Mobiles Office: So gelingt die Vanlife-Work-Balance.

Frau und Mann sitzen vor Sprinter

Arbeiten und Leben im Van und auf Reisen? Das geht! Wir zeigen euch, wie es klappt: mit dem mobilen Office.

Leben, Reisen und Arbeiten on the road: Bye, 9-to-5-Job.

Es ist eine gewagte Entscheidung, die nur wenige treffen: Statt dem festen 9-to-5-Job im Büro, im Van zu leben und zu arbeiten. Geht das überhaupt? Was verliert man, wenn man die vier Wände eines Bürogebäudes gegen das mobile Van-Office tauscht – und noch wichtiger: Was gewinnt man durch diesen Schritt?

Mann sitzt an Computer im Van

Eine Kamera, einen Rechner – mehr braucht Ben nicht zum Arbeiten. Er ist Fotograf und stets mit Freundin Katch im Sprinter unterwegs.

Es braucht Mut und Neugier.

Emily und Rob sind den ganzen Weg gegangen und haben es nie bereut. Die beiden Briten gaben all ihr Hab und Gut auf und tauschten ihre Mietwohnung gegen einen Mercedes-Benz Sprinter 906. Ihr Reisemobil ist nun Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, Küche und eben Büro in einem. Dazu braucht es vor allem Mut und Neugier, sagen die beiden. Außerdem müsse bereit sein, das gewohnte Bild von Arbeit, das in unserer Gesellschaft vorherrscht, infrage zu stellen. Mehr und mehr beschäftigten sich Emily und Rob damit, dass ihr alternativer Lebensstil und ein regulärer Bürojob einfach nicht zusammenpassten. Nun arbeiten sie vom Sprinter aus, was, wo und wann sie wollen. Ihre Erlebnisse, Tipps und Ratschläge teilen sie auf ihrem Blog „The Road is our Home“.

Den Menschen wird nach und nach bewusst, dass Zeit wichtiger ist als etliche Stunden zu arbeiten.

Befreit von den Fesseln der Routine.

MYVAN: Vanlife und Vanwork – wie lässt sich das kombinieren?
Emily & Rob: Es lohnt sich bei der Jobsuche über den Tellerrand zu blicken. Beispielsweise nach Aufgaben Ausschau zu halten, die man nicht in den üblichen Stellenanzeigen findet oder nach denen man sonst auch nicht suchen würde. Das passt am besten zu Menschen, die keine Angst vor neuen Herausforderungen haben. Denn wenn eine Arbeit keinen Spaß macht, wartet irgendwo schon die nächste Aufgabe auf einen. Das Schöne daran: Man kann sich von den Fesseln der täglichen beruflichen Routine befreien.

„The Road is our Home“-Sticker an der Scheibe des Vans

Auch Emily und Rob haben den Schritt gewagt und sind in ihren Sprinter gezogen.

Kein Tag ist wie der andere.

MYVAN: Worin liegt der Reiz im Van zu leben und zu arbeiten?
Emily & Rob: Das Beste daran ist die Abwechslung, denn die Arbeit auf der Straße ist aufregend. In unserem Fall ist das schöne, dass man nicht jeden Tag das Gleiche erledigt. Man nimmt nicht immer die gleiche U-Bahn oder sitzt in der immer gleichen Umgebung. Um uns herum verändert sich alles. Das hält einen flexibel und dynamisch – und das macht jede Aufgabe auf ihre Weise interessant. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unterwegs täglich dazu zu lernen: An einem Tag parkst du deinen Transporter am Strand, arbeitest am Laptop, am andern bringst du Schülern eine Sprache bei und schon am nächsten gibst du Skikurse in den Bergen.

MYVAN: Was hat sich geändert, seid ihr euch für diesen Lebensstil entschieden habt?
Emily & Rob: Unsere finanziellen Ausgaben sind dramatisch gesunken. Plötzlich stehen wir nicht mehr so sehr unter dem Druck, um jeden Preis einem gut bezahlten Job nachgehen zu müssen. Das Ergebnis ist mehr Freiheit und die Selbstbestimmung, das zu tun, was Spaß macht, was einen weiterbringt, wovon man lernen kann.

Berufsbezeichnung 'Digitaler Nomade': So findet ihr den passenden Job!

