Vans & Drones – in der Stadt der Zukunft

Die Zukunft des Transportwesens: Mercedes-Benz Vans und das kalifornische Unternehmen Matternet entwickeln im Rahmen des Kooperationsprojekts Vans & Drones Logistiklösungen für die Stadt der Zukunft.

Logistische Herausforderungen der Zukunft

Die Paradoxie in der Warenlogistik lässt sich so zusammenfassen: „Je kürzer die Distanz, desto schwieriger ist es, pünktlich zu liefern“, erklärt Oliver Evans, Head of Global Business Development bei Matternet. Das kalifornische Unternehmen hat sich auf die Drohnentechnologie spezialisiert – genauer: auf den Logistikbereich. Bei Transporten von Kontinent zu Kontinent lässt sich noch alles recht gut planen. Aber gerade auf dem letzten Abschnitt, vom Verteilerzentrum bis zum Kunden, kommt es leicht zu unvorhergesehenen Hindernissen und Verzögerungen. Die Schwierigkeit dabei: Die Entwicklung geht dahin, den Kunden noch flexiblere Warenlieferungen anzubieten. Und durch die Nutzung mobiler Endgeräte gestaltet sich der Zugang zu spontanen Warenbestellungen in Zukunft genauso einfach wie der Zugang zu Informationen.

Oliver Evans, Head of Global Business Development bei Matternet.

Aktuelle Pilotphase in Zürich

Die Kooperation Vans & Drones, die seit 2015 zwischen Mercedes-Benz Vans und Matternet besteht, antwortet auf diese Umbrüche im Logistikwesen, indem sie eine Lösung für flexible Lieferungen erprobt. In der aktuellen Pilotprojektphase wird die Kombination von Vans und Drohnen unter Realbedingungen in Zürich getestet.

Eine Transportlösung sieht zum Beispiel so aus: Während der Fahrer mit dem Auslieferungsfahrzeug schon in der Innenstadt unterwegs ist, kann via Drohne eine Last-Minute-Bestellung nachgereicht werden. An sogenannten Rendezvous-Punkten treffen Drohne und Van aufeinander. Bewegt sich der Van zu einem anderen Punkt, wird die Route neu berechnet. Der Vorteil: Die Drohne kann den direkten Weg nehmen, indem sie sich über Staus, Flüsse und andere Hindernisse hinwegbewegt, und der Van muss seine ursprünglich geplante Route nicht verlassen. Der Van scannt den Luftraum und sendet Infrarotsignale, damit die Drohne autonom und trotzdem sicher landen kann. Der Fahrer des Vans übernimmt anschließend die Auslieferung des Pakets auf den letzten Metern, in der Logistikbranche „Last Mile Delivery“ genannt.

Drohne landet auf dem Dach eines Mercedes-Benz Vito

Design ist wichtig, Sicherheit ist wichtiger

Die Drohne Matternet M2 ist speziell für Einsätze in der Nähe von Menschen und Gebäuden entworfen worden. Das Besondere: Mithilfe der Matternet Cloud Software fliegt sie auf vorher festgelegten Routen komplett autonom. Ohne Pilot und auch ohne Kamera – ein wichtiger Punkt, denn gerade in der Stadt wird das Thema Überwachung kritisch gesehen. „Mindestens ebenso wichtig war den Entwicklern der Einbau von diversen Sicherheits-Features“, berichtet Oliver Evans: Wichtige Elemente der Drohne sind mehrfach verbaut. Sollte ein Bauteil ausfallen, übernimmt das Ersatzelement dessen Aufgabe. Im größten Notfall wird die Drohne von einem integrierten Fallschirm aufgefangen und – begleitet von einem Alarmsignal – zu Boden geleitet.

Matternet M2 Drohne landet neben Mercedes-Benz Flagge

Effiziente Logistik durch Kombination

Durch ihr besonderes Design kann die Matternet M2 sowohl Waren abgeben als auch aufnehmen. Pakete bis zu einem Gewicht von zwei Kilogramm transportiert sie auf einer Strecke von bis zu 20 Kilometern. Je nach Beladung stößt die Drohnentechnologie hier an ihre (Batterie-)Grenzen, weswegen die Kombination mit den Vans eine gute Lösung darstellt. In Zukunft soll die Auslieferung per Van und Drohne die herkömmlichen Transportmittel ergänzen, nicht ersetzen. Indem je nach Aufgabe und Einsatz die effizienteste Transportlösung gewählt wird, werden Emissionen gespart, Staus reduziert und Lieferungen beschleunigt – und das trotz anhaltendem Trend zur Urbanisierung und damit verbundenen steigenden Bestellzahlen.


Photos: Felix Schwarz

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