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In den Fernen Osten: Die Odyssee von Marleen und Roderik – Teil 2.

Ein Van unterm Sternenhimmel

Im Jahr 2016 gaben Marleen und Roderik ihren Wohnsitz auf und reisen seither im Zickzack durch Asien. Der zweite Teil zeigt, wie die beiden Niederländer auf Umwegen zu ihrem Glück gelangen.

Reise Nummer zwei – nun wird es ernst.

Nach ihrer ersten Asienreise im Jahr 2010 war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Im April 2016, nach fünfjähriger Pause, begann die zweite große Reise – natürlich wieder im – mittlerweile 35 Jahre alten – Mercedes-Benz 508 D. Eine Sache war diesmal jedoch anders: „Wir haben unseren Wohnsitz aufgegeben. Wir ließen unser Haus zurück, verkauften das meiste unserer Besitztümer und bunkerten den Rest im Dachboden meines Bruders“, erzählt Marleen. Seit nunmehr rund drei Jahren leben die beiden also ein Nomadenleben, tuckern durch Asien. „Unsere Neugierde auf diese wunderschöne Erde trieb uns dazu, alle Zweifel niederzulegen, in unseren Van zu steigen und wieder zu reisen“, sagt sie. Natürlich bringt die Entscheidung zu einem solchen Vorhaben auch Schwierigkeiten mit sich. Nicht immer, beziehungsweise sehr selten, geht der Plan so auf wie gedacht. Mit diesem Gedanken mussten sich die beiden immer wieder neu anfreunden. Und man muss Dinge so akzeptieren, wie sie kommen. Während ihrer Reise konnten sie beispielsweise die Grenze zu Nepal und Tibet nicht überschreiten, wo sie ursprünglich unbedingt hingewollt hatten.

Leben im Minimalismus.

Trotz kleiner Komplikationen sind Marleen und Roderick glücklich über ihre Entscheidung, aus dem System ausgebrochen zu sein. „Es ist durchaus nachvollziehbar, dass viele Leute denken, sie hätten nicht die Zeit oder könnten ihren Job nicht einfach so aufgeben. Auf eine gewisse Weise sind sie im System gefangen. In unserer Gesellschaft ist es ganz normal, dass der Lebensstandard mit dem Einkommen wächst und die Fixkosten entsprechend steigen. Es ist ein ewiger Teufelskreis“, meint die 37-Jährige. Diesen Kreislauf mieden Marleen und Roderick schon nach dem Studium. Sie hielten ihre Ausgaben gering, nahmen keine Hypotheken auf, legten keinen Wert auf Materielles, haben keine Kinder. Der Gedanke dahinter: So frei wie möglich sein, überall hingehen, wann immer der Wunsch dazu aufkommt. Die zwei sind der Meinung, dass ein Leben in kleineren Gemeinschaften sowie die Nähe zur Natur die wahre Art des Lebens ist. Denn Menschen in kleineren Gemeinschaften sorgen füreinander und arbeiten zusammen. Geld wird zur Nebensache.

Ein Mann wäscht sich an einem See

Teil des Vanlifes ist es auch, sich ab und an einmal im See zu waschen. Nicht jedermanns Sache.

Unterwegs als digitale Nomaden.

Doch Reisen ganz ohne Geld ist schwierig. Deswegen arbeiten die beiden unterwegs an mehreren Projekten. Als digitale Nomaden kooperieren sie mit einigen Unternehmen. Marleen übernimmt größtenteils Schreibarbeiten, verfasst Newsletter oder Blogposts für Firmen. Roderick führt Marketing-Coachings per Skype durch. Am meisten genießen die beiden jedoch die Zusammenarbeit mit NGOs, für die sie als visuelle Storyteller agieren. Auf ihren Reisen besuchen sie Projekte der Organisationen und erzählen mithilfe von Bildern, Videos und Texten die Geschichten von Menschen, die von den Projekten profitieren. Auf diese Weise sehen sie Orte, die man als Tourist so nicht zu sehen bekommt. Ausführlich kann man die Geschichten auf ihrem Blog Circumbendibus lesen.

Der Blog Circumbendibus.

