladen

Qualitativ hochwertiges Fleisch aus artgerechter Aufzucht – dafür steht das Start-up EinStückLand. Das Konzept: Erst wenn das Galloway-Rind komplett verkauft ist, wird es zur Schlachtung abgeholt.

Ein Paar posiert vor einem Hauseingang, über dem die Aufschrift „EinStückLand“ zu sehen ist

Lina und Hinrich – das Paar aus Hamburg steckt hinter dem Start-up EinStückLand.

Ein Stück vom Land für alle.

Lina und Hinrich gründeten ihr Start-up EinStückLand Anfang 2017. Ihre Mission: „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den Fleischkonsum in Deutschland zu hinterfragen, die Menschen zum Um- und Nachdenken anzuregen und darüber hinaus auch eine Alternative zum Supermarktfleisch anzubieten.“ Über ihren Online-Shop vermarkten sie hochwertiges Fleisch von Tieren, die ein Leben ohne Massentierhaltung führen durften. Mit ihrem Start-up unterstützen sie kleinere Betriebe wie etwa die Züchter oder die Dorfschlachtereien. „Die Tiere unserer Landwirte wachsen langsam auf. Sie trotzen Wind und Wetter und bekommen natürlichstes Futter.“ Dadurch wird das Fleisch nicht künstlich mit Mastfutter aufgepumpt. Und das schmeckt man. Das anschließende „Dry Aging“ gibt dem Fleisch den letzten „Schliff“. Dass es sich um ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel handelt, merkt der Kunde spätestens in der Pfanne. Denn: Beim Anbraten ist kein Wasserverlust zu sehen.

Ein Galloway-Kalb wird von seiner Mutter gesäugt

EinStückLand steht für eine artgerechte Aufzucht der Rinder.

Besonderes Fleisch aus artgerechter Haltung.

Hinrichs Eltern haben seit 32 Jahren eigene Galloways. Daher war er immer sehr nah am Geschehen und hat die Tiere lieben gelernt. Der Bauingenieur und die gelernte Krankenschwester Lina wollen den Menschen eine Alternative bieten. „Die aktuellen Zustände in der Fleischproduktion, das Kaufverhalten der Menschen und der derzeitige Stand von Landwirten sollten nicht einfach so hingenommen werden.“ Mit ihrem Start-up wollen sie zeigen, dass es auch anders geht. Der Schlüssel ist die Reduktion des Fleischkonsums. „Fleisch muss eine Beilage auf dem Teller werden”, finden sie. Zurzeit bietet das Start-up hauptsächlich Galloway-Rinder an. „Letztendlich kommt jede Rasse infrage. Es muss nur sichergestellt werden, dass die Tiere artgerecht gehalten werden. Wenn dies nicht der Fall ist, bieten wir die Rasse auch nicht an.“ Die Tiere vollständig zu verwerten, ist Lina und Hinrich ein wichtiges Anliegen. Genießbare Teile wie Zunge und Bäckchen verkaufen sie in ihrem Hofladen „Deine Speisekammer“, Innereien werden an Hundebesitzer verkauft – so wird nichts von dem wertvollen Fleisch verschwendet.

Rinder von Schleswig-Holsteins Weiden.

Nachhaltige Lebensmittel zu konsumieren, ist den beiden Gründern ein wichtiges Anliegen. Der Fleischkonsum gehört für Lina und Hinrich zu den Dingen, die unbedingt geändert werden müssen. „Wir schlachten wöchentlich und bieten zwei Rinder an. Wenn wir ausverkauft sind, startet der Verkauf in der nächsten Woche erneut.“ Der Kern des Konzepts von EinStückLand sind die Frischfleischpakete. Bei der Auslieferung setzen sie mit dem Logistikunternehmen ihres Vertrauens auf Mercedes-Benz Sprinter. Denn: Gerade auf der Langstrecke braucht man ein Gefährt, auf das Verlass ist, erläutern sie. „Um die besondere Fleischqualität zu erhalten, achten wir sehr auf das Wohl der Tiere, von der Aufzucht bis zur Schlachtung. Die Nähe zum Tier, der Respekt und eine artgerechte Haltung spielen eine wesentliche Rolle.“ Auf der Website erfahren die Kunden, welches Teilstück woher stammt und was sein Geschmackserlebnis ausmacht. Guter Geschmack beginnt bei gesunden und artgerecht aufgezogenen Tieren. Dazu gehört auch, sich Gedanken zu machen: „Woher kommt das Fleisch überhaupt, das wir für ein paar Euro kaufen und auf den Grill legen?“

Das Prinzip „Cowsharing“.

