Schwerlasttransport-Begleiter: die schwefelgelben Sprinter von Kustech

Zwei zu Begleitfahrzeugen ausgebaute Sprinter stehen vor einem Fabrikgebäude

Ob Schiffe, Flugzeuge oder gar Raumschiffe – die Firma Kustech begleitet mit ihren Fahrzeugen Schwerlasttransporte. Immer dabei: Sprinter mit Verkehrswarnzeichen.

Sprinter blockiert Kreuzung

Dunkelheit auf den Straßen. Dann kommt ein Brummen näher. Blinken und Blitze. Das Blaulicht der Polizeifahrzeuge paart sich mit den gelben Rundumleuchten von mehreren Mercedes-Benz Sprinter 316 CDI vor und hinter einer sich nähernden Fahrzeugkolonne. Ihr farbenfrohes Blitzlichtgewitter erhellt den Nachthimmel. Behutsam platziert ein Fahrer seinen Sprinter inmitten einer Kreuzung und blockiert die Straße. Der Grund: Die grellgelben Einsatzfahrzeuge der Firma Kustech Systeme GmbH sichern den Verkehrsweg für einen Schwertransporter, der seine sperrige Tonnenlast durch die engen Stadtstraßen befördern soll. Eine knifflige Aufgabe, die zahlreichen Auflagen unterliegt – und die bis ins Detail geplant und präzise umgesetzt werden muss.

Zwei gelbe Sprinter begleiten einen Schwertransport

Fahrer in guter Begleitung

Doch der Fahrer des langen Schwertransporters ist in guter Begleitung, schließlich sichert eine kleine Flotte schwefelgelber Sprinter den Transport ab. Auf dem Dach haben die Begleitfahrzeuge sogenannte Wechselverkehrszeichen (WVZ) installiert – hochwertige LED-Anzeigen, auf denen sich ferngesteuert verschiedene Verkehrszeichen darstellen lassen. So sorgen die Sprinter dafür, dass die anderen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig und präzise auf den Schwertransporter hingewiesen werden.

Eine Flotte Begleitfahrzeuge sichert einen Schwertransport ab

Kustech legt Wert auf Qualität – mit dem Sprinter

Die Firma Kustech hat sich auf WVZ-Anlagen für Begleitfahrzeuge spezialisiert. „Wir legen höchsten Wert auf Qualität“, betont Ilka Manske, die Kustech-Geschäftsführerin. Das schätzen die Kunden. „Wir begleiten Transporte oder rüsten mit unseren Fahrzeugen und WVZ-Anlagen Begleitfirmen, Kran- und natürlich auch Schwertransportunternehmen aus – und das in ganz Europa“, so Manske weiter. „Unsere Begleitfahrzeugflotte gilt als sehr innovativ und ist deshalb in der Branche einzigartig.“

Während andere Anbieter oftmals auf standardisierte Lösungen zur Absicherung von Großraum- und Schwertransporten setzen, erfüllt die Firma aus dem schleswig-holsteinischen Techau auch individuelle Kundenansprüche – zum Beispiel in Form von speziellen Innenausbauten für die Begleitfahrzeuge. Dabei setzen Ilka Manske und ihr Team bewusst auf die Transporter mit dem Stern.

Das BF-4-System stemmt nur der Sprinter

Neben den Fahreigenschaften sowie seiner Zuverlässigkeit und Effizienz überzeugt der Sprinter die Kustech-Verantwortlichen noch mit einer weiteren Eigenschaft. Einem Alleinstellungsmerkmal, um genau zu sein: „Der Sprinter ist momentan das einzige Trägerfahrzeug, das für BF-4-Systeme aufgrund der Dachlast zugelassen ist“, berichtet Manske. „BF“ steht hierbei für „Begleitfahrzeug“, die Zahl dahinter definiert die Generation. „BF-4“ stellt folglich die vierte und aktuelle Generation dar, welche die Einsatzkräfte der Polizei ersetzen und diese deshalb entlasten kann. Das Besondere an den im Fachjargon „Verwaltungshelfer“ genannten Systemen: Die Drehtafel lässt sich in alle Richtungen bewegen. „Dafür sorgt unsere WVZ-Matrix, die per Knopfdruck 360 Grad gedreht werden kann“, erklärt Ilka Manske. „Damit ist die BF-3-Begleitung auf der Autobahn sowie die BF-4-Begleitung für den entgegenkommenden Verkehr auf allen anderen Straßen mit unserer WVZ-Anlage technisch gewährleistet.“

Drei gelbe Sprinter 316 CDI beim nächtlichen Einsatz

Auch für Raumschiffe geeignet

Entwicklungsingenieur Jürgen Köpp weiß zudem, warum der Sprinter 316 CDI mit BF-4-Anlage auch die richtige Wahl ist, wenn es um die Fahrsicherheit bei kniffligen Transporten von Flugzeugen, Schiffen und anderen Sperrlasten mit teils mehreren Hundert Tonnen Gewicht geht. Selbst ein Raumschiff begleiteten die Kustech-Sprinter über die Autobahn schon ins Museum. Durch das hohe Gewicht einer BF-4-Anlage auf dem Dach veränderten sich bei herkömmlichen Kraftfahrzeugen die Fahreigenschaften erheblich, sagt er. Zum Beispiel funktioniere dann oftmals das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) nicht mehr umfassend und natürlich vergrößert sich die Windangriffsfläche erheblich – was sich wiederum auf das Fahrverhalten negativ auswirken kann.

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Ein weißer Mercedes-Benz Sprinter fährt auf einer Baustelle

Trotz hohem Gewicht in der Spur

„Mit dem Sprinter lassen sich diese Probleme lösen“, sagt Jürgen Köpp. „Wir freuen uns, unseren Kunden eine BF-4-Anlage anbieten zu können, bei der die normalen Fahreigenschaften auch mit einem geöffneten System nach vorne möglich sind.“ Diese Forderung werde einzig mit der Premium-BF-4-WVZ-Anlage in Verbindung mit dem Trägerkraftfahrzeug Sprinter 316 CDI erreicht, betont der Entwicklungsingenieur. „Natürlich braucht es dafür einige Maßnahmen, wie zum Beispiel das Absenken des Schwerpunkts auf ein ursprüngliches Maß“, so Köpp. „Das ist einzigartig.“

Kustech geht mit der Zeit. Ilka Manske skizziert die Ziele: „Wir haben mittlerweile rund 500 BF-3- und 50 BF-4-Systeme am Markt. Unser Ziel ist es, als Premiumhersteller für BF-3- und BF-4-Anlagen Marktführer in Deutschland zu werden.“ Die Mercedes-Benz Sprinter sind für Kustech und ihre Spezialaufträge dabei unerlässlich. Wie Schäferhunde bewachen die gelben Transporter den langen Lkw – und bringen diesen immer sicher, zuverlässig und wohlbehütet ans Ziel. Auch in dieser Nacht.


Kustech Systeme GmbH
www.bf3-wvz.de

Photos: Kustech

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