Durch Norwegen mit Konsta Punkka und dem Hymer Reisemobil.

Das Hymer Wohnmobil fährt vor rot leuchtenden Bergen über eine Brücke

Der Finne Konsta Punkka hat sich einen Namen als Wildlife-, Natur- und Abenteuerfotograf gemacht. Mit dem Hymer Reisemobil unternahm er einen Roadtrip durch Norwegens atemberaubende Landschaften.

Die Nacht zum Tag machen.

Es ist drei Uhr nachts und Konsta Punkka ist hellwach. Er hat seinen Rhythmus so umgestellt, dass er nachts wach ist, um zu fotografieren. Stattdessen schläft er am Tag. Wieso? Weil das Licht im skandinavischen Sommer tagsüber zum Fotografieren zu grell ist. „Als Fotograf ist es etwas ganz Besonderes, im Sommer durch Skandinavien zu reisen. Das liegt vor allem an dem goldenen Licht, das man hier die ganze Nacht lang hat.“ Mit dem Hymer Reisemobil erkundet er zusammen mit seiner Freundin Anna Norwegens Küste. Auf ihrem Roadtrip reisen sie auf einsamen Straßen durch unberührte Natur, erklimmen schroffe Gipfel, die aus dem Atlantik ragen, und besuchen entlegene Fischerdörfer.

Sonnenuntergang an der felsigen Küste Norwegens

Gipfelstürmer: Konsta liebt es, in der Natur zu sein und Berge zu erklimmen.

Inspiriert von Mutter Natur.

MYVAN: Was inspiriert dich?
Konsta: Die Natur an sich inspiriert mich, aber auch die Tatsache, wie viel Unerforschtes es in der Wildnis gibt. Dinge, von denen wir nichts wissen. In diesem Moment passieren da draußen gerade verrückte Dinge, während andere Leute in der Stadt herumspazieren. Zu wissen, dass ich im richtigen Moment vor Ort bin, um etwas Einzigartiges einzufangen, treibt mich an.

Wie viel Zeit nimmst du dir für ein Foto?
Bei der Arbeit mit Tieren kann es von einem ganzen Tag bis zu mehreren Wochen dauern. Das kommt ganz darauf an, wie scheu die Tiere sind. Es reizt mich, seltene Tiere wie Wölfe vor die Linse zu bekommen. Ich habe dieses Jahr sieben Versuche gestartet und jeweils mindestens zwei Tage Zeit investiert. Dabei ist für meinen Geschmack bisher kein brauchbares Ergebnis herausgekommen. Es braucht also definitiv viel Zeit und Geduld.

Auf Augenhöhe mit wilden Tieren.

Konsta fotografiert, seitdem er 17 Jahre alt ist. Auf Instagram erreicht der „Eichhörnchen-Flüsterer“ über eine Million Follower. Seine Arbeit in einem Satz? „Ich fange die Emotionen der Tierwelt auf einer sehr persönlichen, intimen Ebene ein.“ Schaut man sich seine Porträts von Eichhörnchen, Füchsen, Bären und anderen Wildtieren an, hat man tatsächlich das Gefühl, den Tieren tief in die Seele blicken zu können. Wie er das macht? Mit allerhand Geduld und Durchhaltevermögen. Manchmal warte er bis zu drei Tage in einem Versteck, um seltene und scheue Tiere wie Wölfe vor die Linse zu bekommen, erzählt uns der 24-Jährige. Da helfe nur eins: Einen klaren Kopf bewahren und immer das Ziel vor Augen haben.

Konstas 6 ultimative Tipps für gute Fotos:

  1. Das Licht: Wenn man in den nordischen Ländern unterwegs ist, sollte man unbedingt nachts fotografieren und nicht im harten Tageslicht. Das Licht macht das Foto erst interessant.
  2. Das Motiv: Um außergewöhnliche Fotos zu machen, ist es wichtig, eine konkrete Vorstellung davon zu haben, was man eigentlich fotografieren will. Wenn man sich Gedanken über das Motiv macht, kann man mehr herausholen als zufällige Instagram-Bilder.
  3. Die Perspektive: Wenn man mit einem Weitwinkelobjektiv von unten nach oben fotografiert, lässt es das Tier sehr würdevoll wirken. Wenn man das gleiche Tier mit einer Drohne von oben fotografiert, wirkt es als Teil der Umgebung. Die Wahl der Perspektive macht einen erheblichen Unterschied.
  4. Die Umgebung: Man muss nicht immer an bestimmte Orte reisen, um tolle Fotos zu machen. Stattdessen sollte man die Umgebung rund um seine Heimat kennenlernen. Ich nehme 50 Prozent meiner Arbeit innerhalb eines Umkreises von 100 Kilometern von meinem Zuhause auf. Man kann auch inmitten der Straßen Berlins einen Fuchs entdecken. Es spielt keine Rolle, wo du bist – vielmehr spielt es eine Rolle, was du fotografierst.
  5. Das Objektiv: Man sollte auf so viele verschiedene Objektive zurückgreifen wie möglich, um die unterschiedlichen Perspektiven zu nutzen. Belässt man es bei einem Objektiv, wird man gewissermaßen „blind“.
  6. Der Ort: Man sollte sich mit der Umgebung, in der man fotografieren will, erst einmal vertraut machen, bevor man drauflosknipst. Wenn man das Motiv oder die Landschaft zuerst ein paar Minuten auf sich wirken lässt, entstehen ganz andere Bilder.

Norwegisches Fischerdorf mit schroffen Felsen im Hintergrund

Die Lofoten sind bekannt für ihre schroffen Felsen und ihre idyllischen Fischerdörfer.

Konsta und Anna sitzen auf Campingstühlen neben ihrem Hymer Wohnmobil am Meer

Relaxen mit Ausblick: Für Konsta und Anna genau das Richtige nach einer anstrengenden Wanderung.

Sonnenuntergang an der norwegischen Küste

Die Sonnenuntergänge an der norwegischen Küste sind zauberhaft.

Sonnenuntergang in der norwegischen Berglandschaft

Mitternachtssonne: Im Sommer geht die Sonne in Norwegen nie komplett unter.

Schroffe Felsen an Norwegens Küste, die direkt ins Meer münden

Typisch Norwegen: Spektakuläre Berge, die ins Meer münden.

Anna steht vor dem Hymer Wohnmobil am Wasser mit einem Fischerdorf im Hintergrund

Zwischenstopp vor atemberaubender Kulisse: Mit dem Hymer Wohnmobil reisten Konsta und Anna quer durch Norwegen.

Komfortabel unterwegs mit dem Hymer Reisemobil.

MYVAN: Was macht für dich den Charme einer Reise in einem Wohnmobil aus?
Konsta: Der Trip durch Norwegen war meine erste Reise im Wohnmobil. Normalerweise schlafe ich häufig in meinem Auto. Ich klappe dann die Sitze um und schlafe auf meiner Matratze. Die Reise im Wohnmobil war also definitiv komfortabler. Außerdem kann man viele Dinge mitnehmen – es ist wie ein kleines Zuhause. Man braucht sich keine Gedanken zu machen – man fährt einfach so lange, wie man mag, geht dann raus, um zu fotografieren, und wenn man müde ist, kann man irgendwo parken und schlafen.

Du bist ständig an verschiedenen Orten. Wäre das Vanlife etwas für dich?
Auf jeden Fall! Ich muss nicht an einem Ort bleiben, um meiner Arbeit nachzugehen. Im Gegenteil, ich könnte mein Büro und mein Zuhause ohne Probleme in einen Van transferieren. Dann könnte ich reisen, wohin ich will, und von dort aus arbeiten. Mir gefällt diese Idee sehr gut. Es wäre fantastisch, in ganz Europa herumzufahren und von unterwegs zu arbeiten. Vielleicht mache ich das in Zukunft.

  • Blick aus dem Beifahrerfenster des Hymer Wohnmobils
  • Das Hymer Wohnmobil in der norwegischen Landschaft aus der Vogelperspektive
  • Das Hymer Wohnmobil fährt eine Straße umringt von Bäumen entlang
  • Blick aus dem Fenster des Hymer Wohnmobils auf die felsige Küste

Von Finnland nach Norwegen und zurück.