Auf dem Dorf war es früher gang und gäbe, dass das geschlachtete Tier unter allen Dorfbewohnern aufgeteilt wurde. In der Regel erhielt jeder ein Achtel vom Rind. Das Prinzip „Cowsharing“ oder „Crowdbutching“ gibt es demnach schon seit Jahrzehnten. Dieses Konzept hat nun einen modernen Namen bekommen und entspricht dem aktuellen Zeitgeist. EinStückLand hat sich die altbewährte Methode zu Herzen genommen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Tier wird komplett vermarktet, bevor es geschlachtet wird. Dadurch wird am Ende nichts weggeschmissen und es findet keine Überproduktion statt.

Ein Mercedes-Benz Sprinter fährt an einer Weide mit Galloways entlang

Das Konzept: Erst wenn das Tier komplett verkauft ist, wird es zur Schlachtung abgeholt.

Geschäftsmodell mit fairen Absichten.

Die Idee für ihr Start-up kam dem Gründerpaar an Weihnachten 2016. „Mein Vater fragte uns, ob wir ein Galloway-Rind in Hamburg vermarkten möchten. Seine Herde wurde allmählich zu groß und es gab nicht genügend Abnehmer“, berichtet Hinrich. Das regte sie zum Nachdenken an. Schnell war klar: Für eine einmalige Aktion wollten sie so etwas nicht auf die Beine stellen. Also fragten sie kurzerhand andere Züchter, ob diese ebenfalls Vermarktungsprobleme haben. Ihr Erfolgsmodell? Die richtige Planung und die Motivation sind laut Lina und Hinrich das A und O bei der Gründung eines Unternehmens. „Unser primäres Ziel war es nicht, reich zu werden. Damit geht auch einher, dass man seine Geschäftspartner nicht abzockt und ständig im Preis drückt.“ Der Landwirt und der Schlachter bekommen von allen in der Kette befindlichen Unternehmen am meisten, gefolgt von den Gründern selbst und ihrem Logistiker. „Das war uns von Anfang an wichtig.“

Man muss zu 100 Prozent hinter seiner Idee stehen und das Ganze aus einem gewissen Idealismus betreiben.
Eine Frau läuft mit einem Paket in Richtung eines Transporters

Mehr als nur bio: Guter Geschmack beginnt für das Start-up bei gesunden und artgerecht aufgezogenen Tieren.

So gelingt die Gründung.

Linas und Hinrichs ultimative Tipps für eine erfolgreiche Gründung:

  1. An die Idee glauben und zu 100 Prozent motiviert sein.
  2. Nicht vom Weg abbringen lassen, auch wenn alle es zu Beginn besser wissen.
  3. Geld in die Hand nehmen und zum Beispiel gleich eine GmbH gründen.
  4. Rechtsbeistand dazuholen und gleich richtig klären, wie man was schützen lassen kann.
  5. Zusammenhalten, wenn man zu zweit oder mit mehreren gründet. Geld ist nicht alles!

  • Ein Mann verpackt Gläser in einem Pappkarton
  • Ein Paket, gefüllt mit abgepacktem Fleisch und ausgekleidet mit Strohisolierung
  • Ein Paket mit einem Etikett von EinStückLand wird mit einem Stempel versehen
  • Ein Mann reicht einem Paketzusteller ein Päckchen mit der Aufschrift „EinStückLand“

Rundum nachhaltig: Der Versandprozess.

