Hoffnung an Bord: ein Hilfskonvoi für Flüchtlinge

Hilfskonvoi Richtung Syrien - Vito, Actros und Unimog.

Beim „Convoy of Hope“ hat Mercedes-Benz mit seinen Projektpartnern erneut Hilfsgüter und einen Krankenwagen auf Basis des Sprinter an die türkisch-syrische Grenze gebracht. Hilfe, die ankommt.

Hilfskonvoi aus neun Actros, zwei Vito und einem Unimog

Ein beeindruckender Konvoi, der an einem sonnigen Morgen im Februar Richtung Südtürkei aufbricht. Rund 250 Tonnen Hilfsgüter im Wert von etwa 1,25 Millionen Euro starten vom Mercedes-Benz Zentralversandlager im Stuttgarter Neckarhafen ins knapp 4.000 Kilometer entfernte Flüchtlingslager im türkisch-syrischen Grenzgebiet. Es ist bereits der vierte Hilfskonvoi für syrische Flüchtlinge, den Daimler Trucks und die Luftfahrt ohne Grenzen e.V. (LOG) seit 2013 organisieren. Mitarbeiter von Daimler spendeten für den vierten Hilfskonvoi 72.470 Euro, das Unternehmen verdoppelte die Flüchtlingshilfe auf 144.940 Euro.

„Die Zahl der Menschen in türkischen Flüchtlingslagern ist auf 2,5 Millionen gestiegen und ein Ende der Notsituation ist nicht absehbar. Wir helfen ihnen dort, wo wir ihnen am besten helfen können: direkt vor Ort“, so Dr. Wolfgang Bernhard, Vorstand der Daimler AG von Daimler Trucks & Buses. Der Hilfskonvoi steht unter dem Motto „Convoy of Hope – Wings on Wheels“ und bringt gesammelte Hilfsgüter für etwa 10.000 syrische Flüchtlinge ins türkische Lager. Ihre Ladung besteht unter anderem aus Decken, winterfester Kleidung, Windeln und Matratzen.

Hilfsgüter – warme Decken und Kleidung für den Winter

Bewährte Helfer – auch in Notstandsgebieten

Einer der Actros Trucks liefert besonders wertvolle Hilfe ins türkisch-syrische Grenzgebiet: zwei Ambulanzfahrzeuge, darunter ein Krankenwagen auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter 318 CDI. Damit wurden seit Beginn der Hilfskonvois insgesamt neun Rettungswagen gespendet. Sie werden nicht nur in den türkischen Flüchtlingslagern eingesetzt, sondern sind auch grenzüberschreitend unterwegs, um kranke, geschwächte und durch den Krieg verletzte Menschen in Krankenhäuser zu fahren. Pro Tag ist jeder Rettungswagen durchschnittlich zweimal im Einsatz. Das heißt, pro Jahr rettet diese Ambulanz-Flotte mehrere Tausend Menschen. Begleitet wird der Konvoi von drei Teamfahrzeugen – zwei Mercedes-Benz Vito und ein Unimog. Der U 4000 mit Doppelkabine dient als Service- und Bergefahrzeug. Die legendären Unimog haben sich seit Jahrzehnten in Notstandsgebieten auf allen Kontinenten der Welt bewährt.

Gelber Mercedes-Benz Sprinter 318 CDI als Krankenwagen
Der Unimog als Teil des Hilfskonvoi für Syrien

4.000 Kilometer bis zum Ziel des Hilfskonvois

Die Strecke führt den Konvoi von Deutschland durch Österreich über das mittlere Osteuropa, über Ungarn, Rumänien und Bulgarien an die türkische Grenze. Kurz vor Istanbul wird der Unimog technisch durchgesehen. Im Team und bei den türkischen Technikern ist der Unimog beliebt: Sie nennen ihn auf Türkisch „Unseren Liebling“. Danach geht es weiter durch das riesige Istanbul, bis auf die asiatische Seite. Der Weg führt auch am Mercedes-Benz Lkw-Werk Aksaray vorbei. Hier macht der Konvoi halt, die Helfer kommen in einem Hotel unter. Dort setzt sich ein Mitglied des Teams ans Klavier und spielt spontan „Knockin’ on Heaven’s Door“. Ein einschneidender Moment der Reise, der dem ganzen Team noch einmal vor Augen führt, wieso sie dort sind: Um den vielen Menschen in Not zu helfen. Nach einer Strecke von knapp 4.000 Kilometern werden sie in den Flüchtlingslagern in der Südtürkei an der türkisch-syrischen Grenze erwartet.

Die Partner des vierten Syrien-Hilfskonvois

Zu den Partnern des vierten Syrien-Hilfskonvois zählen neben Daimler Trucks und LOG erstmals auch die SOS-Kinderdörfer weltweit. Die gesammelten Spenden des über 60 Jahre alten Vereins transportiert einer der neun Mercedes-Benz Trucks auch zu SOS-Kinderdörfern in Serbien und Mazedonien. Diese Spenden bestehen aus Spielwaren für Flüchtlingskinder – darunter Bastelmaterialien, Buntstifte, Malblöcke und kleine Rucksäcke – sowie lebensnotwendigen Decken für die kalte Jahreszeit. Mit Spielen, Malen und einer geschützten Umgebung kann laut Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender der SOS-Kinderdörfer weltweit, für traumatisierte Flüchtlingskinder Zeiten der Unbeschwertheit geschaffen werden. So können sich die Kinder seelisch wieder ein bisschen aufrichten.

Actros Truck, Unimog und Sprinter kurz vor dem Aufbruch nach Syrien