Zwölf Tage lang fuhren Konsta und Anna durch die skandinavische Mitternachtssonne, die die Landschaft Nacht für Nacht in ein tiefes Orangerot taucht. Von Helsinki ging es zunächst quer durch Finnland bis zur Küste Norwegens. Ihr Ziel: die norwegische Insel Senja und die Lofoten. Auf dem Programm standen zahlreiche Wanderungen auf Gipfel, die sich vor den tief in das Land reichenden Fjorden auf über 2.000 Meter Höhe erheben. Tierische Begegnungen blieben auch nicht auf der Strecke. Konstas absolutes Highlight: In der Sommersaison gibt es in Norwegen viele Fuchswelpen. „Wir fuhren einen 20 Kilometer langen Part, auf dem wir alle paar Meter anhalten mussten, weil Welpen über die Straße liefen. Als Tierfotograf musste ich natürlich jedes einzelne Mal aussteigen und sie fotografieren.“ Es habe also eine Weile gedauert, bis sie ihr Ziel endlich erreichten, erzählt der Tierfreund vergnügt. Durch Schweden führte sie ihr Roadtrip schließlich wieder zurück in die finnische Hauptstadt.

Konstas 3 schönste Gipfelwanderungen auf der norwegischen Insel Senja:

  1. Husfjell: Ein einfacher Aufstieg mit sehr schöner Aussicht.
  2. Segla: Eine der berühmtesten Touren auf Senja ist die Segla-Wanderung, auf der man außergewöhnliche und atemberaubende Gipfel sehen kann.
  3. Breidtinden: Hierbei handelt es sich um den höchsten Gipfel der Insel. Der Aufstieg ist ziemlich schwierig, aber er lohnt sich. Vor allem, wenn man während der Mitternachtssonne oben ist, wenn die Sonne ins Meer eintaucht.

Anna lehnt sich aus dem Beifahrerfenster des Hymer Wohnmobils

Im komfortablen Hymer Wohnmobil ging es durch Norwegens unberührte Natur.

Der Zauber der Natur:
Skandinavien pur.

MYVAN: Wie sah ein typischer Tagesablauf aus?
Konsta: Wir fuhren und wanderten in der Nacht und fotografierten bis in die frühen Morgenstunden. Deshalb konnten wir nur selten auf Campingplätzen übernachten, denn diese waren geschlossen, wenn wir irgendwo ankamen. Wir suchten uns unterwegs einfach einen Parkplatz und schliefen im Wohnmobil. Etwa alle drei Tage machten wir an Campingplätzen halt, um das Abwasser zu entsorgen und einige Geräte aufzuladen.

Was macht die Landschaft Norwegens für dich so einzigartig?
Die Insel Senja und die Lofoten sind unvergleichlich mit ihren atemberaubenden Bergen. Wenn man gerne wandert und die Natur erkundet, sollte man diese Orte definitiv gesehen haben, weil sie eine Menge Abwechslung zu bieten haben. Man muss nicht immer die touristischen Ziele ansteuern, sondern kann gerade abseits dieser Gebiete schöne Wanderungen machen. Ich mag die Gegend sowohl im Winter als auch im Sommer sehr gerne. Der Blick auf die Berge, die direkt ins Meer führen, ist einfach spektakulär.

Ich mag diese Art des Reisens: Jederzeit zurück zum Wohnmobil gehen zu können, um zu schlafen, ist sehr bequem.
Das Hymer Wohnmobil fährt bei Vollmond eine Straße entlang

Die Nacht verleiht Norwegens Straßen fast etwas Mystisches.

Norwegen bei Nacht dank Mitternachtssonne.

MYVAN: Welche Tipps gibst du jemandem, der eine Reise durch Norwegen plant?
Konsta: Wenn man während der Sommersaison reist, sollte man auf jeden Fall seinen Schlafrhythmus umstellen. Während der Nacht zu reisen, ist wesentlich schöner. Man bekommt viel mehr mit von der erstaunlichen Tierwelt, der Landschaft und die Straßen sind frei. Es ist möglicherweise etwas qualvoll, tagsüber zu schlafen und nachts herumzufahren, aber es wird sich definitiv auszahlen.

Wenn man kleine Inseln wie die Lofoten besucht und mit einem größeren Wohnmobil reist, ist es tagsüber oft sehr überlaufen. Manchmal kann man die geplante Route nicht nehmen, weil sie zu voll ist. Und es wird schwierig, Parkplätze für das Wohnmobil zu finden. Ich empfehle außerdem jedem, sich Zeit zu lassen und nicht immer nur den schnellsten Weg zu nehmen. Auf kleineren Straßen sieht man meistens mehr von der schönen Landschaft. Also: Autobahnen soweit möglich vermeiden.

Fotos: Konsta Punkka

Mehr Links zum Entdecken: konstapunkka.com – @Instagram, @Facebook

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