Vanlife – Bereit für ein Leben im Camper-Van?

Ein Mann liegt in einem Van und schaut in die Ferne

Ein Leben im Camper-Van? Für viele ein Traum, für andere undenkbar. Sicher ist: Man muss schon der Typ für das Vanlife sein. Wir sagen euch, was es dazu braucht und was ihr beachten müsst.

Roadtrip oder Vanlife – Gibt’s da einen Unterschied?

Urlaub oder Reisen? Das ist so wenig das Gleiche wie Roadtrip und Vanlife. Urlaub heißt, nicht arbeiten zu müssen, zeitlich beschränkt den Alltag hinter sich zu lassen – doch früher oder später wieder von seinem Roadtrip in die (Arbeits-)Routine zurückzukehren. Vanlife bedeutet hingegen, diese Routine ein für alle Mal hinter sich zu lassen, immerzu Reisender und jeden Tag aufs Neue auf dem Sprung zu sein. Doch eben auch: unterwegs arbeiten zu müssen, sich „on the road“ selbst zu organisieren, damit ein solches Nomadenleben überhaupt erst möglich wird. Das Wohnzimmer? Der Camper-Van. Das Büro? Ebenfalls der Van. Wer sich für das Leben auf der Straße entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass die eigenen vier Wände fortan auf vier Rädern immer dabei sind. Und sie fahren an traumhafte Orte. Doch nicht nur …

Mann krempelt sich die Hose hoch

Auf der Schiebetürkante des Mercedes-Benz Sprinter – hier zieht sich der Fotograf Ben morgens an. Er lebt dauerhaft in seinem Camper-Van.

Vom Minimalismus und der Freiheit eines Lebens im Van.

Was gibt es Schöneres, als in einer wunderschönen Landschaft und bei Sternenhimmel zu Abend zu essen – und das womöglich jeden Tag. Wie beruhigend muss es sein, an seinem Laptop zu arbeiten und den Blick nach draußen schweifen zu lassen, wo ein stiller See die Konzentration fördert. All das ist Vanlife: Freiheit, Spontanität, ein Leben im Hier und Jetzt. Und ein Zuhause in der Natur. „Speziell in den letzten Jahren hatten wir mit Stress, Angst und den vielen Erwartungen, die die Gesellschaft an den modernen Menschen stellt, zu kämpfen“, erzählt der Australier Jonny von „Rebel on a Rainbow“, der mit seiner Jugendliebe Jess die Wohnung erst gegen einen Mercedes-Benz Vito und dann gegen einen Sprinter tauschte. „Also haben wir uns entschieden, unser Leben zu vereinfachen. Wir wollten unnötigen Ballast abwerfen und so wieder eine Balance im Leben finden.“

Vanlife – Nicht jeder ist der Typ dafür!

Im Van zu leben, heißt also auch: Minimalismus, Bescheidenheit – eben auf vieles zu verzichten. Nicht zuletzt deshalb genügt es vielen, diese Freiheitserfahrung mit dem Van immer nur für ein paar Tage oder einige Wochen auf einem Roadtrip zu machen. Denn man muss schon der Typ für ein Leben im Camper-Van oder Wohnmobil sein: die Natur lieben, die Ansprüche herunterschrauben können und vor allem spontan und flexibel sein. „Denkt euren Alltag genau durch, jeden Aspekt eures täglichen Lebens“, rät der US-Fotograf Ben, der gemeinsam mit seiner Freundin Katch, ebenfalls Fotografin, in einen Sprinter gezogen ist. „Das Leben im Van beeinflusst auch Gewohnheiten, die man zunächst nicht auf dem Schirm hatte, die kleinen Dinge des Alltags.“ Zum Beispiel? Die morgendliche Dusche, die Post, die Wäsche, und, und, und …

Eine Frau und ein Mann sitzen auf der Trittstufe ihres Camper Vans

Katch und Ben – seit einem Jahr leben sie nun im Mercedes-Benz Sprinter. Und sie denken nicht ans Aufhören.

