Von Campingfans für Campingfans – Sharing mit „Paul Camper“

Der Sharing-Dienst „Paul Camper“ definiert das Campen neu. Gründer Dirk Fehse über das Erfolgsgeheimnis und die Besonderheiten seines Start-ups.

Mit eigenem Start-up aus der Lebenskrise

Die Idee für „Paul Camper“ kam Dirk Fehse im genau richtigen Moment. Der Brandenburger war gerade von einer längeren Campingreise im australischen Outback zurückgekehrt. Wieder in Deutschland, war er ziellos, suchte eine neue Vision. „Ja, ich glaube, man kann sagen, dass ich mich in einer Lebenskrise befand“, sagt der heute 35-Jährige. „Ich suchte etwas, woran ich mich selbst wiederaufbauen kann.“ Da fand Dirk „seinen Paul“ – so nennt er seinen Camper. Mit dem treuen Gefährt wollte der Deutsche nun Europa erkunden. Parallel machte er sein Studium fertig und begann, als Wirtschaftsprüfer zu arbeiten. Die Arbeit im Büro frustrierte ihn allerdings zunehmend. Der Job habe ihn mehr Energie gekostet, als er ihm Freude bereitete, sagt Dirk Fehse. Die Erinnerung an Australien holte ihn ein, die Krise war zurück. „Ich stellte mir Sinnfragen wie: Wer bin ich? Was bereitet mir wirklich Freude?“

Ich stellte mir Sinnfragen wie: Wer bin ich? Was bereitet mir wirklich Freude?

Ein Mann steht vor einer V-Klasse in der Natur

Eine Idee wird geboren

Da kam ihm „sein Paul“ in den Sinn. Von Beginn an teilte er seinen Camper auch mit Freunden und Bekannten. Die Idee war geboren: Wie wäre es, wenn er sein Fahrzeug im Internet als eine Art mobiles Hotel anbieten würde? Oder noch besser: Er könnte doch auch gleich eine Community ins Leben rufen, in der private Wohnmobil-Besitzer ihre Fahrzeuge an Gleichgesinnte vermieten?
Fehse fackelte nicht lange und kurz darauf hatte er das Start-up „Paul Camper“ gegründet. 2013 war das. Die Idee kam bei der Van-Community direkt gut an. Bis heute zählt „Paul Camper“ mehr als 10.000 Mieter sowie 1.500 Vermieter. „Wir sind die erste und größte Plattform und Community für privates Camper-Sharing in Deutschland“, berichtet Fehse mit einem breiten Grinsen. Seine Motivation: jenen Spirit einer Campingreise zu teilen, der ihn selbst so prägte. „Wir wollen anderen Menschen eine tolle Zeit mit einem bezahlbaren Camper ermöglichen“, sagt der Jungunternehmer. „Wichtig dabei ist mir vor allem, dass alles sicher, persönlich und unkompliziert abläuft – von der Ausstattung der Wohnmobile über die Abwicklung des Mietvorgangs bis hin zur Preisgestaltung. Zusatzkosten haben mir nämlich selber nie gefallen.“ Bei „Paul Camper“ gelten daher Fixpreise. Die Schlüsselübergabe erfolgt persönlich. Um die Organisation kümmern sich die mittlerweile 30 Mitarbeiter des Berliner Start-ups.

Ein Mann sitzt vor einem Laptop, auf dessen Bildschirm eine Internetseite geöffnet ist

Persönlicher Kontakt ist Dirk Fehse wichtig

Das Erfolgsgeheimnis von „Paul Camper“ beschreibt Gründer Dirk Fehse mit drei Worten: Leidenschaft, Persönlichkeit und Authentizität. „Wir legen großen Wert auf Persönlichkeit und Service: Wir tauschen uns mit unserer Community persönlich aus und stehen unseren Vermietern und Mietern per Telefon und Mail mit Rat und Tat zur Seite oder treffen unsere Vermieter persönlich bei unseren Community-Treffen.“ Auch, dass sich Mieter und Vermieter vorher kennenlernen, ist den Mitarbeitern von „Paul Camper“ wichtig. „Nur so haben beide Seiten ein sicheres Gefühl“, begründet Fehse.

Ein roter Mercedes-Benz 609 D parkt auf einer Wiese

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Camper-Sharing ohne versteckte Kosten

Der Ablauf einer Buchung könnte einfacher nicht sein: Zunächst sucht sich der Mieter auf der Webseite paulcamper.de sein Wunschfahrzeug aus und stellt an den Vermieter eine Anfrage. Dabei sollte er auch kurz ein paar Worte zu sich selbst und zur geplanten Reiseroute sagen. Anschließend lernen sich Mieter und Vermieter persönlich oder telefonisch kennen. Erst dann wird die Bezahlung über „Paul Camper“ abgewickelt. Durch das „Paul Camper“-Versprechen können sich Mieter und Vermieter darauf verlassen, dass keine Zusatzkosten auf sie zukommen. In dem Mietpreis ist alles enthalten, von der Vollkaskoversicherung über den Pannenschutz bis zur Campingausstattung. So wird der Sharing-Prozess so einfach wie möglich gemacht. „Es freut uns sehr, dass die Idee von ‚Paul Camper‘ in Deutschland so gut angenommen wurde, und auch die Niederlande und Österreich entwickeln sich.“ Sein Erfolgskonzept möchte Dirk Fehse daher in naher Zukunft ausweiten. „Wir haben uns vorgenommen, auf unserer Plattform Europa komplett zusammenzuführen.“


Paul Camper | www.paulcamper.de