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Baltic Food Trucks – die neue mobile Kulinarik-Bewegung in Litauen.

Der Pizzaland Food Truck im Profil auf dem Marktplatz einer litauischen Stadt

Gediminas Petrikas ist Food-Truck-Unternehmer in Litauen. Er meisterte den Weg von der bloßen Idee bis hin zu einer ganzen Food-Truck-Flotte.

Der längste Pizzaofen Litauens.

Eine Stadt in Litauen zur Mittagszeit: Gut gelaunt flanieren die Menschen durch die Straßen und genießen die Sonnenstrahlen des lang ersehnten Sommers. Plötzlich biegt ein über neun Meter langes, schokoladenbraunes Gefährt um die Ecke. Wenige Augenblicke später liegt ein verführerischer Pizzaduft in der Luft. Es handelt sich um „Pizzaland“, einen Food Truck des litauischen Unternehmens Baltic Food Trucks. Dieser Truck war das erste große Projekt des Gründers Gediminas Petrikas, der sich nun auf den Ausbau von Food Trucks aller Art spezialisieren möchte.

Kunden stehen vor der Theke des Food Trucks und bestellen Pizza

Im einen Teil des Trucks werden Kunden bedient, während im anderen gebacken wird.

Die richtige Idee zur richtigen Zeit.

Ursprünglich waren es Gediminas Eltern, die ein mobiles Business als zusätzliche Einnahmequelle aufbauen wollten und ihren Sohn hierfür um Unterstützung baten. Schon früh erkannte Gediminas den aufsteigenden Food-Truck-Trend, der durch den US-amerikanischen Koch Josh Henderson mit seinem Airstream-Wohnwagen „Skillet Street Food“ gesetzt wurde. Aus seinem Studium in Dänemark kannte Gediminas außerdem den Geschmack guter Pizza, was viele seiner Landsleute nicht von sich behaupten können: „Der Großteil der Leute in Litauen denkt, dass Pizza mit tonnenweise Ketchup und Knoblauch-Mayonnaise verzehrt werden müsse, um gut zu schmecken“, so Gediminas. Nachdem ihm ein befreundeter Pizzabäcker in Kopenhagen einmal die Machart italienischer Pizzen gezeigt hatte, stand für ihn die Geschäftsidee fest: ein Pizza-Food-Truck in Litauen.

Der Food Truck verkauft Pizza an einem sonnigen Tag

Mit seinem Food Truck wollte Gediminas zeigen, wie gute Pizza wirklich schmeckt.

Eine Krise ist nicht immer etwas Schlechtes.

Zuerst kaufte Gediminas einen alten Käse-Truck aus Dänemark und baute diesen aus. Dann legte er das Projekt auf Eis, weil seine Eltern andere Vorstellungen von einem mobilen Business hatten. 2008 folgte schließlich die Finanzkrise, welche ihn seinen eigentlichen Job, in einer Bauunternehmung in Dänemark, kostete. Arbeitslos, wie Gediminas nun war, ging er zurück in den Hinterhof seiner Eltern, wo der Food Truck noch stand, und nahm das Projekt kurzentschlossen selbst in die Hand. Und das mit Erfolg: Schnell wurde sein Pizzatruck so bekannt, dass er auf einen Mercedes-Benz Vario 810 DT umstieg.

Der Truck ist das wichtigste Werkzeug in diesem Business.

Nur das Beste für den Truck.

Der Truck, den Gediminas in Hannover ausfindig machen konnte, wurde schon früher auf Wochenmärkten als mobiler Verkaufsstand für Geflügel und andere Fleischsorten verwendet. Allerdings befand sich das Fahrzeug beim Kauf in keinem besonders guten Zustand, weshalb es Gediminas runderneuern lassen musste. Und hierbei scheute er weder Zeit noch Kosten: Den Unterboden ließ er beispielsweise in der litauischen Stadt Vilnius erneuern, die Lackierung erfolgte 350 Kilometer weiter, in einer anderen Stadt.

Gediminas wollte für die unterschiedlichen Aufgaben eben nur die jeweiligen Experten an das Fahrzeug lassen. „Der Truck ist das wichtigste Werkzeug in diesem Business. Daher steht es auch an erster Stelle, zuverlässige Partner für dessen Ausbau zu finden.“ Den Truck hatte er sich unter anderem wegen des einfach zu wartenden 4,2-Liter-Dieselmotors und des bekanntlich „unkaputtbaren“ Fahrgestells ausgesucht.

Blick auf den Verkaufstresen von innen

Gestern Pizzabäcker, heute Food-Truck-Ausstatter.

Preisgekrönter Food Truck.

All die Mühe sollte belohnt werden: Pizzaland setzte sich auf dem European Street Food Festival gegen 141 andere Food Trucks durch und gewann schließlich den European Food Truck Award. Gediminas glaubt, dass sein Truck mit einer guten Mischung aus Funktionalität und schickem Design bestechen konnte. Im Innenraum ließ er nur Keramikfliesen, Eichenholz und Naturstein verbauen. Die schiere Länge des Fahrzeugs bietet Platz für sieben Mitarbeiter, die mit Hilfe von vier Backöfen bis zu 1.000 Pizzen in einer Zwölf-Stunden-Schicht herstellen können.

Das Pizzaland Team vor dem Food Truck

Gediminas und sein Team sind die stolzen Preisträger des European Food Truck Awards.

Massenproduktion mit Liebe.

