Reisen im Oldtimer-Wohnmobil: Familienurlaub in Skandinavien – Teil 2.

Ein Wohnmobil fährt durch einen Wald

Für die Nehrmanns bedeutet Urlaub, in ihren Oldtimer-Van einzusteigen. Auch der zweite Teil der Serie zeigt, warum sich die Familie für das Reisen im Van entschieden hat.

Ein Tag am Meer.

Die Tür des Campers öffnet sich und lenkt grelles Licht ins Innere. Michael Nehrmann, seine Frau Nadine und die beiden Kinder Karla und Johan strahlen. Als sich ihre Augen an das reflektierte Licht des schneeweißen Strandes gewöhnen, setzen sie sich in Bewegung. Bepackt mit vier großen Badehandtüchern, diversen Verpflegungsutensilien und einer bunten Auswahl an Sandspielzeug, erkunden sie das unbekannte Terrain. Der perfekte Platz für einen Tag am Meer an der dänischen Nordseeküste ist schnell gefunden. Doch ans Hinlegen denkt erst mal niemand. „Komm, wir bauen eine Sandburg“, sagt Nadine zu ihren Kindern.

Ein beiger Hymer Camper steht auf einem weißen Strand

Michael Nehrmann und seine Familie haben halt an der dänischen Küste gemacht.

Das vorläufige Highlight.

Die Laune des Nachwuchses ist für Michael und Nadine der Stimmungsmacher eines jeden Urlaubs. Ihre Reisen sind deshalb äußerst abwechslungsreich. “Die Kleinen lieben das Fahren im Hymer, sie freuen sich immer, wenn der Motor angeschmissen wird. Deshalb bleiben wir meistens nicht lange an einem Ort“, erklärt der Vater. Die erste Anlaufstelle des Skandinavien-Trips endete aus diesem Grund schon nach fünf Tagen an einem Fährhafen im dänischen Hirtshals. Es soll weiter nach Norwegen gehen. Michael manövriert den großen Mercedes-Benz Hymer 540 sicher auf ein breites Schiff. Das riesige Fenster am Beifahrersitz des Campers wird von zwei neugierigen Köpfen in Beschlag genommen. Karla und Johan drücken ihre kleinen Nasen an die kalte Scheibe. Sie staunen nicht schlecht. Die weitläufige Stellfläche der Fähre ist das vorläufige Urlaubshighlight der beiden Kinder.

Michaels Tipps für das Reisen durch Skandinavien:

  1. Mach vom „Jedermannsrecht“ Gebrauch und schlafe draußen in der Natur.
  2. Fahre langsam und bedacht.
  3. Gehe viel Wandern.
  4. Sei spontan und halte dich nur an grobe Pläne.
  5. Und ganz wichtig: Lerne Angeln. Das habe ich nicht gemacht, was ein großer Fehler war.

Alle haben Spaß.

„Wir erwarten von unseren Kindern nicht, dass sie Dinge so sehen wie wir“, erklärt Michael, der mit seiner Familie inzwischen drei Tage in Norwegen unterwegs ist. Dass Karla und Johan auch an einem Schlüsselpunkt der skandinavischen Landschaftsästhetik immer noch viel von der Fähre sprechen, ist daher vollkommen verständlich für die beiden Eltern. Eine Wanderung am Fuß des Gletschers im wunderschönen Folgefonna-Nationalpark kommt deshalb nur für einen Erwachsenen infrage. Diesmal ist es Nadine, die alleine loszieht. Michael bleibt hingegen bei den Kindern. Das buchstäbliche Eis bricht er, als er ihnen vom Baden im großen Gletschersee erzählt. Wenig später springt der Vater mit seinen Kindern in das kühle Wasser. Und so kommen auch Karla und Johan endgültig in Norwegen an.

  • Ein Gletschersee, im Hintergrund eine bewaldete Berglandschaft
  • Ein Abendpanorama in einem Nationalpark
  • Ein Wohnmobil fährt in einen Fährhafen
  • Eine Frau und ein Kind wandern

Die geheimnisvollen Beeren.

Auch der achte Tag in Norwegen macht es den Kindern leicht, den Urlaub zu genießen. Wesentlicher Programmpunkt heute: das Sammeln der geheimnisvollen Moltebeere. Michael lenkt den Hymer Oldtimer deshalb in die Nähe des Heddersvatnet-Sees. Um das schmale Gewässer soll eine recht große Ansammlung des nordischen Gewächses beheimatet sein. Als die Nehrmanns einen geeigneten Ort zum Halten finden, stellen sie den Van vorsichtig ab. Wenig später ist es dann so weit, die Schatzsuche beginnt. Nach nicht mal einer Stunde halten Karla und Johan schon unzählige orangerote Beeren in den Händen. Die große Motivation der beiden wird allerdings getrübt, als das Gesammelte probiert wird. „Ich glaube, die Norweger mögen die sauren Beeren mehr als wir“, gibt Nadine schmunzelnd zu verstehen.

Das Ziel ist erreicht.

Nach elf Tagen Norwegen geht es dann auf zur letzten Skandinavien-Etappe. Das Ankommen in Småland bei der schwedischen Verwandtschaft markiert das große Ziel der Reise. Die fast drei Wochen des Unterwegsseins fühlen sich jetzt an wie ein Ganzes. Und die Konstante ist der beige, große Oldtimer. Mit ihm sind Eltern und Kinder durch mysteriöse Wälder gefahren, haben halt an einsamen Seen gemacht und dort geschlafen, wo es ihnen am besten gefällt. Was für Michael und Nadine ohnehin schon klar war, ist jetzt auch für Außenstehende verständlich: Große, lange Reisen im Camper-Van mit Kindern sind nicht nur möglich, sie sind wunderschön.

Ein Wohnmobil steht an einem Strand

Immer, wenn der Familie ein Ort gefällt, stellen sie ihren Camper ab und erkunden die Gegend.

Ein kleiner Junge rennt in einen See

Johan schätzt die vielen Bademöglichkeiten unterwegs.

Ein Mann fährt Fahrrad und hat dabei einen Schwimmreifen über der Schulter

Michael Nehrmann leistet vollen Einsatz für seine Kinder.

Eine Frau und ein kleines Kind baden in einem See

Nadine und ihre Tochter Karla baden in einem See in Schweden.

Ein kleiner Junge hält einige rote Beeren in seinen Händen

Johan hält voller Stolz die gesammelten Moltebeeren in seinen Händen.

Ein Wohnmobil fährt über eine Brücke in einem Wald

Der beige Hymer 540 ist auch in den Wäldern Norwegens ein wahrer Hingucker.

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