Lina und Hinrich erhalten von dem Landwirt die Ohrmarke, Informationen zu Alter und Geschlecht und den Stammbaum des Tieres. Wenn es vermarktet ist, wird es zum Schlachter gebracht. Gut Ding will Weile haben: Bis das Fleisch abgehangen ist, dauert es mindestens zweieinhalb Wochen. Anschließend holen die beiden das Fleisch vom Schlachter ab und verpacken es. Bei der Versandverpackung achten sie ebenfalls darauf, ihrer nachhaltigen Philosophie gerecht zu werden. Sie besteht aus einer Strohisolierung und Kühlbeuteln gefüllt mit Wasser. Die Fleischpakete werden deutschlandweit per Expresslieferung von ihrem Logistikpartner per Mercedes-Benz Sprinter verteilt. So kommt das vakuumierte Fleisch gekühlt an. Die Kunden können es direkt einfrieren und so mehrere Wochen von dem Fleisch zehren. „Unsere Kunden stammen meistens aus Haushalten mit zwei bis fünf Personen und schließen alle Altersgruppen ein.

Ein Sprinter fährt eine Allee entlang

EinStückLand arbeitet mit einem Logistikpartner zusammen, der die Fleischpakete über Nacht zustellt.

Ein Mann läuft auf einen parkenden Transporter zu

Nachdem das Fleisch verarbeitet ist, werden die Pakete gut gekühlt direkt zu den Kunden nach Hause geliefert.

Aller (Gründer-)Anfang ist schwer.

Was von A bis Z durchdacht und nach der perfekten Geschäftsidee klingt, war zunächst harte Arbeit. Eine Hürde war die Gründung der GmbH und die Namensfindung. Schlimmer noch: Zu Beginn haben Lina und Hinrich keinen Schlachter gefunden, mit dem sie zusammenarbeiten wollten. „Damit hätte unsere ganze Idee den Bach runtergehen können.“

Und die Herausforderungen im Start-up-Alltag? „Es kommt ständig etwas Neues auf einen zu. Regelmäßigkeit und ein routinierter Ablauf sind zunächst nicht wirklich vorhanden. Man muss also immer auf Zack sein und darf sich nicht stressen lassen. Außerdem muss man dagegen resistent sein, dass man von jedem erst mal nur noch auf das Start-up ,reduziert‘ wird.“

Mit gutem Gewissen in die Zukunft.

Lina und Hinrich wollen der Branche frischen Wind einhauchen. „Wir möchten alle erreichen, die es satthaben, Billigfleisch zu kaufen und die Dumpingpreise zu unterstützen.“ Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, die artgerechte Tierhaltung zu fördern. „Es müssen wieder mehr kleinere Betriebe entstehen anstatt wenige große.“ Das Sortiment soll erweitert werden: Bald gibt es Schweinefleisch, dann Geflügel und der Hofladen wird weiter ausgebaut. Später wird das Sortiment im Internet erweitert – es soll auch einen Online-Hofladen geben. Außerdem wird EinStückLand in verschiedene Städte in Deutschland expandieren.

In Pakete, die mit Stroh ausgekleidet sind, wird abgepacktes Fleisch gelegt

Die Frischfleischpakete sind der Kern des Konzepts von EinStückLand.

Aufdruck von EinStückLand auf einem Paket

Nachhaltig, regional und fair: Lina und Hinrich wollen mit ihrem Start-up eine Alternative zum Discounter schaffen.

Zwei Gläser Rinderfond mit einem Etikett von EinStückLand

Was nicht in den Frischfleischpaketen vermarktet wird, finden die Kunden in „Deine Speisekammer“ – dem (Online-)Hofladen.

Ein länglicher Pappkarton mit der Aufschrift „Guten Appetit!“

Auch im Hofladen gilt das Prinzip: Der Respekt vor dem Lebewesen und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen haben Priorität.

Ein Paar steht hinter der Theke eines Ladens

Lina und Hinrich wissen, wie gutes Fleisch aussieht und schmeckt.

Fotos: Tim Wendrich

Mehr Links zum Entdecken: einstueckland.de – @Facebook@YouTube

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