Der richtige Van und der richtige Aufbauhersteller.

Wie komfortabel man seinen (Arbeits-)Alltag im Reise-Van gestalten kann, hängt natürlich von dessen Größe und Ausstattung sowie vom individuellen Erfindergeist ab. Sicher ist: Die Vans und Reisemobile von Mercedes-Benz bieten für jeden Anspruch das Passende. Der Citan eignet sich für kleinere Touren, der Vito oder der Marco Polo, der Marco Polo HORIZON und der Marco Polo ACTIVITY sind für (sportliche) Roadtrips perfekt und in der Vanlife-Szene besonders beliebt ist der Sprinter, der von unzähligen Reisenden entweder in Eigenregie oder mit Hilfe eines Aufbauherstellers liebevoll zum Camper-Van umgebaut wird. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Finde den richtigen Van.

Ob Citan, Vito, Sprinter, Hymer oder Marco Polo – für jeden Anspruch und jeden Reisetyp findet sich im Mercedes-Benz Kosmos der passende Van. Doch welcher ist der richtige? Das hängt davon ab, wie oft, wie lange und wie man gern reisen möchte. Hier einige Anregungen zur Selbstfindung.

Ausgebauter Sprinter steht an der Küste

Citan, Vito, Sprinter (Foto), Hymer, Marco Polo – für jeden Reisetyp gibt es im Mercedes-Benz Kosmos den passenden Van.

Die berühmtesten Ausbauten von Mercedes-Benz Vans.

Sich zu Hause fühlen im Van: Dafür muss das Fahrzeug einige Anforderungen erfüllen. Höchste Zeit, beim Ausbau des Vans kreativ zu werden. Was man dabei alles rausholen kann, zeigen unsere berühmtesten Ausbauten von Mercedes-Benz Vans.

Türkei, Vanlife, Kappadokien

Früh am Morgen in Kappadokien, Türkei. Heißluftballons, so weit das Auge reicht.

Der richtige Reisepartner.

Mindestens genauso wichtig wie das passende Fahrzeug ist, wer mit einem den Alltag im Camper-Van bestreitet. Denn dieser ist mehr als nur ein Beifahrer. Perfekt natürlich, wenn sich die Reisepartner ergänzen und mindestens einer ein bisschen Ahnung vom Fahrzeug hat, um im seltenen Fall einer Panne selbst Hand anlegen zu können. Das Leben auf wenigen Quadratmetern und mit kaum Privatsphäre erfordert Kompromisse. Reist man stattdessen allein, kann dieses Alleinsein ebenfalls herausfordernd sein. „Am Wichtigsten ist, sich die anfallenden Arbeiten gut aufzuteilen und Probleme immer offen anzusprechen, bevor es zum Streit kommt“, sagen etwa Samara und Samuel. Das Paar lebt in einem Vito und hat einige gute Tipps, wie man das Leben im Van gemeinsam meistert.

Mobiles Homeoffice: Arbeiten auf vier Rädern.

Die wenigsten Van-Nomaden leben in den Tag hinein. Denn irgendwo muss das Geld zum Leben schließlich herkommen. Die Lösung: Statt der geregelten 40-Stunden-Woche im Büro, heißt es Arbeiten in Cafés oder einfach am Van-Klapptisch, der so zum Schreibtisch des eigenen mobilen Homeoffices wird. Allein schon deshalb bietet sich ein Leben im Reise-Transporter nicht für jeden an. Am ehesten aber für Selbstständige und Freiberufler, die von überall aus arbeiten und notfalls improvisieren können und die zum Beispiel nur Internet und einen Laptop oder Ähnliches benötigen. Mit einem mobilen Router kommt man meist kinderleicht ins Internet. Ist der Empfang schwach, hilft ein entsprechender Signalverstärker. Meistens ist es sinnvoll, schon vor seinem Umzug in den Van an seiner Selbstständigkeit gearbeitet zu haben. Der Kanadier Julien Roussin Côté hat aus seinem Leben im Van sogar ein Geschäftsmodell gemacht: Er veröffentlicht unter anderem das Online-Magazin „Go-Van“, das sich mit Themen rund um das Leben im Wohnmobil oder Camper-Van beschäftigt.