  • Freiberufler im Vorteil: Es gibt mehr selbstständige Jobs, die man vom Schreibtisch im Van erledigen kann, als man denkt: Grafikdesigner, Webentwickler, Texter, Autor, Journalist oder Publizist. Des Weiteren: Übersetzer, Berater, Coach, Lehrer, Social Media Manager, Spieleentwickler, Musiker, Fotograf, Videoproduzent oder Filmemacher, ja selbst als Kurier lässt sich Geld verdienen.
  • Vom Van in die Bar: Wer lieber anpackt, als in die Tasten zu hauen, für den gibt’s ebenfalls diverse Optionen: Barkeeper, Nanny, Au-pair, Saisonarbeiter, Erntehelfer, Möbelpacker – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Social Media ist der Schlüssel: Im Netz lassen sich zudem zahlreiche Portale und Vanlife-Gruppen finden, in denen kleine Jobs angeboten werden, die man von unterwegs machen kann – auf Facebook gibt es zum Beispiel Gruppen für die USA oder UK und Europa.
  • Work & Travel:Ferner findet ihr über das Internet diverse Agenturen, die eure Hilfe brauchen können und euch Minijobs vermitteln – etwa Upwork oder Flexwork. Das Schöne daran: Man kann sich die Zeit selbst einteilen, lernt ständig Neues und ist selten gelangweilt.

Straßenromantik ist fehl am Platz.

Der wohl wichtigste Rat: Man muss sich stets vor Augen halten, dass man nicht im Urlaub ist. Arbeit bleibt Arbeit, ob im Van oder im Büro. Wobei diese sicher leichter von der Hand geht, wenn man sie sich einteilen oder beim Kaffee am Strand erledigen kann. Dennoch: Auch das Leben im Van, auf Reisen, hat seine Schattenseiten – man sollte diesen Lebensstil daher nicht nur romantisieren. Dem Büro den Rücken zu kehren, muss nicht immer bedeuten, den Beruf, den man liebt, aufzugeben. Lucas und Kathryn leben den Traum vieler. Das Paar reist durch den Westen der USA, um Hochzeitspaare zu fotografieren. Ihr mobiles Zuhause und Fotolabor: ein Sprinter 3500 mit Camping-Aufbau.

Eine Frau und ein Mann arbeiten am Rechner an einem Hafen

Manchmal möchte man seinen Arbeitsplatz ändern. Wer mit seinem Van unterwegs ist, dem gelingt das leichter als bei einem 9-to-5-Job.

Vanwork heißt nicht, dauerhaft zu urlauben.

MYVAN: Welchen Rat gebt ihr Menschen, die vom Van aus arbeiten wollen?
Kathryn: Mein wichtigster Tipp ist: Nehmt euch Zeit, um die Orte, an die ihr reist auch wirklich zu erleben – aller Arbeit zum Trotz. Das mag albern klingen, aber man muss sich immer vor Augen halten: Nur, weil man im Van lebt und arbeitet, befindet man sich nicht dauerhaft im Urlaub. Deswegen suchen wir uns oft bewusst Orte aus, die abseits von jeder Zivilisation liegen. Auf diese Weise können wir wirklich mal von der Arbeit und dem Alltag abschalten. Nach solchen, nennen wir sie ,Ausfallzeiten‘, arbeitet es sich ohnehin wieder frischer und unbeschwerter.

Es ist nicht leicht, die richtige Balance aus Arbeit und Reisen zu finden.

MYVAN: Worin liegt die größte Schwierigkeit?
Lucas: An manchen Tagen stellen wir fest, dass wir zu viel vor dem Bildschirm saßen und zu wenig fotografiert haben oder draußen unterwegs waren. Es ist nicht leicht, die richtige Balance aus Arbeit und Reisen zu finden. Wir mussten tatsächlich lernen, nicht ständig zu arbeiten, eben weil wir plötzlich immer und von überall arbeiten konnten.
Kathryn: Ja, es ist nicht leicht, vom ständigen Arbeiten wegzukommen. Anfangs muss man seine Auszeiten tatsächlich planen – eine Wanderung oder Radtour bietet sich dafür an. Eine andere Schwierigkeit ist es, sich genug Zeit für sich selbst zu nehmen. Wenn man zu zweit auf Reisen arbeitet und gemeinsam im Van lebt, sollte man sich einander auch private Räume lassen.
Lucas: Das ist ein nie endender Lernprozess. Wir teilen uns die Arbeit daher ganz bewusst in Phasen ein und variieren individuell. Das erlaubt uns, bewusste Auszeiten von der Arbeit, aber auch vom Andern zu nehmen, zu surfen, zu wandern oder einfach weiterzureisen.

