Eine Reise mit dem 1981er Mercedes-Benz L 508.

Blauer Mercedes-Benz L 508 D an der Küste

Total entspannt: Der Berliner Fotograf Gerrit Sievert vergleicht die Roadtrips in seinem ausgebauten 508 D mit reinster Meditation.

Ein Mercedes-Benz L 508 D von 1981, marineblau.

„Der Wagen hat mich damals regelrecht angeflirtet mit seinem netten Blick“, schwärmt Gerrit Sievert lachend. Vor fünf Jahren kaufte er sich einen marineblauen 508er und brachte ihn mit einem Freund und mithilfe der Berliner Firma Busbasis auf Vordermann. „Mir gefällt die solide Transporter-Technik, die in erster Linie gebaut wurde, um lange zu halten. In den OM 314 Motor könntest du Apfelsaft reinkippen, der läuft einfach – und klingt dabei auch noch wunderschön.“ Der 44-jährige Berliner Fotograf steht auf solide Mechanik, altes Design und klare Linien.

Im Innenraum des 508 D gibt es auch einen kleinen Gasherd

Kein Schnickschnack: Das Interieur des 508 D ist auf das Wesentliche reduziert.

Mediterran meditieren am Steuer.

Als Gerrit den Van mit einem Kumpel zum Camper ausbaute, wollte er auf keinen Fall etwas „klassisch Wohnmobilmäßiges“. Was das bedeutet? „Ich will im Wagen zum Beispiel keine Toilette drinhaben. Ich finde den Gedanken furchtbar, meinen eigenen Mist durch die Gegend zu fahren“, meint Gerrit und grinst. Die einzigen Luxuselemente sind ein XXL-Bett (Gerrit ist 1,95 Meter groß), ein kleiner Gasherd und ein solarbetriebener Kühlschrank, der sogar Eis produziert.

Roadtrip-Checkliste: 7 Tipps von Basis Camp Berlin für den Mercedes-Benz L 508.

  1. Betriebsflüssigkeiten kontrollieren und gegebenenfalls wechseln.
  2. Je nach Wartungsintervall auch Motoröl, Getriebeöl, Hinterachsenöl, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel, Lenkung, Wischwasser.
  3. Einen Wechsel von Kraftstofffilter und Ölfilter durchführen.
  4. Das Fahrzeug abschmieren – insbesondere die Vorderachse.
    Beleuchtung und Batterie checken.
  5. Reifen: Luftdruck, Alter und Zustand (auch Reservereifen) kontrollieren.
  6. Lenkgelenke und Rad-Achsaufhängung checken (Spurstange, Lenkstange, Lenkgetriebe, Radlager, Stabilisatorlager, Federgummilager, Achsschenkel).
  7. Zustand von Türen (Schlössern) und Scheiben prüfen.

Durchschnittlich 85 Kilometer pro Stunde.

Inzwischen sind Gerrit und seine Freundin mit dem Van weit herumgekommen: Frankreich, England, Polen und etliche Surfreisen nach Spanien zählen die beiden zu ihren Erinnerungen. Es sind diese Roadtrips, die Gerrit als „meditativ“ und „zen-mäßig“ beschreibt.

Wenn du so langsam unterwegs bist wie wir – im Schnitt fahre ich etwa 85 km/h – kommst du einfach runter. Das habe ich sehr zu schätzen gelernt.
Blauer Mercedes-Benz L 508 D an der Küste

Ton in Ton: Gerrits Liebling bei einem Zwischenstopp an der spanischen Küste.

Raum für Freiheit mit dem Mercedes-Benz L 508 D.

Außerdem kommt Gerrit durch seinen riesigen, auffälligen Van unterwegs immer wieder mit den Leuten ins Gespräch. Viele wollen reinschauen, erzählen von ihren eigenen Vans. „Manchmal winkt man uns auf der Straße auch einfach zu.“ Die Größe des 508er ist für Gerrit eher Vorteil als Problem: „Es gibt keinen anderen Van mit diesem Raumangebot: Deutlich größer als ein VW Bulli und trotzdem noch relativ kompakt und wendig genug.“

Für Gerrit ist das 35 Jahre alte Nutzfahrzeug mehr als nur ein Auto. „Manchmal, wenn wir nach dem Urlaub zu Hause in Berlin ankommen, können wir uns irgendwie nicht gleich an unsere Wohnung gewöhnen und verbringen noch eine Nacht im Van“, schwärmt Gerrit.

Unbezahlbar: Gerrits 7 schönste Momente auf Reisen.

  1. Die allererste Reise nach einem rudimentären Umbau. Einfach reinsetzen, losfahren und sehen: Es geht.
  2. Nach drei Tagen Fahrt in der Sommerhitze an der französischen Atlantikküste ankommen, den Motor abstellen und ins Wasser springen.
  3. Den Strand von Xagó in Asturien fast für uns zu haben und zu bleiben, bis wirklich alle Vorräte aufgebraucht sind. Und dann zu merken, wie wenig man letztlich zum Leben benötigt …
  4. In einem winzigen spanischen Dorf während des jährlichen Erntefests anzukommen und komplett in diesen Wahnsinn einzutauchen.
  5. Selbst gesammelte Muscheln kochen.
  6. Frühmorgens ins Wasser springen, surfen und mit einem Bärenhunger zum Bus zurücklaufen. Kaffee, Frühstück –und dann merken, dass der Tag gerade erst angefangen hat!
  7. Die erste Fahrt mit der Fähre: Erst nach England zu einer Hochzeit, dann durch die Biskaya nach Bilbao. Eine herrlich altmodische Art zu reisen.

Auf Reisen mit dem Mercedes-Benz L 508 als Camper Van.

Ehemals ein Einsatzfahrzeug des THWs, heute unverwechselbarer Camper Van mit Charme.

Der blaue Mercedes-Benz L 508 D unterwegs im Süden Frankreichs.

Ein wahrer Blickfang der restaurierte Mercedes-Benz 508 D.

Aussicht aus einem Camper auf das Meer

Ein Leben im Van ist nicht für jeden geeignet.

Die Fenster des 508 D von 1981 wurden von außen polarisiert

Das ist Luxus: Gerrits XXL-Bett mit XXL-Aussicht.

Nicht „klassisch wohnmobilmäßig“: Das Innenleben des 508ers.

Zu Hause unterwegs: Zurück in Berlin fehlt Gerrit das Leben im Van.

Im Schnitt 85 km/h: Die Reisen mit dem 508er sind für Gerrit wie Meditation

Blick aus dem Van: „Unterwegs wollen viele einfach reinschauen.“

Die gezeigten Umbauten wurden von unabhängigen Drittanbietern vorgenommen. Die Anbieter und Umbauten wurden nicht durch Mercedes-Benz überprüft. Die Abbildungen stellen insofern keine Bewertung des Anbieters und/oder der Umbauten durch Mercedes-Benz dar.

Fotos: Gerrit Sievert

Mehr Links zum Entdecken: The blue Mercedes-Benz L 508 D of Gerrit Sievert Berlin | Germany www.gerritsievert.com

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