Wohin gehen Post und Papierkram?

Wer ständig – und vor allem im Ausland – unterwegs ist, dem fehlt logischerweise eine feste Postadresse. Dann müssen Briefe einem eben hinterherreisen. Das geht meistens besser, als man denkt, denn die meisten Formalien und der Großteil des Schriftverkehrs lassen sich digital regeln. Und das bisschen Papier-Post, das einen noch erreicht, können auch Familie oder Freunde in Empfang nehmen und digitalisieren. Alternative: Mittlerweile gibt es Dienste, die gegen eine kleine Gebühr die Post annehmen und sie dann per E-Mail übermitteln. Selbst Faxe lassen sich online absenden.

Küchenamatur im Sprinter mit braunem Holz

Eine schöne Küche? Denkst du! So sieht der Sprinter des amerikanischen Fotografenpaares Katch & Ben aus.

Früh klären: Bürokratie, Steuern und Versicherungen.

Wer plant, in seinen Van zu ziehen und zum Beispiel auf Weltreise zu gehen, muss einige organisatorische Angelegenheiten bedenken. Diese können von Land zu Land unterschiedlich geregelt sein. Zum Beispiel: Wo bin ich gemeldet, wo zahle ich Steuern und welche bürokratischen Folgen zieht welche Option nach sich? Meistens lohnt es sich, in seinem Herkunftsland gemeldet zu bleiben. Doch auch hier gibt es Fristen, wie lange man sich im Ausland aufhalten darf, um überhaupt gemeldet bleiben zu können. In Sachen Bürokratie sind also individuelle Entscheidungen und Recherchen gefragt! Weiterhin empfehlen sich eine Kfz-Versicherung, eine Haftpflichtversicherung, nach Möglichkeit auch eine Diebstahlversicherung, um das Inventar des Camper-Vans zu schützen, und nicht zuletzt eine Krankenversicherung. Achtet darauf, dass all diese Absicherungen für das Ausland gültig sind.

Eine gelungene Übersicht rund um das Thema „Ortsunabhängigkeit“ – inklusive wichtiger Infos zu Kreditkarten, Smartphone-Verträgen, Auslands-Versicherungen, digitalen Brieffächern, Führerschein, Visa und vielem mehr – findet ihr auf dem Blog Wireless Life.

Im Van zu leben – alles andere als ein Dauerurlaub.

In seinen Van zu ziehen – das ist also alles andere als ein Dauerurlaub. Wer sich für das Leben als Van-Nomade entscheidet, der verzichtet auf vieles, was ihm die moderne Gesellschaft an Bequemlichkeit bietet. Er muss Kompromisse eingehen, zahlreiche organisatorische Hürden nehmen und vieles hinter sich lassen. Aber ihm offenbaren sich auch gänzlich neue Dimensionen: von Naturverbundenheit, Bescheidenheit und vor allem von Freiheit.

Ob ihr für das Vanlife geeignet seid? Findet es mit unserer Checkliste heraus!
Ihr sucht Anregungen für euren Roadtrip? Dann empfehlen wir euch unsere zehn Tipps.

Sprinter

Egal, welchen Job Sie erledigen müssen – der Sprinter erleichtert Ihnen die tägliche Arbeit. Dabei können Sie ihm auch Schweres zumuten. Und gemeinsam viel bewegen. Dank zahlreicher Varianten und über 600 Sonderausstattungen erfüllt der Sprinter die unterschiedlichsten Ansprüche.

Mercedes-Benz Sprinter
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