Diese Stückzahlen lassen sich schon fast mit der Industrie messen. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass Gediminas Team jede einzelne Pizza in liebevoller Handarbeit und ohne künstliche Zusatzstoffe herstellt. „Wir möchten ein Produkt auf Restaurant-Niveau zu einem fairen Preis anbieten“, lautet das Versprechen des Litauers. Und das überzeugt die Kunden. Aus einem Food Truck wurde eine kleine Flotte an Food Trucks, die er unter dem Label „Baltic Food Trucks“ zusammenfasst. Und sogar Restaurants nennt Gediminas heute sein Eigen.

  • Eine Verkäuferin steht am Tresen des Pizzaland Food Trucks
  • Das Baltic Food Trucks Logo ist auf der Seite des Trucks abgebildet
  • Nahaufnahme der Leuchtreklame des Pizzaland Food Truck
  • Der geöffnete Pizzaland Food Truck auf einem Marktplatz

Food Trucks eignen sich zum Ausprobieren.

Food Trucks sind in Europa so präsent wie niemals zuvor. Doch was sind die Gründe für diesen Hype? Gediminas sieht Vorteile für alle Beteiligten: Angehende Unternehmer und talentierte Köche haben die Möglichkeit, sich für ein vergleichsweise geringes Budget kreativ auszutoben und den Erfolg ihrer Produkte direkt am Kunden zu testen, ehe sie vielleicht einen stationären Laden eröffnen. Außerdem reist man viel umher, was die Arbeit abwechslungsreich gestaltet.

Passanten wiederum können jeden Tag andere, mitunter exotische Köstlichkeiten entdecken und sich dabei im Freien aufhalten. Gediminas findet die lebhafte Entwicklung der Food-Truck-Kultur daher sehr aufregend, weshalb er sich noch weniger Regulierungen für Street Food in Europa wünscht.

Der Food Truck steht auf einem belebten Festival

Food Trucks bringen Freude für Köche und Besucher.

Back to the Roots.

Nun hat Gediminas sein Pizza-Business inklusive Restaurants verkauft und auch den preisgekrönten Truck möchte er hergeben. Warum das? Er möchte sich schlichtweg weiterentwickeln, indem er sich im nächsten Schritt auf den Ausbau von Food Trucks spezialisiert. Gewissermaßen bewegt er sich damit von der Gastronomie ein Stück weit zu seinem ursprünglichen Beruf als Bauunternehmer zurück. Sein Ziel ist es, besonders exklusive und individuelle Ausbaulösungen für angehende Food-Truck-Unternehmer anzubieten. Und wer nun Lust bekommen haben sollte, selbst ein solcher zu werden, für den hat Gediminas abschließend noch fünf wertvolle Ratschläge aus erster Hand.

Gediminas Petrikas Tipps für ein erfolgreiches Food-Truck-Unternehmen:

  1. Ein Food Truck ist harte Arbeit! Häufig wird hierüber nicht gesprochen. Doch bevor man ein Food-Truck-Business eröffnet, sollte man wissen, dass damit viel Mühe und Aufwand verbunden sind.
  2. Small or Big Business? Wo soll der Truck eingesetzt werden? Sind es die Festivals, auf denen die Besucher täglich zu Tausenden vorbeiflanieren? Oder beschauliche Ortschaften, in denen höchstens ein paar Hundert Kunden zu erwarten sind? Die Größe des Trucks bestimmt die Menge an Kunden, die man bedienen kann. Dessen sollte man sich bei der Anschaffung bewusst sein.
  3. Welche Küche darf’s sein? Was man ebenfalls im Vorfeld überlegen sollte, ist, welche Speisen man gern anbieten möchte. Je nachdem, ob man italienische Pizza oder asiatisches Wok-Gemüse zubereiten möchte, bedarf es einer ganz anderen Küchenausstattung.
  4. Das Menü – in der Kürze steckt die Würze! Im Hinblick auf das Menü ist es für Köche wie Kunden einfacher, wenn man sich auf eine Handvoll leckerer und frisch zubereiteter Gerichte beschränkt.
  5. Food Truck First: Dein Food Truck ist deine Arbeit, dein Reisemobil, möglicherweise dein Zuhause und noch vieles mehr. Hier sollte bei Wartung und Pflege definitiv nicht gespart werden!

Der Food Truck steht vor einem klassizistischen Gebäude

Food Trucks wie diesen möchte Gediminas in Zukunft noch viele ausbauen.

Der hintere Teil des Pizzaland Food Trucks

In einem gepflegten und zuverlässig funktionierenden Truck macht die Arbeit Spaß.

Blick in die Fahrerkabine des Mercedes-Benz Vario 810 DT

Durch eine erhöhte Sitzposition im Cockpit des Vario 810 DT hat man stets alles im Blick.

Blick auf die vier Backöfen im Inneren des Food Trucks

Mit vier Backöfen lassen sich Pizzen fast wie am Fließband backen.

Die gezeigten Umbauten wurden von unabhängigen Drittanbietern vorgenommen. Die Anbieter und Umbauten wurden nicht durch Mercedes-Benz überprüft. Die Abbildungen stellen insofern keine Bewertung des Anbieters und/oder der Umbauten durch Mercedes-Benz dar.

Fotos: Rytis Šeškaitis, Gediminas Petrikas

Mehr Links zum Entdecken: European Street Food Award, Baltic Food Truck @ Facebook

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