Marleen und Roderick wollen auf ihrem Blog zwei große Dinge teilen, die sie durch das Vanlife gelernt haben:

  1. Die Welt ist ein Ort voller herzlicher und guter Menschen. „Verfolgt man die Nachrichten, nimmt man schnell den Pessimismus und das Misstrauen gegenüber fremden Kulturen an. Durch das Reisen haben wir genau das Gegenteil erfahren. In Ländern wie der Türkei, dem Iran, Pakistan und Indien, über die oft eher negativ berichtet wird, erlebten wir eine überwältigende Gastfreundschaft“, meint Marleen.
  2. Die Erde ist wunderschön. Die beiden nutzen den Blog, um Geschichten von Menschen zu erzählen, die, ebenso wie sie, nah an der Natur leben. Somit bildet der Blog eine Plattform, auf der Techniken, Lebenseinstellungen und Erfahrungen mitgeteilt werden können – eine Inspirationsquelle für alle, die irgendwo in ihrem Inneren dasselbe Kribbeln verspüren, wie es bei Marleen und Roderick der Fall ist.

Eine unendliche Reise?

Marleen und Roderick lernen jeden Tag dazu – und sind ihrer Meinung nach zu positiveren Menschen geworden. „Wir haben jetzt mehr Vertrauen in alles – Vertrauen in die Menschen, Vertrauen in ihre Gutmütigkeit, Vertrauen in uns und in unsere Zukunft.“ Das gewisse Kribbeln begleitet die beiden immer und überall. „Wir sind Wanderer. Wir sind immer auf der Suche nach etwas. Auf unserer letzten Reise haben wir das endlich akzeptiert.“ Wie es aussieht, werden die beiden also weiterhin in ihrem Van unterwegs sein. Momentan befinden sie sich in Japan und planen, ihnen noch unbekannte Orte Asiens zu bereisen. Die Landschaften, Kulturen, das gute Essen – dieser Teil der Erde hält sie magnetisch fest. Doch findet jede Reise irgendwann einmal ihr Ende. Wenn das eintritt, haben die beiden bereits eine Vision vor Augen: Nah zur Natur, ein eigenes kleines Haus, immer offen für ein neues Abenteuer.

5 Tipps von Marleen und Roderick für alle, die an einem alternativen Lebensstil interessiert sind:

  • Bescheidenheit: Es muss nicht gleich ein Truck mit 4×4-Antrieb sein, wenn man die Welt bereisen will. Der 35 Jahre alte Mercedes-Benz 508 D ist zuverlässig und dank seiner simplen Zusammensetzung leicht instand zu halten. Geld sollte eher für das Reisen als für einen teuren Wagen genutzt werden.
  • Timing: Es gibt keinen perfekten Moment, den Lifestyle der Träume zu leben.
  • Zweifel: Falls man Bedenken hat, muss man einfach den ersten Schritt wagen! Sorgen lösen sich Schritt für Schritt auf.
  • Fragen: Man sollte sich Gedanken darüber machen, was die Sehnsucht nach einem simpleren Leben oder einer großen Reise auslöst. Vielleicht der Wunsch nach mehr individueller Zeit? Die Lust auf Bekanntschaft mit neuen Menschen und Kulturen? Diese Überlegungen sollten schon jetzt ins Leben integriert werden.
  • Realismus: Das Vanlife wirkt sehr romantisch (vor allem auf Instagram). Aber es bringt auch harte Arbeit mit sich. Eigentlich sollte der Hashtag #realvanlife eingeführt werden, unter dem tägliche Herausforderungen und Umständlichkeiten wie das Fehlen einer Dusche thematisiert werden. Dieses Leben ist nichts für jedermann.

Zwei Menschen stehen neben einem Van und betrachten den Sonnenuntergang

Marleen und Roderick wissen, dass jede Reise irgendwann ein Ende hat. Momentan erscheint dieser Gedanke den beiden aber noch fern.

Ein Gruppe Menschen sitzt beim Licht einer Öllampe auf dem Boden

Das absolut Schönste am Reisen für die beiden: die Bekanntschaft mit neuen Menschen unterschiedlichster Kulturen.

Ein Gruppe Frauen lächelt in die Kamera

Als visuelle Storyteller für NGOs erzählen die beiden Holländer Geschichten von Menschen, die von den Organisationen unterstützt werden.

Zwei Männer an der geöffneten Hecktür eines Vans

Auf ihrem Blog erzählen Marleen und Roderick nicht nur vom Vanlife, sondern vor allem von den Menschen, denen sie begegnen.

Die gezeigten Umbauten wurden von unabhängigen Drittanbietern vorgenommen. Die Anbieter und Umbauten wurden nicht durch Mercedes-Benz überprüft. Die Abbildungen stellen insofern keine Bewertung des Anbieters und/oder der Umbauten durch Mercedes-Benz dar.

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