„This Moving House“ – ein Sprinter-Ausbau geht viral.

Innenausbau des Sprinters

Als der Brite Jack Richens seinen Sprinter zum mobilen Zuhause umbaut, ahnt er nicht, dass sein Projekt bald große Wellen schlagen wird.

Großer Sprinter – kleines Zuhause.

Über 20 Millionen Mal wurde das Video über Jack Richens’ Sprinter inzwischen angeschaut, über 30.000 Mal geteilt. Kein Wunder – dieser Umbau kann sich sehen lassen. In viermonatiger Arbeit funktionierten der 38-jährige Brite aus Oxford und seine Freundin Lucy, die das Layout entworfen hat, den Van zu einem kleinen Zuhause um. Mit dem Projekt „This Moving House“ liegt der gelernte Rundfunktechniker Jack voll im Trend. Die Tiny-House-Bewegung, die das Leben in kleinen Häusern popularisiert, bekommt in letzter Zeit weltweit Zuspruch. Auf wenigen Quadratmetern schafften es Jack und Lucy, ein großes Bett für Erwachsene sowie zwei kleine Schlafkojen für die beiden Töchter zu integrieren. Darüber hinaus gibt es eine Kochnische und einen Esstisch.

Genug Power, wenn es drauf ankommt.

Die größte Herausforderung während des Ausbaus war es, genug Platz für Jack, Lucy und ihre beiden Töchter zu schaffen. Der Van sollte geräumig und alltagstauglich sein und trotz des oft trüben britischen Wetters genug Licht hineinlassen. Gleichzeitig sollte alles robust und kindersicher sein. Bei diesen Anforderungen stand die Entscheidung, den Sprinter für den Ausbau zu nutzen, für Jack schnell fest. Höhe, Stärke und Zuverlässigkeit des Vans waren dabei ausschlaggebend: „Über die Jahre hinweg bin ich viele mittelgroße und große Vans gefahren und es hat mich immer beeindruckt, wie kraftvoll der Sprinter ist.“ Als Jack über das Wochenende einen Sprinter für private Zwecke anmietet, ist er endgültig überzeugt: Das ist der Van, den er als Basis für den Ausbau verwenden möchte. „In einem umgebauten Van ist man selten in Eile, aber es ist gut zu wissen, dass der Sprinter die Leistung liefert, wenn es drauf ankommt.“

Es verging kein Tag, an dem ich nicht geflucht, geschrien oder gegen irgendetwas getreten habe. Oft sah ich tagelang keinen Fortschritt, das war sehr frustrierend.

Ein Van, inspiriert von Wasserfahrzeugen.

Das Leben im Van ist für Jack und seine Familie nichts Neues. Bereits sieben Jahre lebten sie in einem Van, um Geld für ein Haus anzusparen. Während dieser Zeit kamen Jack zahlreiche Ideen zur Verbesserung der Bauweise und der Einrichtung. Mit dem Projekt „This Moving House“ setzte er seine Einfälle schließlich um. Die Basis dieses Mal: ein Sprinter 313 CDI. Als Inspiration für das Interieur dienten diverse Wasserfahrzeuge wie Kähne und Kanalboote. Die nautischen Einflüsse sind auf den ersten Blick erkennbar: Die Betten der Kinder gleichen mit ihren runden Fenstern Schiffskojen. Der Ausbau kostete Jack trotz aller Begeisterung auch oft viel Zeit und Nerven: „Es verging kein Tag, an dem ich nicht geflucht, geschrien oder gegen irgendetwas getreten habe. Oft sah ich tagelang keinen Fortschritt, das war sehr frustrierend.“ Doch am Ende hat sich die harte Arbeit gelohnt und Jacks außergewöhnliches Design findet weltweit Anerkennung.

Lucy entwarf die Layouts für das Design des Vans, die Jack anschließend am Computer konstruierte und dann umsetzte.

Das Innere des Vans ist liebevoll dekoriert, mit Details wie den bunten Kacheln und der beleuchteten Weltkarte über dem Herd.

Auch in Zukunft setzt Jack auf den Sprinter. Er plant Reisen durch Europa und Afrika sowie drei weitere Umbauten bis zum Ende des Jahres.

Der hintere Bereich des Vans bietet durch Schubladen weiteren Stauraum, etwa für Surfbretter oder Schuhe.

Photos: This Moving House

More Links to explore: www.thismovinghouse.co.uk

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