Toffe Camper: Im Mercedes-Benz Lieferwagen durch Europa.

Dave und seine zwei Töchter stehen vor ihrem Mercedes Benz T2 613D

In einem umgebauten Mercedes-Benz Lieferwagen reisten die Holländer Marjolijn und Dave mit ihren beiden Töchtern ein halbes Jahr lang durch Europa.

Die Freiheit auf Rädern.

Wenn Dave den Schlüssel des „Stoere Bikkel“ umdreht und der Dieselmotor zu gluckern beginnt, sollte man besser nicht vor dem Auspuff stehen. Doch abgesehen vom schwarzen Wölkchen, mit dem er sich bemerkbar macht, fügt sich der umgebaute Camper fast nahtlos in jede Umgebung ein. Marjolijn, Dave und ihre beiden Töchter kennen ihn fast wie ein zweites Zuhause. Denn darin reiste die Familie vor der Einschulung der beiden Töchter ein halbes Jahr lang quer durch Europa. „Angefangen hat es damit, dass ich nach Santiago de Compostela wollte“, erinnert sich Marjolijn. „Wir starteten im Frühling, fuhren danach nach Tarifa, besuchten einen Freund in Rom, sahen uns die Alhambra an und verbrachten den Herbst in Österreich und Tschechien, bevor es im November wieder zurück nach Holland ging. Wir lieben die Berge, das Meer und die Möglichkeit, uns mit unserem Camper einfach irgendwo hinstellen zu können und die Umgebung zu genießen.“

Ein zweites Leben als Camper.

Hergestellt wurde der T2, vielen besser bekannt als „Düsseldorfer“, zwischen 1967 und 1996. Seinen Spitznamen verdankt der „DüDo“ dem Düsseldorfer Fabrikationswerk, in welchem der wuchtige Transporter vor allem als Kasten-, Pritschen- und Doppelkabinenfahrzeug gebaut wurde. Mit 130 PS und 5600 cm3 Hubraum verfügte der 613er über den leistungsstärksten Dieselmotor seiner Generation. „Stoere Bikkel bedeutet so viel wie harter Kerl“, erklärt Dave.

Der Van wurde 1984 gebaut. Als wir ihn vor sechs Jahren kauften, hatte er bereits 370.000 Kilometer auf dem Buckel. Etwa 80.000 weitere Kilometer sind wir selbst damit gefahren, bevor wir letztes Jahr den Motor durch einen anderen Originalmotor ersetzten.

„Stark und robust wie Mercedes-Benz selbst!“

Auf sieben Metern Gesamtlänge beherbergt der graue Riese von Familie Prister- Kramer sechs Betten, einen Essbereich und eine kleine Küche. Sogar für Strom ist gesorgt, dank einer Solarzelle, die Dave auf dem Dach montiert hat. „Als ich ihn vor sechs Jahren in Seeland abholte, sah er allerdings noch ganz anders aus“, erzählt der gelernte Mechaniker. Der Laderaum des ehemaligen Feuerwehrfahrzeugs verfügte nicht einmal über einen Boden. Dave investierte etliche Stunden in die Reparatur und die Suche nach passenden Originalteilen. Dennoch gerät er leicht ins Schwärmen, wenn er über seinen Traumwagen spricht: „Der 613er Düsseldorfer ist meiner Meinung nach einfach der wunderschönste Van, der je gebaut wurde – stark und robust wie Mercedes-Benz selbst!“

Der graue Mercedes Benz T2 613 D von der Seite

Vom Feuerwehrauto zum Sechsbett-Camper.

Sicher und geborgen im Mercedes-Benz 613.

Nicht nur Dave zeigt sich begeistert von der Kraft des Autos, auch der Rest der Familie fühlt sich im Font des Düsseldorfers sichtlich wohl: Die Kinder spielen Karten, lesen, hören Musik oder legen sich in ihr Bett, während Dave am Steuer sitzt. „Dieses Auto bringt uns überall hin“, schwärmt er, „durch jede Straße und über jeden Berg – zumindest fast immer.“ Doch auch wenn es mal ein Problem gibt oder Dave mal wieder der Sprit ausgeht, hat es die Familie dennoch immer ohne größere Zwischenfälle ans Ziel geschafft. „Der Van lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Darum passt er wohl auch so gut zu uns“, erklärt Marjolijn und schmunzelt. „Und wenn abends die ganze Familie in den Betten liegt und draußen der Wind vorbeizieht, fühlt man sich hier drin sicher und geborgen.“

Der Store Bikkel

  • Model: Mercedes-Benz T2 613D (Baujahr 1984)
  • Leistung: 130 PS bei 2.800 Umdrehungen pro Minute
  • Hubraum: 5.600 cm3
  • Kilometerstand: 450.000 km bis 2014, danach ersetzt durch einen Originalmotor mit 140.000 km

Der Besitzer

  • Dave Kramers (54), Mechaniker bei Toffecamper und Musiker
  • Marijolijn Priester (48), Administration Toffecamper und Sekretärin
  • Bowy Merlijn (12) und Lova Malou (9)

Harte Kerle, feine Damen.

Immer wieder wurde die Familie auf ihren Reisen auf ihr Gefährt angesprochen. „Viele wollten ihn mieten oder sich selbst ein ähnliches Auto bauen, aber ihnen fehlte das nötige Knowhow“, erzählt Marjolijn. So wurde die Idee des Familienunternehmens „Toffecamper“ geboren. „Wir fingen an, unseren Van zu vermieten und kauften sechs weitere Düsseldorfer-Modelle, die Dave zu Campern umrüstete.“ Heute vermietet die Familie ihre Camper an Familien und Reisegruppen aus ganz Europa. „Ferme Dame“, „Boef“, „Bastaard“, „Madam Coby“ und „Smeerpjjp“ verfügen allesamt über ihren eigenen Charakter und bieten Platz für jeweils vier bis sechs Personen.

Mercedes-Benz Sprinter Düsseldorfer Tofee-Camper-14

Der erste Van der Flotte von Toffe-Camper: Der Stoere Bikkel.

Düsseldorfer oder Pedale.

Der Lieblingswagen der Familie bleibt aber der Stoere Bikkel. Wohin der taffe Düsseldorfer die Familie als nächstes begleitet? „Keine Ahnung“, bekennt Marjolijn. „Uns geht es in erster Linie darum, neue Orte zu entdecken und die Freiheit zu genießen, die uns dieser Camper bietet.“ Bis zum nächsten Roadtrip kommt die Familie allerdings ganz ohne Sprit aus. Denn in ihrer Heimatstadt Amersfoort sind Marjolijn, Dave und die beiden Töchter ausschließlich auf ihren Fahrrädern unterwegs – wer einen Düsseldorfer hat, der braucht kein Auto.

Der Mercedes Benz Sprinter Düsseldorfer Toffe-Camper

Ein weiterer “Düsseldorfer” der Toffe-Camper Reihe der Familie Prister- Kramer.

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