Van-Hygiene – wie man auch auf langen Reisen sauber bleibt.

Eine Person wäscht sich die Hände

Wie duscht man mit wenig Wasser? Was tun, wenn keine Toilette vorhanden ist? Wie kann man auf engstem Raum Ordnung halten? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Hygiene beim Reisen im Van.

Vanlife muss nicht unhygienisch sein.

Hygiene im Alltag, ob am eigenen Leibe oder in der unmittelbaren Umgebung, ist ein menschliches Grundbedürfnis. Als unerfahrener Camper schreckt man daher schnell zurück, wenn es um das Leben in einem Van geht. Denn wohnlich eingerichtete Kleintransporter verfügen nicht immer über eine Dusche und Toilette und auch der Vorrat an fließendem Frischwasser ist begrenzt. Das macht es für viele unvorstellbar, auf lange Sicht einen gewissen Hygienestandard aufrechtzuerhalten. Doch die Vorurteile sind unbegründet. Wir haben die Vanlife-Community durchforstet und einige effektive Tipps und Tricks gefunden, mit deren Hilfe es sich auch in einem Van angenehm leben lässt.

Vogelperspektive auf zwei Camper-Vans, die eine Straße entlangfahren

On the Road herrschen andere Bedingungen als im Wohnhaus.

Viele Wege führen zur Dusche.

Zunächst einmal ist es wichtig, die Alltagsroutine einer stationären Bleibe abzulegen und sich an die Gegebenheiten der Wohnung auf zwei Achsen anzupassen. Es beginnt mit den Frisch- und Abwassertanks, die selten mehr als 100 Liter fassen. Für ausgiebiges Duschen reicht das nicht, vor allem nicht, wenn man zu zweit unterwegs ist und auch mal Geschirr abspült. Doch es gibt andere Wege, die eigene Körperwäsche zu verrichten. Am einfachsten ist es, von sanitären Anlagen auf Raststätten, Campingplätzen oder in Schwimmbädern Gebrauch zu machen. So manch ein Langzeitreisender schloss auch schon eine Mitgliedschaft bei einer Fitnessstudio-Kette ab, um an verschiedenen Orten eine heiße Dusche genießen zu können. Hat man weder im Van noch außerhalb davon eine Dusche zur Verfügung, so kann man ganz traditionell mit einem Eimer Wasser und einem Waschlappen ebenfalls ein gutes Ergebnis erzielen, ohne dabei viel von dem Nass zu vergeuden.

Wasser vom Friedhof.

Vielleicht fragt sich an dieser Stelle der ein oder andere: Woher bekomme ich eigentlich sauberes Frischwasser? Die gängigen Anlaufstellen bestehen auch hier wieder in Raststätten, Campingplätzen und dergleichen. Doch weniger offensichtliche Orte, wie etwa Friedhöfe können im Notfall ebenfalls als Quelle dienen. Möchte man das Wasser trinken, ist unbedingt auf eine entsprechende Kennzeichnung zu achten. Alternativ kann man Trinkwasser auch in größeren Kanistern im Supermarkt kaufen.

Ein tropfender Wasserhahn im Freien

Wasserstellen sind das A und O für Camper.

Wenn man für kleine Vanlifer muss.

Ein anderes unvermeidliches Thema ist der Toilettengang. Verfügt der Van über eine Einbau-Toilette, ist diese nur begrenzt und besser für das kleine Geschäft nutzbar. Auch hier ist es praktischer, auf Cafés, Fast-Food-Restaurants, Tankstellen und öffentliche Toiletten auszuweichen. Daher lohnt es sich, vor dem Verlassen einer Stadt regelmäßig einen obligatorischen Stopp hierfür einzuplanen. Befindet man sich fernab der Zivilisation, gibt es wiederum andere Möglichkeiten. Sollte man einmal nachts das Bedürfnis haben und möchte den Van nicht verlassen, kann man alternativ den „Pinkeltrichter“ verwenden. Dieser Begriff wurde von dem YouTube-Van-Reisepaar Eamon und Bec geprägt und beschreibt eine Konstruktion, bestehend aus einem hochgehängten Trichter, Schlauch und Auffangbehälter. Für das große Geschäft empfiehlt sich hingegen ein Campingklo.

Blick ins Innere eines aufgeräumten Wohnmobils

Im Van sollte man nichts herumliegen lassen.

Ordnung halten auf fünf Quadratmetern.

Neben den eigenen körperlichen Bedürfnissen gilt es, sich um den Van-Haushalt zu kümmern. Man möchte meinen, dass sich der Aufwand bei einer einstelligen Quadratmeterzahl in Grenzen hält. Tatsächlich ist die Gefahr hier jedoch größer, im Chaos zu versinken. Mit herumliegenden Gegenständen versperrt man sich auf engem Raum schneller den Weg. Wichtig ist es daher, mit gut durchdachten Stauraumsystemen zu arbeiten. Verwendet man einen Gegenstand gerade nicht mehr, so sollte man ihn besser gleich anstatt später wieder verstauen, so die Goldene Regel. Platz sparen kann man auch, indem man gekaufte Produkte schon im Laden von sperrigen Verpackungen befreit, wie etwa ein in Plastik eingeschweißtes Müsli von der Pappschachtel. Nicht zuletzt ist regelmäßiges Ausmisten sehr hilfreich. Denn je mehr Ordnung im Van herrscht, desto schneller ist man beim Durchputzen!

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