yeply — der Zweirad-Laden auf vier Rädern

Antti und Tommi, die Gründer von yeply

Viele haben zwar ein Fahrrad daheim, sind aber zu beschäftigt, es auf Vordermann zu bringen. Ein Fall für Antti und Tommi von yeply. Denn ihr mobiler Reparaturservice kommt per Sprinter direkt zum Kunden – und setzt das Bike vor Ort instand.

Zwei Freunde blicken zurück – und voraus

Manchmal blickt Tommi Särkkinen zurück auf die Anfänge von yeply. Fast immer schüttelt der Finne dann ungläubig den Kopf. Denn eigentlich entstand die Idee, in und um Helsinki eine mobile Fahrradwerkstatt zu etablieren, aus einem gewöhnlichen Gespräch zweier Freunde, zwischen Tommi und seinem alten Jugendfreund Antti Känsälä. Es war Anfang 2016. „Wir hatten uns zum Mittagessen verabredet, unterhielten uns über unsere gemeinsame Kindheit, die nächste Radtour und über unsere Jobs. Und wir hatten damals beide das Gefühl, dass wir eine neue Herausforderung brauchen“, erinnert sich der Finne. Gemeinsam hatten die beiden Kumpels schon so manche Hürde genommen, zum Beispiel einen strapaziösen Ironman-Triathlon gemeistert. So etwas schweißt zusammen.

Ein Werbeaufsteller von yeply, im Hintergrund steht ein Sprinter

Eine Idee entsteht am Mittagstisch

Tommi, der mit einem Fußballstipendium in den USA Design studiert und anschließend dort und in Hongkong gearbeitet hatte, war zu dieser Zeit als freiberuflicher Designer tätig. Antti war nach vielen internationalen Jobs ebenfalls wieder in seine Heimat zurückgekehrt und leitete eine IT-Firma. Bei besagtem Mittagessen erinnerte sich Antti an eine Idee, die ihm schon ein paar Jahre zuvor durch den Kopf gegeistert war: die Idee zu yeply. „Wir können uns für vieles begeistern und pushen uns gegenseitig“, erzählt der Ingenieur. „Und wir waren uns einig, dass die Zeit jetzt reif ist. Meine Schwäche ist zugleich meine Stärke: Ich bin ein Typ, der nicht stillsitzen kann“, sagt Antti und lacht.

Die Schiebetür eines Sprinter mit dem Logo von yeply

Fahrradladen trifft auf Sprinter

„Wir bringen den Fahrradladen mit unseren Vans zum Kunden und verleihen dem Servicebereich im Fahrradsegment so einen neuen, nachhaltigen und zeitgemäßen Anstrich“, umreißt Antti das Konzept. „Mit unserer Vision wollen wir die Idee, wie Unternehmen gewöhnlich funktionieren, als solche infrage stellen. Wir glauben daran, dass es viel mehr Menschen braucht, die den Mut haben, neue Wege zu gehen und auch mal verrückte Sachen auszuprobieren.“

Aber wie geht das, wenn das Bike beispielsweise einen Platten hat oder die Fahrradkette streikt? Ganz einfach: Die Leute von yeply kommen mit ihrem schwarz-gelben Sprinter angefahren, holen das Zweirad ab, reparieren es – und bringen es einige Stunden später wieder zum Kunden zurück. Das Geschäft läuft, das Unternehmen wächst, weitere Pilotprojekte, auch in anderen europäischen Ländern, sind in Planung. Heute beschäftigen Antti und Tommi vier feste Mitarbeiter und sechs weitere in Teilzeit. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg gewesen.

Fahrradlenker mit Klingel und Fahrradkorb

Problemlöser im Mercedes-Benz Van

Zunächst arbeiteten die beiden ihre Idee nach Feierabend aus. „Es war eine intensive Zeit, vielleicht die anstrengendste meines Lebens“, betont Tommi. Doch der Aufwand lohnte sich, denn schon einige Monate nach jenem Mittagessen erblickte yeply auch offiziell das Tageslicht. Antti und er holten Mikko an Bord, der sich anfangs als einziger Mechaniker um die Fahrradreparaturen vor Ort kümmerte. „Wir haben bewusst schmal begonnen, um zuerst im Kleinen herausfinden zu können, ob unser Konzept funktioniert“, erklärt Tommi. „Anttis Anspruch war es von Anfang an, mehr Menschen auf den Fahrradsattel zu bekommen – und es funktioniert! Die Leute lieben yeply!“

Ein Fahrrad ist für eine Reparatur an einer Stange im Van fixiert

Sprinter bleibt auch im Winter warm

Tommi Särkkinen und Antti Känsälä setzen drei Sprinter von Mercedes-Benz ein, bei denen sie jeweils den Innenraum speziell für yeply umbauen ließen. Zwei ergonomisch ausgerichtete Arbeitsplätze für die Mechaniker sind darin unter anderem installiert, es wurde ein spezieller schmutzabweisender Boden verlegt und Seitenwände wie Decke wurden isoliert. „So bleibt’s im Sprinter immer schön warm, auch im finnischen Winter“, meint Tommi und grinst. „Im Ernst: Wir sind wirklich sehr zufrieden mit unseren Vans.“

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yeply greift unter die Arme

Den Erfolg des Start-ups erklärt sich der 36-Jährige so: Fast jeder habe zu Hause ein Fahrrad stehen. Jedoch bleibe dieses oft unbenutzt, weil es meistens nicht so recht in Schuss ist. „Das Rad dann aber in die Werkstatt zu bringen, ist für viele einfach ein zu großer Aufwand“, meint Tommi. Und hier kommen die yeply-Jungs ins Spiel – als Problemlöser mit Sprinter – und mit einer ehrlichen Vision.

Das Team von yeply steht vor drei Sprinter

Antti und Tommi verkörpern die Firmenphilosophie

„Wir wollen, dass unsere Mitmenschen ein gesünderes, aktiveres und ökologischeres Leben führen“, beschreibt Antti die Unternehmensphilosophie. Mit dem Fahrrad den Alltag zu meistern, sei hierfür ein wesentlicher Schritt, meint der dreifache Familienvater und leidenschaftliche Biker. „Für uns als Gründer ist es wichtig, dass wir das, was wir anbieten, auch zu 100 Prozent verkörpern.“ Tommi ergänzt: „Das Radfahren war schon zu Kindheitstagen unser Fortbewegungsmittel Nummer eins – und daran hat sich bis heute nichts geändert. Radfahren ist nachhaltig, hält fit, schützt unseren Planeten und macht Spaß.“

Fotos | Yeply

Yeply Facebook | www.facebook.com/Yeplysuomi/