Kleine Frau und großer Mann in Wüste

Lucas und Kathryn arbeiten von unterwegs aus. Sie sagen: „Auszeiten sind wichtig.“

Handfeste Tipps für euer mobiles Office:

  • Internet: Kaum eine Aufgabe klappt heute noch ohne Internet: Cafés, Büchereien oder Universitäten verfügen meistens über kostenlose Internetverbindungen. Mancherorts kann man sich mit dem Fahrzeug dann einfach auf den Parkplatz stellen und das Wi-Fi bequem vom Van aus nutzen. Ebenfalls eine clevere Variante: ein Smartphone-Hotspot.
  • Post: Keine Wohnung – keine Postadresse? Denkste! Im Internet findet ihr Anbieter, die für euch eine Postadresse führen. Diese Unternehmen schicken einem dann die eingegangenen Briefe als Scan zu und wenn man mal ein Paket erwartet, kann man es dort irgendwann abholen. Auch Packstationen vereinfachen den Postverkehr immens.
  • Verwaltung: Papierkram lässt sich digital verwalten und in einer Cloud archivieren, das spart den Drucker und schont die Umwelt. Ein paar Schreibutensilien reichen aus und für die meisten Bürojobs braucht es doch ohnehin nur den Laptop, oder?
  • Bürokratie: Automatisiert eure Abläufe, lagert manches aus, lasst es andere oder den Computer machen. Damit sind etwa regelmäßige Überweisungen gemeint, die ihr für Versicherung, Steuern und so weiter tätigen müsst.

Macht euren Lifestyle zum Geschäftsmodell.

Viele Arbeits-Nomaden scharen eine Community um sich und berichten anderen von ihren Erfahrungen. Schließlich haben viele Menschen Interesse an Insights und Ratschlägen rund um das Van-Work-Life. Gründet einen Blog, dreht How-To-Videos und stellt sie online. Wenn man die Sache richtig angeht, kann das Bloggen über das Leben und Arbeiten im Van ein Geschäftsmodell sein, das euch diesen Lifestyle finanziell sogar in Gänze ermöglicht. Zieht Kooperationen an Land, werdet Influencer auf Instagram, seid vor und hinter der Kamera kreativ – von YouTube bis Etsy. Nutzt die Möglichkeiten, die Social Media und eurer Fans euch bieten.

Mercedes-Benz bietet den passenden Van.

Die neue Arbeitsumgebung will derweil en détail geplant sein. Was braucht man, worauf kann man verzichten, wie soll der Arbeitsplatz aussehen – das sind Fragen, die man im Vorfeld klären muss. Mercedes-Benz bietet hier für jeden Anspruch den passenden Van. Gerade der Sprinter lässt sich mithilfe zahlreicher Aufbauhersteller hervorragend modifizieren.

Zehn Tipps für euer perfektes mobiles Office.

Innenraum eines ausgebauten Sprinter

#1 Fundament setzen: Es ist der verkehrte Weg, sich erst ein Office im Van einzurichten und sich dann erst um den Job zu kümmern. Die Frage, woher fortan das Geld kommen könnte, sollte daher im Fokus stehen. Beruflich sollte man langfristig im Voraus planen, damit einem mobilen Büro nichts im Weg steht.

Sprinter und viele Sport- und Reiseutensilien von oben

#2 Verkleinert euer Equipment. Benötigt man wirklich alle Geräte, Ordner und Schreibutensilien die im Büro stehen? Meistens nicht. Wer den Van als Office nutzt, muss umdenken: Was nicht dringend notwendig ist, sollte weg. Schließlich ist der Platz begrenzt. Doppelte oder selten genutzte Geräten kann man zudem verkaufen. Das bringt neben der Platzersparnis auch noch Geld ein.

Sprinter parkt an einer Küste mit Leuchtturm

#3 Minimieren heißt Maximieren: Reduziert eure Bedürfnisse und eure Ansprüche, das reduziert Kosten und Arbeitszeit. Wer sich für das Vanlife entscheidet, muss auf einiges verzichten: die regelmäßige Dusche, manchen Komfort und vieles mehr. Auch sollte man nicht auf großem Fuß leben. Weniger Ausgaben bedeuten weniger Druck, Geld scheffeln zu müssen. Entscheidet man sich für diesen „frugalen Lebensweg“, stehen einem wiederum maximale Zeit für Roadtrips zur Verfügung.

Die Füße zweier Menschen, die in einem Bett liegen

#4 Kleinvieh macht auch Mist. Anstatt sich auf ein einziges, festes Einkommen zu verlassen, macht es Sinn, sich mehrere Standbeine und diverse finanzielle Quellen aufzubauen. Blogs, Vlogs und Online-Ratgeber, in denen ihr euren Lebensstil thematisiert, können ein gutes Zubrot darstellen. Andere Vanlifer werden es euch danken.

Touristin macht Foto

#5 Plant eure Work-Life-Balance! Ein kurzer Ausflug in die Natur während der Arbeit – diese Möglichkeit eröffnet einem nur das Van-Office. Dieser Ausgleich vom Arbeitsleben will jedoch geplant sein. Auftraggeber verschieben ihre Deadlines nicht wegen eurer spontanen Wanderung und haben nur wenig Verständnis, wenn ihr für sie in ihrer regulären Arbeitszeit nicht erreichbar seid. Auch fürs mobile Büro gilt schließlich das Mantra: Der Kunde ist König.

Ein Paar entspannt vor dem Sprinter

#6 Lasst eure Kunden wissen, dass ihr digitale Nomaden seid. Sein ungewöhnliches Arbeitsmodell vor den Kunden zu vertuschen ist kontraproduktiv. Betrachtet es als persönliches Plus, ein digitaler Nomade zu sein. Denn nicht jeder hat den Schneid, sein Business in einem Van aufzuziehen. Dieser Schritt zeugt von Mut, Kreativität, Spontanität und Flexibilität – nicht die schlechtesten beruflichen Eigenschaften, oder?

Mann kocht im Sprinter

#7 Macht euch auf Überraschungen gefasst, denn der Travel-Lifestyle steckt voller Überraschungen. Sowohl im positiven wie im negativen Sinne. Geht am Van etwas kaputt, sitzt ihr erst mal auf dem Trockenen, braucht Zeit für die Reparatur, in der ihr nicht arbeiten könnt. Macht euch also bewusst, dass nicht immer alles nach Plan läuft.

Innenraum eines ausgebauten Sprinter

#8 Auch ein Van-Office kostet Geld: Sich einen Van zu kaufen, in diesem zu leben und zu arbeiten, ist eine einmalige Anschaffung und spart Miete, Nebenkosten und dergleichen mehr? Weit gefehlt. Auch ein Van-Office braucht Pflege, Reparaturen und bringt Kosten mit sich, mit denen man im Vorfeld vielleicht nicht gerechnet hat.

Sprinter in einer Wüste

#9 Improvisieren geht über Studieren: Die Stärken des Van-Offices: die Flexibilität und Mobilität des Arbeitens. Der Haken am Büro auf vier Rädern besteht darin, dass man jederzeit darauf vorbereitet sein muss, hier und da zu improvisieren.

Das offene Meer durch ein Fenster eines Sprinter

#10 Sichert euch ab! Habt einen Notfallplan für Phasen, in denen es mal nicht so gut läuft. Im Zweifelsfall besteht auch immer die Option ins vorherige Arbeitsleben zurückzukehren. Schließlich fährt euer mobiles Office fährt nicht ohne euch weg.

Die gezeigten Umbauten wurden von unabhängigen Drittanbietern vorgenommen. Die Anbieter und Umbauten wurden nicht durch Mercedes-Benz überprüft. Die Abbildungen stellen insofern keine Bewertung des Anbieters und/oder der Umbauten durch Mercedes-Benz dar.

Sprinter

Egal, welchen Job Sie erledigen müssen – der Sprinter erleichtert Ihnen die tägliche Arbeit. Dabei können Sie ihm auch Schweres zumuten. Und gemeinsam viel bewegen. Dank zahlreicher Varianten und über 600 Sonderausstattungen erfüllt der Sprinter die unterschiedlichsten Ansprüche.

Mercedes-Benz Sprinter
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